19.05.2015

Marketingverantwortliche tun gerade alles, um sich adäquat auf das Nutzerverhalten der Generation Y einzustellen. Dabei wird in naher Zukunft eine ganz neue Zielgruppe interessant: die Generation Z. Für Marketeer ist die jüngste Generation eine neue Herausforderung und gleichzeitig stellt sie die Zielgruppe von morgen dar. Was also anstellen mit dieser Generation “always on”? Wir haben interessante Zahlen und Tipps im Überblick.

Internet of Things

Die nach dem Jahr 2000 Geborenen haben einen gänzlich anderen Zugang zu digitalen Medien, als alle Generationen zuvor. Für sie ist das Internet so selbstverständlich wie die Sonne am Himmel und die mobile Vernetzung so allgegenwärtig wie die Luft zum Atmen.

Bereits heute ist die Generation Z für knapp 44 Milliarden US-Dollar Einkaufsvolumen im Jahr verantwortlich und die Internetnutzungsrate bei den 14-19-Jährigen liegt bei satten 100 Prozent (ARD/ZDF Onlinestudie). Im Vergleich: bei den über 60-Jährigen sind es lediglich 45 Prozent. Aus diesem Grund ist es dringend nötig, dass sich Marketeer mit der richtigen Zielgruppenansprache beschäftigen.

Eine neue Phase der Medienkonvergenz ist erreicht

Ein verändertes Userverhalten bedeutet immer auch eine Veränderung im Marketing. Richtlinien, die noch vor wenigen Jahren gegolten haben, sind heute obsolet. Lange Zeit hielt sich der Usability-Mythos, dass Internetnutzer nicht scrollen. Dies hat vor 10 Jahren noch gestimmt, heute aber nicht mehr. Die Menschen verändern sich mit den Medien, die sie nutzen und lernen dazu. Das Innovationstempo steigt und die Abstände zwischen immer neuen Devices werden geringer. Unternehmen müssen funktionierende Strategien integrieren, um auf das rasante Tempo zu reagieren und mit dem Wettbewerb mithalten zu können.

Mediennutzung ist zielgerichtet und kontextgebunden

Die Studie “Trend Tracking Kids” zeigt, dass für die jüngste Generation der Fernseher nicht mehr auf Platz 1 des beliebtesten Mediums rangiert. Klassische TV-Konzepte und -Formate werden von 14-19-Jährigen eher selten genutzt, während YouTube und Streaming-Dienste wie Netflix hoch im Kurs stehen. Die Mediennutzung ist sehr zielgerichtet und kontextgebunden. Die junge Generation kann werblichen viel deutlicher von nicht werblichem Inhalt trennen. Daher ist es entscheidend, passende Werbeformate, wie z.B. Native Advertising oder relevanten Content anzubieten.

Produkte müssen an die mobile Wirklichkeit der Kunden angepasst werden

Apps sind heutzutage viel mehr als nur ein ergänzendes Feature im Kommunikations-Mix von Unternehmen. Sie sind eigenständige Produkte und sollten auch als solche geplant und umgesetzt werden. Das erste iPhone kam 2007 auf den Markt und seitdem haben die Nutzer gelernt, Apps zu bedienen und ihren Mehrwert einzuschätzen.

Der PoS wandelt sich zum Showroom

Die Generation Z nutzt den Offline-Handel anders, als die Baby Boomers oder die Generation Y es tut. Das Ladengeschäft ist für sie vielmehr ein Showroom und eine Quelle der Inspiration, als ein Ort, an dem sie Produkte kaufen. Hier gibt es die Möglichkeit, ein Gefühl für die Marke zu erhalten und den gewünschten Artikel anzufassen. Preise verglichen und gekauft wird dann online.

5 Tipps für eine gelungene Zielgruppenansprache der Generation Z:

     

  • Verstehen Sie Ihre Zielgruppe
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Lernen Sie die Generation Z genau kennen und verstehen Sie deren Verhalten. Versuchen Sie nicht altbekannte Prinzipien, auf die junge Zielgruppe zu übertragen.

     

  • Seien Sie am richtigen Touchpoint
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Händler am PoS müssen nicht nur digitale Elemente in ihren Shop integrieren, sondern auch neue Online-Services anbieten und ihr Geschäft auf allen Kanälen optimal zugänglich zu machen.

     

  • Bleiben Sie mobilfähig
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Texte und Videos für die mobile Nutzungssituation sollten kürzer und pointierter gestaltet sein, als am Desktop.

     

  • Bieten Sie den richtigen Content an
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Nutzen Sie Content Marketing, Native Advertising und prüfen Sie, ob für Ihr Unternehmen Accounts bei neuen Plattformen wie Vine, Tumblr oder Meerkat in Frage kommen.

     

  • Haben Sie die richtigen Medien im Fokus
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Wer für die Generation Z Marketing betreiben möchte, der muss das Smartphone als zentrales Element der Customer Experience betrachten.

Fazit

Eine große Hürde, die alle Marketeer nehmen müssen, ist, mit der Ungeduld der Generation Z richtig umzugehen und ihnen passgnaue Inhalte zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kanal zu bieten. Die Generation “Always-on” wird unsere Branche auch weiterhin entscheidend prägen und verändern. Wenn Sie bereits heute die richtigen Konzepte für Ihre Kunden von morgen finden möchten, kommen Sie auf uns zu. Gemeinsam mit Ihnen finden wir die passende Lösung.