16.06.2014

Immer mehr Objekte des Alltags sind mit dem Internet verbunden und sammeln Daten über ihre Umwelt, Menschen oder deren Gewohnheiten. Das sogenannte Internet of Things schlägt eine wichtige Brücke zwischen der digitalen und analogen Welt, sodass ein möglichst großer Informationsaustausch in Echtzeit entsteht. Höchste Zeit auch für Unternehmen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und Potenziale zu nutzen.

Laut einer Studie des Elektronikherstellers Bosch werden bis 2015 mehr als sechs Milliarden Geräte Zugriff auf das Internet haben. Im Jahr 2025 sollen es bereits bis zu 30 Milliarden vernetzte  Objekte sein. In Zukunft wird es ein großes global vernetztes System aus Sensoren, Geräten und Objekten geben, das nicht nur aus Smartphones, Tablets oder Laptops besteht, sondern auch viele weitere Gegenstände oder sogar Lebewesen beinhaltet. Nicht mehr nur Menschen, sondern auch Geräte untereinander kommunizieren über das Internet und tauschen Daten aus. Die Verbreitung in der Masse wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, doch früher oder später wird das Internet of Things für uns so normal sein wie das Cloud Computing heute.

 

IPv6 macht es möglich

Das Internet Protokoll v6 (IPv6) wird das World Wide Web, wie wir es kennen, deutlich verändern. Mit dem bisher gängigen Protokoll IPv4 gibt es eine noch zu geringe Anzahl an verfügbaren IP Adressen, um ein „Web of Things”, also die Vernetzung von Alltagsobjekten zu erreichen. Mit IPv6 erhöht sich die Zahl der Adressen auf bis zu 340 Trillionen. So können immer mehr Objekte und Geräte „smart" werden und ihre eigene IP Adresse besitzen und damit Zugang zum Internet herstellen.

 

Vorteile für Ihr Unternehmen sind immens

Die Technologieforscher von Gartner sehen im IT-Trend “Internet der Dinge” enormes Potenzial für Unternehmen. Der weltweite Markt für Internet of Things-Lösungen soll von 1,9 Billionen US-Dollar in 2013 auf 7,1 Billionen US-Dollar in 2019 wachsen, so prophezeien es Marktforscher. Die Entwicklung ist also nicht nur für Privatpersonen interessant. Der Trend zum vernetzten Objekt, bietet unzählige Möglichkeiten für Marketer und CIOs, um innovative IT-gestützte Geschäftsideen zu entwickeln.

Wer Internet of Things sagt, muss auch Echtzeit sagen: Realtime-Analysen und -Lösungen sind wichtig für ein besseres Verständnis Ihrer Kunden und um ihnen aktuelle, individuelle Angebote direkt auf ihr Smartphone oder Wearable zu schicken. Auch in den Bereichen Transport oder Logistik können so die Ankunftszeit von Lieferungen optimiert oder die CO2-Bilanz anhand der Nutzung von Datenmustern verbessert werden.

Hier sind die wichtigsten Vorteile für die Nutzung des Internet of Things für Unternehmen:

 

  • Verbesserung des Marketings durch intensivere Analyse des Verhaltens der Zielgruppe
  • Schnellere und bessere Reaktion auf kritische Situationen in Echtzeit
  • Unterstützung bei Entscheidungsfindungen durch sensorbasierende Analysen
  • Höherer Automatisierungsgrad
  • Bessere Kontrolle zur Optimierung von Prozessen und Ressourcennutzung

Best Practices

Es entstehen immer neue Gattungen von “Connected Devices”, die zeigen in welche Richtung sich das Internet der Dinge in Zukunft entwickeln könnte:

Skylock

Das Fahradschloss Skylock ist ein Allroundtalent und kann mehr, als nur das Fahrrad abzuschließen. Dank integrierter Solarzellen lädt es einen Akku, steht in Verbindung mit seinem Besitzer und schlägt im Falle eines Unfalls bei Freunden Alarm. Das Schloss aus dem Hause Velo Labs fungiert also gleichzeitig als Schloss, Unfallsensor und Alarmsystem. Skylock ist mit dem Smartphone des Radfahrers verbunden und gleicht permanent den Bewegungssensor ab, um herauszufinden, ob ein Unfall geschehen ist oder es sich lediglich um eine starke Erschütterung handelt.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=6gyLPjDakAc" 

Vanhawks Valour

Wer ein vernetztes Fahrradschloss besitzt braucht natürlich auch das passende Fahrrad dazu: das liefert Vanhawks Valour, in dessen Lenker Ultraschallsensoren verbaut sind, die den toten Winkel überprüfen und über Vibrationen vor Autos warnen, die überholen. Das Rad tauscht sich mit anderen Fahrrädern seiner Art über Schlaglöcher oder geklaute Modelle aus. Anhand dieser Daten können beispielsweise bessere Routen vorgeschlagen werden.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=XCDUzOEUQ30" 

Silent Herdsman

Doch nicht nur Gegenstände werden vernetzt, sondern auch Pflanzen oder gar Tiere. Silent Herdsman nennt sich ein Software-Anbieter, der Kühe mithilfe vernetzter Halsbänder zu einem Teil des World Wide Web werden lässt. Durch die Vernetzung können Farmer ihre Tiere besser verfolgen und deren Gesundheitszustand aufzeichnen. Dieses Video zeigt, was Silent Herdsman alles kann:

Rectory Farm Testimonial from Silent Herdsman on Vimeo.

Alles ist möglich

Als ein weiteres interessantes Einsatzgebiet gilt die Energieversorgung. Das sogenannte “Smart Grid” enthält automatisierte Zähler, die in Echtzeit feststellen können, wo, wann und wie viel Energie verbraucht wird. Versorgungsunternehmen erhalten so wichtige Daten, auf deren Grundlage sie die Energieversorgung weiter optimieren können. Das Anwendungsfeld des Internet of Things ist beinah grenzenlos. Nutzen Sie diese vielen Vorteile auch für Ihr Unternehmen und finden Sie die passende Strategie. Wir unterstützen Sie gern.