03.02.2012

Die Internationalisierung ist das größte Wachstumsfeld im E-Commerce: Rund jeder dritte Däne, jeder vierte Niederländer und jeder fünfte Slovene kauft online - und das ist nur ein Auszug potenzieller Kunden aus Europa. Online-Händler mit einem ertragsstarken Anteil auf dem heimischen Markt können mit einer Expansion ins Ausland zusätzliche Umsatzpotentiale erschließen. Das Internet ist der größte Marktplatz der Welt: Die globale Nachfrage im Internethandel steigt und wird aktuellen Prognosen zufolge 2012 einen Umsatz von rund 820 Milliarden US-Dollar generieren.

Der Erfolg einer Expansion scheitert häufig an praktischen Hürden wie Versandmodellen oder Abrechnungsmodalitäten: Wie ist die gängige Bearbeitungszeit für das Shipment-to-Lead? Sind Versandmodelle nach Gewicht, Zonen oder Stückzahlen oder gar Kombinationen hiervon üblich? Wie flexibel müssen die Zahlungsmöglichkeiten sein? Dies ist nur ein Bruchteil der Fragen, die sich Online-Händler im Kontext ihrer Internationalisierungsstrategie stellen müssen. Probleme, die sich aus diesen Anforderungen ergeben, sind primär technischer und prozessorientierter Natur. Sie resultieret aus der wachsenden Unternehmens- und Vertriebsstruktur: Mehr als fünf Millionen User pro Monat besuchen die Online-Shops großer Händler. Täglich müssen mehrere tausend Transaktionen gesteuert werden. Damit das gelingt, ist die unmittelbare Kommunikation zwischen dem Front- und Backend sowie eine reibungslose Anbindung weiterer Systeme notwendig.

Schnittstellenanbindung, Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung

Die Mandanten-Fähigkeit ermöglicht den automatisierten Austausch von Stammdaten, Kundendaten, Produktdaten oder Rechnungen durch eine Verknüpfung der relevanten Systeme sowie Datenbestände und schafft damit eine zentrale Prozess-Konsolidierung. Die beiden zentralen Elemente sind der Fluss der Datenströme und die Zuordnung der Datenverantwortlichkeiten. Bei der Internationalisierungsstrategie lässt sich so für jeden nationalen Shop ein Mandant erstellen und an länderspezifische Anforderungen anpassen. Der Händler legt dann in der zentralen Produktdatenbank fest, welche Artikel mit welcher Artikelbeschreibung und welchem Preis im jeweils neuen Shop gelistet werden und wie die automatischen Verarbeitung der Bestelldaten des Kunden zugeordnet ist. Die für den jeweiligen Mandanten relevante Verknüpfung im Backend erlaubt so eine Multi-Shop-Strategie: Diese gewährleistet durch das bedienungsfreundliche Shop-Management eine automatisierte Administration von Prozessen und spart Ressourcen.

Ein Shop-Management, viele Shop-Gesichter

Ob klassische Versandhändler oder Spezial- bzw. Nischen-Shops mit einzelnen Zielgruppen - die Mandanten lassen sich über das Shop-Management zentral verwalten und unter verschiedenen Domains ausspielen. Das System ist flexibel genug, um Anpassung auf die Landessprache sowie auf die national geltende Mehrwertsteuer vorzunehmen. Aber nicht nur auf administrativer Ebene ist der jeweilige Shop eine eigene Management-Einheit: Auch in Design und Usability kann der Mandant bei Bedarf ein individuelles Gesicht erhalten. Ein bereits bestehender Shop wird so in seinem gewohnten Corporate Design für den ausländischen Markt dupliziert. In Form einer landesspezifischen Seiten-Navigation und Taxonomie für ein eindeutiges, lokales Branding kann der Händler aber auf die Bedürfnisse der jeweiligen Kundschaft eingehen. Dank einer straffen Time-to-Market-Strategie lassen sich mit einer mandantenfähiger Shop-Lösung zügig und ressourcensparend ausländische Märkte erschließen. Das Multishop-Konzept ist zwar nicht neu, je nach Komplexität der angebundenen Systeme aber aus technischer Sicht in seinen Bestandteilen zu berücksichtigen.

 

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Der mandantenfähige Shop auf einen Blick:

  • Strategische Vorteile und Umsatzsteigerung durch zügige Erschließung neuer Märkte
  • Aktualität und Präzision sämtlicher, relevanter Informationen für Händler und Kunde
  • Optimale Schnittstellenanbindung u.a. für Warenwirtschaftssystem und Payment-Dienstleister
  • Vollautomatisierter Transfer von Produktinformationen, Preisen, Verfügbarkeit etc.
  • Höchste Systemintegrität und Performanz
  • Unmittelbare Reaktionsmöglichkeiten auf Liefer- bzw. Lagerengpässe
  • Steigerung der Effizienz von Geschäftsprozessen
  • Aufwands- und Kostenreduktion
  • Schnellere Abwicklung und erhöhte Kundenzufriedenheit
  • Mögliche Marktplatzanbindungen und nahtlose Integration von Drittsystemen