21.08.2018

Die Begeisterung für Gaming in Deutschland wächst ständig: 3,3 Milliarden Euro wurden vergangenes Jahr für Spiele, Konsolen, Soft- und Hardware ausgegeben. Den Löwenanteil macht mit 55 Prozent der Kauf von Computer- und Videospielen für PC, Spielekonsolen und Mobilgeräte aus, insgesamt 1,22 Milliarden Euro. Dabei entfallen nur ca. 5 Prozent des Umsatzes auf Hersteller aus Deutschland, Tendenz fallend. Eine der bekannten Ausnahmen ist die Firma BlueByte aus Düsseldorf, Hersteller der “Anno”-Reihe. Der neueste Titel “Anno 1800” will an den großen internationalen Erfolg der Reihe anknüpfen. In dem Strategiespiel muss aus einer kleinen Siedlung im Zeitalter der Industrialisierung eine pulsierende Metropole zu erschaffen werden. 

Leider ist die Erkenntnisse über die Relevanz der Gaming-Branche hierzulande noch nicht in Politik und Wirtschaft durchgedrungen. Obwohl Millionen Menschen Videogames auf dem Smartphone oder der Konsole spielen, kommen die dominanten Hersteller überwiegend aus den USA und Asien. Daher fordert die deutsche Gaming-Branche finanzielle Förderungen. 

Immerhin scheint der eSports aus dem Nischendasein raus zu kommen, wie beispielsweise der Spobis Gaming & Media im Vorfeld der Gamescom zeigt. Nicht nur Vertreter der Gaming-Branche, sondern auch Verbände und Fussballvereine wie Eintracht Frankfurt oder der 1. FC Köln treffen sich hier zum Austausch. Vorträge wie “Neue Geschäftsmodelle, Stadionerlebnis, Start-Ups – das digitale Selbstverständnis von Eintracht Frankfurt” oder “SAP auf neuen Wegen im eSport: Learnings aus den ersten Monaten als Clan-Sponsor” zeigen die Relevanz von eSport weit über die Gaming-Branche hinaus. 

Die Sponsoring-Bemühungen von SAP zeigen: die Gamescom ist auch ein wichtiger Platz für Recruiter, denn viele fähige junge Software- oder Hardware-Experten sind oftmals auch begeisterte Gamer und auf der Messe unterwegs, um die neuesten Trends zu erspähen und Kontakte zu knüpfen.