22.11.2018

Immer mehr KI-Anwendungen finden in der Humanradiologie Einsatz. Dem haben sich das israelische Calit Health System und das Analytikunternehmen Zebra Medical Vision angenommen und die KI-Technologie näher untersucht. 

Verbesserte Risiko-Klassifizierung

Das Ergebnis: Wurde die KI mit bestehenden vorausschauenden und diagnostischen Bildern kombiniert, konnte sie sowohl die Sensitivität als auch die Spezifität der klinischen Vorhersagen verbessern. Im Falle von kardiovaskulären Computertomographie-Scandaten zeigte sich eine um 4,5 Prozent genauere Risiko-Reklassifizierung. Bei osteoporotischen Frakturen führten die aus der KI abgeleiteten Risikoscore ebenfalls zu besseren Ergebnissen als bei bestehenden prädiktiven Maßnahmen. 

Datensatz unterstützt Vorhersage

Der Grund: Die kardiovaskuläre KI greift auf alle Studien zurück, die routinemäßig mit dem Brust-CT durchgeführt wurden. Sie nutzt für die Diagnose somit eine breite Datenpalette. Dies ermöglicht es, genauere Vorhersagen über zukünftige Gesundheitsereignisse zu treffen.  

Technologie ergänzt Know-How von Ärzten

Bei der Untersuchung und Diagnose von Krankheiten dient die Technologie zunehmend als "zweites Augenpaar". Zudem kann sie nicht-spezialisierte Ärzte ergänzen. Basierend auf den Ergebnissen können die Mediziner weitere Tests in der Primärversorgung anstelle einer invasiven Untersuchung durchführen.

Insgesamt hilft KI, kleine Veränderungen zu erkennen, die selbst ein trainiertes Auge übersehen kann. Auf Grundlage einer breiten Datenbank ist es möglich, vermeidbare Krankheiten vollständig abzuwenden oder zumindest bevor sie ernsthaft und kostspielig werden.