13.02.2013

Die digitale Revolution ist nicht aufzuhalten. Sie hat bereits die Musikindustrie umgeworfen, den Buchmarkt umgekrempelt und macht einigen Tageszeitungen zu schaffen. Die sogenannte Digital Business Transformation ist noch längst nicht abgeschlossen, sondern weiter auf dem Vormarsch. Sie wird in den kommenden Jahren zu einem kontinuierlichen Prozess heranwachsen, der immer mehr Märkte erfassen wird. Wie Sie Ihre digitale Markenführung erfolgreich umsetzen können, zeigt unser Leitfaden.

Eine gute Markenführung entwickelt langfristige Werte und Charaktereigenschaften einer Marke und kommuniziert diese an relevante Zielgruppen. Digitale Medien bieten im Rahmen integrierter Kommunikationsansätze einzigartige Möglichkeiten, jeden Kunden individuell anzusprechen, ihn in seinem Verhalten und seinen Vorlieben entsprechend zielgenau abzuholen, ihm interaktive Erlebnisse und einen Dialog auf Augenhöhe zu bieten.

Digitale Markenführung

In der heutigen mobilen Welt bleibt die Pflege des Online-Auftrittes nach wie vor immens wichtig. Die Marke muss im Internet gepflegt, genährt und auf Hochglanz poliert werden, um die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, in der großen weiten Online-Welt präsent zu sein und seine Informationen und Produkte ins rechte Licht zu rücken. Denn offene und konsumorientierte Mediennutzer suchen gezielt nach Angeboten der ihnen vertrauten Marken, die in ihren Alltag passen und einen Mehrwert bieten.

Beständige Verwaltung ist das A und O

Markenauftritte auf Facebook, Blogs, YouTube und Twitter gehören bereits zum obligatorischen Standard. Dort lassen sich Markenbotschaften konstant streuen und erreichen eine Vielzahl von Menschen. Um dies zu ermöglichen, bedarf es einer beständigen Verwaltung. News twittern, auf Facebook-Kommentare antworten, Newsletter-Abonennten gewinnen oder die Resonanz auf Blog-Beiträge prüfen: Vor allem Social Media hat unseren Alltag in die digitale Sphäre gehievt. Ihre Kunden sind permanent auf dem Smartphone online und kontrollieren ihre Profile und E-Mail Accounts. Dieses Potenzial können Sie aber nur mit einem steten Content-Management abrufen, denn Unwissenheit im digitalen Business wird von den Usern direkt bestraft und Sie verlieren sie an die Konkurrenz.

Nur wer bei Google gefunden wird, ist sichtbar

In der digitalen Markenführung gehört ein hohes Ranking bei Google zum Non-Plus-Ultra. Wenn Sie nicht von Suchmaschinen gefunden werden, können Sie auch genauso gut “unsichtbar” bleiben. In einigen Branchen fallen Kaufentscheidungen bis zu 90 Prozent während der Online-Recherche. Der heilige Gral ist dabei ein sehr gutes Google-Ranking.

 

Welche Handlungsanweisungen Sie für die digitale Markenführung befolgen sollten, lesen Sie hier im Überblick:

  • Erstellen Sie ein Konzept: Bevor Sie Ihre Marke online positionieren können, müssen Sie sich ein Konzept mit passender Strategie überlegen. Kopflos in die Welt von Social Media & Co. einzutauchen, bringt Sie nicht weiter. Überlegen Sie: Auf welchen Kanälen kann und will ich meine Zielgruppe ansprechen? Wo befinden sich potenzielle Markenbotschafter? Welche Ressourcen stehen zur Verfügung, um Blogs und andere Kanäle zu befüllen?
  • Pflegen Sie Ihre Website und Blogs: Ein aktueller und gepflegter Website-Auftritt ist das erste Aushängeschild Ihrer Marke. Kunden recherchieren zunächst auf dem Web-Auftritt des Unternehmens, um sich über Dienstleistungen, Produktneuerungen und andere News zu informieren. Halten Sie daher immer neue Inhalte für Ihre Kunden bereit. Dies gilt auch für den Unternehmens-Blog. Wenn Sie einen Blog führen, sollten Sie hier ebenfalls wöchentlich Artikel publizieren. So bieten Sie Usern einen Grund, immer wieder auf Ihren Auftritt zurückzukehren.
  • Seien Sie aktiv auf Social Media-Kanälen: Halten Sie sich dort auf, wo Ihre Kunden auch sind. Und das ist im Social Web. Lassen Sie Ihre Kunden über Ihre Marken auf dem eigenen Facebook-Profil sprechen. Oder zeigen Sie Kunden ihre schönsten Produktbilder auf Pinterest. Social Media gehört zur digitalen Markenführung dazu. Denn die Marke ist, was die Kunden über die Marke sagen.
  • Bieten Sie Mobile Websites und Apps an: Die mobile Internetnutzung nimmt nicht nur immer mehr zu, sondern generiert auch enorme M-Commerce Umsätze. Optimieren Sie Ihre Website oder Ihren Online-Shop daher für mobile Endgeräte, um Usern ein optimales Surfvergnügen zu ermöglichen. Durch eine eigene App, können sich Kunden z.B. mit Ihrer Marke ortsungebunden befassen. Als Goodie können mobile Nutzer per App über Angebote und andere Aktionen auf dem Laufenden gehalten werden.

Hören Sie auf zu kontrollieren

Marketing-Entscheider müssen sich von dem Gedanken trennen, dass sie eine Marke gänzlich steuern oder inszenieren können. In der digitalen Kommunikation, in der dank Twitter, YouTube und Facebook jeder Internetnutzer ein Massenmedium ist, können Entscheider die Marke nicht mehr komplett kontrollieren. Unternehmen, die in der  Markenkommunikation lügen und übertreiben, werden von den Usern schnell entlarvt. Treten Sie daher in einen Dialog mit Ihren Kunden, um auf individuelle Vorlieben einzugehen. Ehrliche, interessante, offene und relevante Kommunikation macht Ihre Marke stark und wertvoll.