22.04.2010

Abgebrochene Online-Bestellungen sind für E-Commerce-Unternehmen ein Problem. Die hieraus resultierenden Chancen für eine gelungene Kundenkommunikation wurden bisher vernachlässigt. 

Re-Targeting wird als neues Analyse-Tool eingesetzt. Dabei wird bei Abbruch eines Kaufvorgangs das Verhalten des Kunden analysiert und dient als Grundlage für eine gezielte Kundenansprache.

Re-Targeting soll nicht nur die abgebrochenen Bestellungen reduzieren, sondern auch eine Verbindung zwischen Kunden und Unternehmen aufbauen. Im Gegensatz zum klassischen Marketing wird Re-Targeting jedoch als Service-Leistung empfunden.

Marketing-Management-Software liefern beim Re-Targeting nicht nur Informationen darüber wieso der Kunde einen Kaufvorgang nicht beendet hat, sondern auch den Anlass für nachfolgende Kundenansprachen. Eine passende Marketing-Software analysiert die gewonnenen Informationen und führt die entsprechenden Re-Targeting-Aktionen aus.

Insbesondere bei der Serviceleistung für Bestandskunden bietet das Re-Targeting deutliche Vorteile. Ein praktisches Beispiel zeigen technische Probleme während des Bestellvorgangs. Hier kann das  Unternehmen mit einer automatisierten Kontaktaufnahme via E-Mail dem potentiell verlorenen Umsatz entgegenwirken. Zusätzlichen Kaufanreiz können Gutscheine oder Nachlässe erzeugen. Durch die Möglichkeiten des Re-Targeting, liefern Unternehmen ihren Kunden ein zusätzliches Service. Gleichzeitig kann so die Konversionsrate im Online-Shop beträchtlich gesteigert werden.

 

Tipps und Tricks für das richtige Re-Targeting:

  • Alarm-Funktion: Besteht Interesse an einem Produkt im Online-Shop und der Bestand geht zur Neige, kann das Unternehmen den Kunden darüber informieren und somit den Kauffanreizt steigern. Ist eine Re-Targeting Software im Online-Shop integriert, kann eine E-Mail automatisch an den Kunden gesendet werden.
  • Service im Re-Targeting: Ein Anruf im Kunden-Center sollte mit einem Mehrwert für den Kunden verbunden sein. Der Mitarbeiter kann den Käufer beispielsweise telefonisch bei der Auswahl eines Produktes unterstützen. Bietet der Mitarbeiter noch dazu an, den Kunden Schritt für Schritt durch den Bestellprozess zu führen, schafft das Unternehmen einen Mehrwert.
  • Timing: Informative und unterstützende E-Mails, die automatisch nach einem Kaufabbruch an den Kunden versendet werden, können das Fortsetzen eines Einkaufs mit sich führen.
  • Priorisieren: Das Unternehmen kann die Kundenkommunikation nach Medium Telefon und E-Mail unterteile. Kunden, die mehrfach und viel einkaufen, sollten telefonisch angesprochen werden. Personalisierte E-Mails sind das richtige Instrument, um Kunden anzusprechen, die nur selten oder wenig einkaufen.