25.05.2012

Google hat seinen Suchalgorithmus im April mit dem Penguin-Update 2012 grundlegend modifiziert. Damit wird nicht nur die Suche für den User verbessert, sondern auch ein zusätzlicher Fokus auf qualitativen Content gelegt. Unter den Projektnamen “Xirtam3”, “Raquel” oder “Citron” verbergen sich Updates zum “nächsten Schritt für eine höhere Suchqualität” für den Nutzer, so Google. Mit dem Update geht der Internetkonzern gleichzeitig so streng gegen SEO-Spam vor, wie schon lange nicht mehr. Webseiten-Betreibern, die konstruktive Suchmaschinenoptimierung betreiben, wird dagegen der Rücken gestärkt.

 

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Raquel, Sudoku oder Horde: Googles Codenamen für eine verbesserte Suchfunktion

Unter Projektnamen wie “Xirtam3″, “Raquel” oder “citron” wurden letzten Monat weitere Veränderungen am Algorithmus vorgenommen. “Xirtam 3” soll Inhalte, die auf mehreren Seiten verteilt sind in den Ergebnissen reduzieren. Hinter dem Codenamen “Raquel” versteckt sich ein Update, dass die Suchergebnisse besser an die jeweilige Sprache des Suchenden anpasst. Durch “sep” und “citron” wird laut Google ermöglicht, dass Content, der von der Suchmaschine als aktuell bewertet wird (z.B. Nachrichten), stärker ins Gewicht fällt. Einen Gegenpart hat dieses Update ebenfalls: “Horde” verhindert, dass einzelne Domains in der Trefferliste bevorzugt werden. Die beiden Updates fungieren als Aktualisierung, um neue Inhalte prominent darzustellen. Unter “Sudoku” verbirgt sich nicht etwa ein Rätsel, sondern eine Bewertung der Relevanz einzelner Seiten für bestimmte Länder.

 

Darüber hinaus hat Google eine erweiterte Rechtschreibkorrektur in 60 Sprachen eingebaut. Suchtreffer werden somit bereits vorgeschlagen, obwohl der Begriff noch nicht vollständig eingetippt ist. Der Bereich der Vorschaufunktion wurde dagegen verkleinert, allerdings in der Qualität aufgewertet. Die Indexierung von Profilen in Social Media Plattformen wurde durch Penguin erweitert. Die Integration des eigenen sozialen Netzwerks Google Plus auf allen Seiten Googles nimmt immer mehr zu. Angemeldete User, die ihren Account schließen, sollen zukünftig bei allen Geräten automatisch abgemeldet werden.

Die insgesamt 52 Änderungen des Penguin-Updates hat Google auf seinem offiziellen Blog veröffentlicht.

Abgestraft: Ranking-Update gegen SEO-Spam

Webseiten, die sich nicht an die Qualitätsrichtlinien der Suchmaschine halten, haben nach dem Update Ranking-Verluste hinnehmen müssen: Jene Seiten-Betreiber werden bestraft, die sich durch Link-Kauf bei Link-Firmen sowie durch das “Vollstopfen” einer Content-Seite mit Keywords ein gutes Ranking verschaffen. Schon beim sogenannten Panda-Update 2011 wurden die Nutzer als Ranking-Faktor einbezogen, so dass es technisch möglich ist, negative Faktoren wie kurze Verweildauern zu messen und in den Suchalgorithmus zu integrieren.

Guter Content überzeugt

Penguin hatte schon im Vorfeld für Unruhe in der SEO-Branche gesorgt. Um die Suchqualität fortlaufend zu erhöhen, updatet Google regelmäßig seinen Algorithmus. 2010 kamen allein 516 Änderungen auf den Markt. Seit dem “Mayday Update” 2010 achtet Google verstärkt bei Long-Tail-Suchanfragen auf die Qualität der Seitentexte. Das Update „Panda“ 2011 ist Googles erster Versuch, in seinem Suchalgorithmus Seiten mit guten Inhalten besser zu platzieren.

Fakt ist: Webseiten mit hochwertigem Content werden von Google stärker bevorzugt als Seiten mit minderwertigen Inhalten oder beispielsweise auch vielen Affiliate-Links. Dies sorgt für eine Verbesserung der Suchergebnisse für den Nutzer. Betroffene Unternehmen sollten die Gründe für die Ranking-Abwertung aufspüren und für ein bessere Suchmaschinenplatzierung optimieren. Verwenden Sie Keywords, die auf der jeweiligen Seite passen sind. Das SEO-Ranking wird zudem durch Social-Media-Faktoren beeinflusst, d.h. Bewertungen über Google Plus, Facebook, Twitter und Pinterest wirken sich positiv auf das Ranking aus. Lassen Sie auch diese Aspekte nicht außer Acht.