20.04.2015

Kaufabbrecher zurückzugewinnen ist für Retailer jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung. Ob technische Probleme, fehlende Zahlungsoptionen oder nicht lieferbare Artikel: Die Gründe für den Kaufabbruch können vielfältig sein. Dennoch lassen sich viele potenzielle Kunden zurückgewinnen – mit den passenden Remarketing-Maßnahmen via E-Mail.

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Die E-Mail zählt zu den wirksamsten Mitteln im Remarketing. Durch ein sofortiges Anschreiben des Kunden lassen sich 30 Prozent der potenziellen Käufer zurückgewinnen, so t3n. Die Betonung liegt hier tatsächlich auf “sofort”, denn die Zeit ist der bedeutendste Faktor beim Remarketing. Die ersten 12 Stunden entscheiden, ob ein Kaufabbrecher zum Online-Shop zurückkehrt. Das Interesse am Produkt ist in dieser Zeit noch groß, so dass Händler die Brücke zu dieser Kaufabsicht ideal schlagen können.

So sollte eine Remarketing-Mail aufgebaut sein

Die Erinnerungs-Mail rückt das Anliegen klar in den Fokus. Unternehmen haben hier die Chance, in den Dialog mit den Kunden zu treten. Daher sollte der Verkaufsgedanke nicht im Vordergrund stehen. Stattdessen ist eine persönliche Ansprache Trumpf, sodass sich der Warenkorbabbrecher direkt angesprochen fühlt.

Auf weitere wichtige Elemente sollten Retailer innerhalb der E-Mail achten:

  • Die E-Mail ist nicht grafiklastig: Überladen Sie den Newsletter nicht mit grafischen Elementen und stellen Sie den Service-Gedanken in den Vordergrund.
  • Die E-Mail enthält den vollen Namen des Adressaten: Überzeugen Sie durch freundliche und direkte Ansprache.
  • Die E-Mail enthält keine Rabatte: Belohnen Sie Warenkorbabbrecher nicht mit einem Sofort-Rabatt. Erinnern Sie den Adressaten an sein ursprüngliches Interesse und bieten alternative weitere Produktvorschläge an.
  • Integrieren Sie einen Link zurück zum Warenkorb: Trivial, aber dennoch wichtig. Verlinken Sie auf die Landingpage, die der Kunde verlassen hat. So erhält der Nutzer direkt einen Überblick über seine Produkte im Warenkorb.

Damit Remarketing-Mails an Kaufabbrecher verschickt werden können, bedarf es gewisser Voraussetzungen: die Identifikation des Besuchers inklusive seiner E-Mail-Adresse. Shop-Betreiber sollten daher bei der Anmeldung von Neukunden oder bei Gastbestellungen die E-Mail-Adresse und Anrede des Nutzers abfragen, um im Nachgang überhaupt personalisierte Nachrichten und Trigger-Mails versenden zu können.

Der Kaufabbruch als Chance

Händler sollten Kaufabbrecher aus einem positiven Blickwinkel betrachten, denn die potenziellen Umsatzbringer haben die Kaufabsicht bereits bewiesen. Das Hindernis lag mit aller Wahrscheinlichkeit im komplexen Weg bis zum Kaufabschluss. Mit Remarketing-Programmen, die sich auf Warenkorbabbrecher fokussieren, lassen sich laut Forrester bis zu 40 Prozent des Gesamtumsatzes generieren. Wir unterstützen Sie gerne mit der richtigen Technologie bei einer durchdachten Retargeting-Kampagne. Sie fragen, wir antworten.