30.06.2014

Der eCommerce wird den stationären Handel nie gänzlich ersetzen, auch wenn viele Kritiker dies heraufbeschwören. Händler werden bis 2020 rund 20 Prozent ihrer Einnahmen aus sogenannten Crosschannel-Kunden gewinnen. Einkaufen war und bleibt ein Erlebnis für alle Sinne. Wir zeigen, wie der Kunde von morgen shoppt.

Die individuelle Beratung durch Verkäufer vor Ort, das soziale Erlebnis oder das Anprobieren der Ware kann Online nie in Gänze und zufriedenstellend abgebildet werden. Dennoch hat auch der eCommerce seine Vorteile: die Auswahl ist riesig, die Preise sind meist niedriger und der Shop hat 24 Stunden an sieben Tagen die Woche geöffnet. Jeder Kanal hat seine Vorzüge und Schwächen. Verknüpft man sie jedoch miteinender erhalten Sie die ganze Power des Crosschannel-Marketings für Ihre Brand oder für Ihr Unternehmen.

 

Der Untergang des stationären Handels bleibt aus

Ladengeschäfte müssen ebenso wie eine Website oder die App stets auf dem neusten Stand gehalten werden. Dies heißt im Jahr 2014, auch digitale Elemente und mobile Kontaktpunkte zu integrieren. Insbesondere große Ketten sollten nicht mehr strikt zwischen Online- und Offline-Geschäft unterscheiden, denn Grenzen sind immer fließender und an welchem Touchpoint der Kunde seinen Euro ausgibt ist am Ende des Tages zweitrangig.

Wer als Händler auf digitale Technik setzt hat bereits gewonnen, denn er ist den ersten Schritt in Richtung Zukunft gegangen. Unser Director eCommerce, Mathias Wolff, zeigt in unserer TWT TV Ausgabe, worauf es im eCommerce ankommt:

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Lebensmittelhandel wird digital

Auch der Lebensmittel-Einzelhandel befindet sich mitten in einer digitalen Revolution. Neue Herausforderungen und Branchen prägen den Umbruch und werden mittelfristig eine Transformation der Lebensmittelbranche erwirken. Bislang werden Lebensmittel noch zu einem Großteil stationär gekauft, aber auch in diesem Segment müssen die Händler ihren Kunden an allen Kontaktpunkten begegnen.

Der Kauf von Nahrung und FMCG wird sich in den nächsten Jahren immer stärker ins Netz verlagern. 2013 gaben die Deutschen insgesamt mehr als 175 Milliarden Euro für Lebensmittel aus. Lediglich 0,5 Milliarden davon fielen dem Online-Lebensmittelhandel zu. Prognosen zufolge sollen die Online-Umsätze bis 2020 auf 20 Milliarden Euro ansteigen. Somit würde der Markanteil von aktuell 0,3 auf satte 10 Prozent anwachsen.

Durch das Smartphone hat der Kunde die Möglichkeit, alle Kanäle parallel zu nutzen, was auch den Anspruch an den Kaufprozess verändert. Mobile Endgeräte, Big Data, Location Based Services, Cloud Computing oder Social Media sind die Haupttreiber der digitalen Transformation unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Kombiniert man sie, ergeben sich daraus viele verschiedene Einkaufsszenarien. Diese Szenarien müssen als Grundlage für eine individuelle Strategie genutzt werden. Händler können wichtige Daten über das Kaufverhalten sammeln und so für sich nutzen.

 

Kunden mögen digitale Angebote am PoS

Digitale Avatare oder der Check-in via Social Media-Terminals werden eher selten in Anspruch genommen. Dafür funktionieren Infopoints oder Shopping-Apps sehr gut. Die LOVE TO SHOP-App der ECE Shopping-Center registriert mithilfe von Geo-Fencing, wann sich der Kunde dem Shopping-Center nähert und sendet mit Push-Automatik Rabatte oder News auf das Smartphone. Die App kann individualisiert werden, sodass User genau auf sie zugeschnittene Informationen erhalten.[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ZESTniCcZFo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

 

iBeacons revolutionieren den PoS

So verändern iBeacons beispielsweise den Handel gerade auf revolutionäre Weise. Über kleine Funksender, die sogenannten iBeacons,  im Ladengeschäft können Informationen auch ohne Internetverbindung an Smartphones von Kunden geschickt werden. Die Londoner Regent Street wird beispielsweise mit Beacons ausgestattet, sodass Passanten über eine entsprechende App Angebote der Stores erhalten. iBeacons machen das Shopping in den kommenden Jahren wieder zum Erlebnis.

Unsere 5 ToDos für stationäre Händler:

 

  • Seien Sie offen für neue Technologien.
  • Informieren Sie sich über mögliche Tools für Ihr Business.
  • Verteufeln Sie die Digitalisierung nicht als Feind, sondern betrachten Sie sie als Chance.
  • Schauen Sie sich erfolgreiche Best Practices im Crosschannel Commerce an.
  • Kontaktieren Sie professionelle Internetagenturen, wie TWT, die Sie bei der Planung und Umsetzung unterstützen.

Fazit

Die Verknüpfung aller Vertriebskanäle wird für den Handel in Zukunft über Erfolg oder Misserfolg bestimmen. Innovative Tools wie die Google Glass bringen neue und wichtige Impulse. Egal ob Online-Shop, App, PoS oder die Print-Werbung im Hochglanzmagazin: Kunden erwarten ein einheitliches Verkaufsbild und folgen Ihrer Lieblingsmarke auf diversen Kanälen. Bieten Sie Ihren Kunden die Customer Experience, die sie erwarten und sie werden weiterhin erfolgreich bleiben.