28.09.2012

Überwältigende 96 Prozent der Internetnutzer haben schon einmal online einen Kauf getätigt. Das zeigt den hohen Stellenwert, den eCommerce, und mittlerweile auch die kleine Schwester mCommerce, in der digitalen Wirtschaft einnehmen. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. Fühlt sich ein Kunde in einem anderen Shop besser aufgehoben, wird er zukünftig vermutlich eher dort einkaufen. Um Interessenten zu halten, muss ein guter Warenkorb übersichtlich sein und sich gleichzeitig harmonisch ins Design einfügen.

 

Eine gute Usability im Bestellprozess ist die beste Voraussetzung um Warenkorbabbruch in Ihrem Shop zu vermeiden. Einem Kunden, der eine feste Kaufabsicht hat und möglicherweise bereits Produkte in den virtuellen Einkaufskorb gelegt hat, sollte die „letzte Hürde“ so einfach wie möglich gemacht werden. Die Erfüllung von Erwartungen und die Einhaltung von Standards sind das A und O, um Kunden ohne Irritation zum Checkout-Prozess zu führen. Abbrüche im Warenkorb können jedoch nie gänzlich vermieden werden. Auch hochoptimierte Internet-Shops haben mit dem Phänomen zu kämpfen.

 

 

Mithilfe unseres Leitfadens, können Sie Ihren Warenkorb optimieren:

  • Machen Sie explizite Angaben zur Lieferbarkeit der jeweiligen Artikel. Studien zeigen, dass die Nennung der Liefarbarkeit den Bestellabschluss positiv beeinflusst.
  • Kunden mögen Service und Beratung: Bieten Sie Kontaktmöglichkeit und eine Hilfe-Option in Ihrem Warenkorb. Auch das Einbinden von FAQs bietet dem Käufer zusätzlichen Halt und suggeriert Sicherheit. Bisher hat sich in Usability-Studien noch kein fester Platz für diese Informationen identifizieren lassen. Probieren Sie die beste Position für sich aus!
  • Vermeiden Sie, wenn möglich, Cross- & Up-Selling-Maßnahmen im Warenkorb. Der Kunde hat sich bereits für ein Produkt entschieden und sollte nicht mehr unnötig abgelenkt werden.
  • Gütesiegel, Bewertungen und Testurteile sind Lieblinge von Online-Shoppern. 80 Prozent stützen ihre Kaufentscheidung auf Kundenbewertungen und immerhin zwei von drei Nutzern stufen die Relevanz von Gütesiegeln für ihre Kaufentscheidung als hoch ein. Bauen Sie Hinweise auf Auszeichnungen oder andere Rezensionen, die ihre Kompetenz hervorheben, in Ihren Warenkorb ein.
  • Weisen Sie auf das Rückgaberecht und mögliche Versandkosten hin. Anfallende Gebühren müssen für den Warenkorb-Nutzer immer eindeutig ersichtlich sein.
  • Keep it simple: Zeigen Sie Unwichtiges gar nicht erst an und reduzieren Sie Ihren virtuellen Einkaufskorb auf die relevanten Inhalte.
  • Schaffen Sie Platz, indem Sie deutliche Abstände zwischen den Elementen einbauen. Scheinbar geordnete Dinge werden als leichter wahrgenommen. Trennen Sie also ganz konkret Header und Navigation vom Warenkorb. Streichen Sie animierte Bausteine – das lenkt ab.
  • Shopbetreiber, die lediglich einen Artikel im Angebot haben, sollten sich über die Nützlichkeit eines Warenkorbs Gedanken machen. Möglicherweise ist diese Funktion überflüssig und der Käufer kann direkt in den Checkout-Prozess geleitet werden.

Kognitionsforscher belegen, dass der Mensch nach Informationen sucht, die seinen Erwartungen und Erfahrungen am nächsten kommen. Entsprechen Strukturen und Funktionen dem, was der Nutzer schon kennt, werden sie als „ungefährlich“ angesehen. Schon kleine Abweichungen können kurzzeitig irritieren und so verunsichern, dass der Prozess abgebrochen wird. Gestalten Sie den Warenkorb erwartungskonform und fördern Sie so das Vertrauen und ein positives Kauferlebnis.