14.07.2015

Die IT-Abteilungen in Unternehmen und Konzernen waren bisher eher autark und hatten wenig Berührungspunkte mit anderen Abteilungen. Die Digitale Transformation gibt der IT nun eine Bühne: Sie wird zum neuen Zugpferd digitaler Geschäftsmodelle. Die Budgets wachsen parallel zu den Anforderungen. Wir zeigen, worauf es jetzt ankommt und welche Aspekte Unternehmen beachten müssen, um erfolgreich in die digitale Zukunft zu starten.

Laut EHI Retail Institute liegen die IT-Budgets in deutschen Unternehmen mittlerweile bei durchschnittlich 1,24 Prozent vom Nettoumsatz. Im Jahr 2011 waren es im Schnitt lediglich 1,12 Prozent. Die IT spielt in der Digitalen Transformation eine zentrale Rolle, denn nur punktgenaue technische Services bauen die Marktposition eines Unternehmens aus und sichern so die Wettbewerbsfähigkeit.

Die Zukunft ist agil und skalierbar

Technologie denkt meist in langfristigen Prozessen. Doch Agilität und Flexibilität werden immer wichtiger. Bei sogenannten skalierbaren Geschäftsmodellen wachsen IT-Infrastruktur und Prozessabläufe analog zu den Anforderungen der Unternehmen mit. Insbesondere für den Mittelstand gibt es hier nicht nur enormes ungenutztes Potenzial, sondern auch einige Herausforderungen. Große Daten- und Web-Architekturen müssen hochperformant sein. In Zeiten von Echtzeit-Kommunikation brauchen Unternehmen blitzschnelle Server und Systeme, die die großen Datenmengen transparent und nutzbar machen. Experten gehen davon aus, dass schnelle Skalierung kombiniert mit dem richtigen IT-Einsatz branchenübergreifend einen Siegeszug feiern wird, da günstige Rechenleistungen, Sensoren und Web-Applikationen die Geschäftsmodelle und deren Kommunikation beschleunigen.

Dies sind die Merkmale erfolgreicher IT-Projekte:

     

    • Es gibt keine pauschalen, sondern nur individuelle Lösungen, die auch nachhaltig funktionieren
    • Die Skalierbarkeit einer Anwendung ergibt sich durch eine flexible, den Anforderungen angepasste und konsequent auf spätere Erweiterung ausgelegte Infrastruktur. Das kann z.B. der Einsatz von Cloud-Computing, Virtualisierung und/oder Outsourcing sein. Genausogut aber auch der Einsatz eines eher konservativen Setups bei entsprechender Anforderungslage
    • Sinnvoll ist ein guter Mix aus neuen Ansätzen und bewährten Technologien, um eine hohe Betriebssicherheit zu gewährleisten
    • Die nachhaltige Betrachtung von Sicherheit, rechtlichen Rahmenbedingungen und die Vermeidung von kritischen externen Abhängigkeiten rundet ein optimales IT-Konzept ab 

 

Zentrale Anforderungen an die IT

Der Service-Gedanke muss sich zukünftig stärker festigen. Eine serviceorientierte IT steht für Dienstleistungen und nimmt Abstand von technischen Einzelkomponenten. Auch eine erhöhte Prozessorientierung in Unternehmen wird entscheidend sein. Geschäftsprozesse müssen in einer integrierten Lösung abgebildet werden, so dass Abläufe und Strukturen von den Fachabteilungen als nützlich empfunden werden. Darüber hinaus nimmt ein erfolgreiches Talent-Management einen enorm hohen Stellenwert ein. Die richtigen Fachkräfte zu finden, wird immer schwieriger und gleichzeitig ist es einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für die kommenden Jahre.

Wichtige Aspekte der neuen IT ist die erfolgreiche Nutzung von:

     

       

      • Cloud Computing
      • Smart Data
      • Social Web
      • Mobile
      • Omnichannel
      • Datenverfügbarkeit
      • Echtzeit Marketing

       

     

Vom Multichannel zum Omnichannel in Echtzeit

Für 63 Prozent der IT-Manager ist das Thema Omnichannel, sprich die Vernetzung der bestehenden Kanäle, der aktuell wichtigste Technologietrend. Lediglich 12 Prozent aller Unternehmen betrachten die Situation im eigenen Unternehmen bereits als gut. Für die Hälfte der IT-Manager ist die wichtigste Herausforderung dabei, die Optimierung der Kanalintegration aus organisatorischer Sicht. Danach folgt die technische Systemverknüpfung, der Anbindung in „Echtzeit“ und dem Stammdatenmanagement.

Für das Omnichannel-Marketing ist eine einheitliche, transparente und verlässliche Datenbasis enorm wichtig. Setzen die Marketing-Kollegen gerade eine Kampagne zu einem bestimmten Produkt um, sollte das Callcenter darüber Bescheid wissen, um Kunden gezielt und passgenau beraten zu können. Die Vernetzung aller Kanäle in Echtzeit und die damit verbundene Zusammenführung der Daten muss technisch sichergestellt sein, um performante Marketing-Kampagnen umzusetzen. Diese technische Umsetzung können nur die wenigsten Marketing-Abteilungen ohne die IT schaffen.

Ein Beispiel: Der Kunde eines Fluganbieters interessiert sich für einen Flug von Köln nach München an einem bestimmten Datum und sucht während er im Zug sitzt auf seinem Smartphone danach. Bieten Sie ihm den Service und präsentieren ihm auf allen anderen Devices die gleiche Suchanfrage. So kann er nach Feierabend via Tablet oder Desktop PC direkt den Flug buchen.

Innovationstreiber Mobile

Dass an Mobile kein Weg mehr vorbei führt, sollte jedem spätestens nach dem jüngsten Google Update klar sein. Insbesondere mobile Anwendungen und Nutzungsszenarien bieten enormes Potenzial für Mittelständler, das jedoch erst die wenigsten erkannt haben – oder gar ausschöpfen. Für 57 Prozent der Unternehmen stehen mobile Anwendungen ganz oben auf der Liste der innovationstreibenden Technologietrends. Knapp ein Viertel der IT-Verantwortlichen beabsichtigt in naher Zukunft, ihre Mitarbeiter am PoS mit mobilen Systemen auszustatten. Mobile Payment wird von jedem vierten Befragten als Erfolgsfaktor bewertet. Als Vorteile mobiler Systeme sehen viele Händler vor allem die Beschleunigung des Kassiervorgangs sowie Potenziale in der Verbindung mit Kundenbonusprogrammen und händlerspezifischen Apps.

Marketing ohne IT? Undenkbar.

In den meisten Firmen sind IT und Marketing noch immer zwei getrennte Bereiche ohne Überschneidungspunkte. Laut einer Gartner-Studie wirkt sich eine enge Zusammenarbeit der beiden Units direkt auf den Unternehmensumsatz aus: Wer jetzt seine IT neu strukturiert, wird bis 2018 einen um 25 Prozent höheren Return on Marketing Technology Investment erzielen können. Die digitale Transformation verändert auch das klassische Berufsbild eines Marketing-Entscheiders in hohem Maße: 73 Prozent der deutschen Chief Marketing Officer definieren das Anforderungsprofil eines jeden Marketers vor allem anhand technologischer Expertise.

Marketing technisch denken – das stellt viele Kreative vor eine Hürde. Das Marketing von heute ist auf die IT angewiesen. Ohne Digital-Expertise geht nichts mehr. Während man früher in den Marketing-Abteilungen Printanzeigen gebucht, TV-Formate geplant oder Events organisiert hat, ist heute weitaus mehr Know-how gefragt. Marketing Technologisten, mit umfangreichem Digital-Wissen sind gefragter denn je.

Tipps für Ihr Marketing-IT-Projekt:

IT und Marketing müssen enger zusammenarbeiten.

Gemeinsame Projekte und Jour-fixe ins Leben rufen, Ziele klar definieren und einen zentralen Ansprechpartner bereitstellen, der alles koordiniert.

Fokussieren Sie auf die Bedürfnisse der Kunden.

Welche Technologien braucht er wirklich. Welche nutzt er tatsächlich? Was kann optimiert werden? Kann eine App oder eine eigene Community möglicherweise Mehrwert für unsere Kunden bieten?

Digitalisierung im Change Management verankern.

Wer Digitalisierung als reines ToDo von vielen ansieht, wird mittelfristig das Nachsehen haben. Sehen Sie die Digitalisierung als das was sie ist: Eine enorme Herausforderung für Unternehmen, die nicht durch vereinzelte Leuchtturm-Projekte zu bewältigen ist.

Machen Sie Daten einheitlich und zugänglich. Die gleiche Datenbasis im IT und Marketing ist die Basis zum Erfolg. Schlechte Datenqualität und Silospeicherung sind nicht mehr wettbewerbsfähig. Das konkrete und transparente Wissen um den Kunden und seine Bedürfnisse.

Technologien kennen und implementieren. Bevor Sie sich für die Integration einer neuen Technologie, Applikation oder Service entscheiden, sollten Sie Spezifikationen, Vor- und Nachteile genau kennen. Nur wer weiß, wie eine Technologie oder ein Kanal funktioniert, kann Entscheidungen treffen. Auch hier ist die IT der erste Ansprechpartner. Zusammen mit professionellen Dienstleistern wie TWT können Sie die gesamte Bandbreite des Digital-Erfolgs erschließen.

Prozesse automatisieren. Automatisierungstools sind bislang kaum bekannt, dabei bietet Marketing-Automatisierung hohes Einspar- und Umsatz-Potenzial. Setzen Sie sich mit Marketing-Automatisierung auseinander und finden Sie die passende Lösung für Ihr Unternehmen.

Bilden Sie Ihr Team weiter. Ein umfassendes Technik-Wissen ist auch für Marketingentscheider wichtig. Zwar kennen sich die meisten Marketeer mit einem Spezialgebiet gut aus, aber können das Große Ganze nicht abschätzen. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter regelmäßig und bringen Sie IT-Wissen in die Marketing-Büros. So sind Sie fit für die Digitale Revolution.

Fazit

Das E-Mail-Marketing lebt durch Mobilfähigkeit, Smart Data und die Integration neuer Personalisierungsmechanismen. Mobile Werbung, die über Programmatic Buying gebucht wird, entwickelt sich vom Nice-to-have zum State-of the Art und jede einzelne Werbeeinblendung wird mittlerweile automatisch auf das Profil jedes Users angepasst und in Echtzeit ausgespielt. Machen Sie Ihre IT heute fit für die Welt von morgen. Wir unterstützen Sie.