02.01.2019

Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet neue Wege, das Kundenerlebnis zu optimieren. Schöpfen Einzelhändler dieses Potential bereits völlig aus? Einsparungen soll es über 300 Milliarden US-Dollar geben, so das Capgemini Research Institute. Diese Summe stelle sich ein, sofern Händler KI-Anwendungen über die gesamte Lieferkette hinweg skalieren. Die meisten aktuellen KI-Projekte im Handel eignen sich jedoch nicht für eine Implementierung an mehreren Standorten. 

Für die Studie “Retail superstars: How unleashing AI across functions offers a multi-billion dollar opportunity” wurden im August 2018 400 global tätige Handelsunternehmen vom Capgemini Research Institute befragt. Die Handelsunternehmen in den USA, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, China, Indien, Italien, Spanien, Schweden und den Niederlanden haben alle bereits KI-Anwendungen im Einsatz. 

Deutlich wird, dass Einzelhändler, die KI anwenden, acht Mal häufiger an hochkomplexen Projekten arbeiten. Zu den treibenden Kräften hinter den aktuellen KI-Implementierungen zählen: 

  • Kosten (62%)
  • ROI (59%)
  • Kundenerfahrung (10%)
  • Kunden “pain points” (7%)

Künstliche Intelligenz ist in der Praxis angekommen

Viele Händler nennen als Einsatzbeispiel Artificial Intelligence für Beschaffungsaufgaben, die Verwendung von Bilderkennungsalgorithmen zur Diebstahlerfassung am Point of Sale oder eine optimierte Lieferkette. Fakt ist: Künstliche Intelligenz ist in der Praxis angekommen. Die Zuversicht der Händler war jedoch 2017 deutlich höher als heute. Viele Händler haben erkannt, dass sie noch nicht über die nötigen Kompetenzen verfügen, um KI-Anwendungen effizient einsetzen zu können. Der Rückgriff auf externe Dienstleister und Experten der Technologie nimmt zu. Acht von zehn Einzelhändler waren 2017 noch zuversichtlich, dass ihr Datenökosystem für die Implementierung der KI bereit ist. In der aktuellen Studie ist dieser Wert auf 55 Prozent gesunken.