15.01.2018

Eine der wichtigsten ersten Schritte bei der Notfallhilfe ist die Erkennung des Herzinfarkts. Dies geschieht im Normalfall über die Notrufzentrale. Hier müssen die Notfallhelfer am Telefon in Echtzeit die charakteristischen Symptome wie massives Engegefühl und starkes Brennen richtig einordnen. 

Corti kombiniert verschiedene Datenquellen

In Kopenhagen erhält die Notrufzentrale jetzt Unterstützung von künstlicher Intelligenz. Der Assistent namens Corti läuft im Hintergrund und gibt dem menschlichen Notfallretter Alarmsignale, wenn sich Anzeichen für einen Herzinfarkt ergeben. Dazu gehören die Informationen aus der Kommunikation mit dem Anrufer, aber auch Hintergrundgeräusche wie die typischen Atemgeräusche eines Herzinfarktpatienten. 

Massive Steigerung der Erfolgsquote

Durch den Einsatz der künstlichen Intelligenz ließ sich die Erkennungsrate in Kopenhagen von der bereits guten Quote von 73 Prozent auf 95 Prozent steigern. Ein weiterer Pluspunkt: Corti basiert auf maschinellem Lernen und entwickelt sich mit der Anzahl der Fälle kontinuierlich weiter. Das System ist damit ein gutes Beispiel, wie künstliche Intelligenz im Zusammenspiel mit dem Menschen für echten Mehrwert sorgt, der in diesem Fall sogar Leben retten kann.