10.06.2016

Produktivitätssteigerung bei gleichzeitiger Kostensenkung

75 Prozent der Deutschen versprechen sich durch die Industrie 4.0 eine Produktivitätssteigerung bei gleichzeitiger Kostensenkung.48 Prozent erhoffen sich zusätzlichUmsatzwachstum. Bei den US-Amerikanern liegt die Zahl deutlich niedriger (66% und 48%). Dieser Unterschied zeigt sich auf bei der Vorbereitung auf die Industrie 4.0. Knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen kann bereits neue Konzepte vorlegen, während es in den USA nicht einmal ein Drittel kann. Dementsprechend sind es auch bei der eigenen Einschätzung der Vorbereitung in den USA deutlich mehr Unternehmen (41%), die sich als unvorbereitet sehen, als dies in Deutschland der Fall ist.

Unflexibler Arbeistmarkt zwingt deutsche Unternehmen zu handeln

Sowohl die USA als auch Deutschland setzen Industrie 4.0 bei Predictive Maintenance um, doch Deutschland konzentriert sich zusätzlich mehr auf die Felder Lieferkette und Logistik, während USA Performance Management weiterentwickelt.

Analysten zufolge liegt dies nicht nur an hohen Lohnkosten, sondern auch an dem vergleichsweise unflexiblen Arbeitsmarkt, der Unternehmen dazu zwingt, zu handeln. Zusätzlich liegt Deutschland bei dem Einsatz und den dazugehörigen Kenntnissen im Bereich Robotics ganz vorne.

Standortunabhängig fehlen Experten

Dennoch gibt es einen Punkt, indem sich die deutschen Unternehmen nicht von den amerikanischen unterscheiden. Unabhängig vom Standort leiden beide an einem Mangel an qualifizierten Mitarbeitern im technischen Bereich. In Deutschland geht man dieses Problem jedoch anders an als in den USA, da man auf Weiterqualifizierungen der Mitarbeiter setzt. US-Unternehmen wollen dagegen Mitarbeiter umschulen oder einfach neue Mitarbeiter einstellen. Analysten begründen dies mit dem “weniger aggressiven” Regularien des deutschen Arbeitsmarkt.

Beide Seiten schätzen Industrie 4.0 auf Investitionen von bis zu neun Prozent vom Firmenumsatz.

(Quelle: cio.de)