25.10.2016

Was ist die HTC Vive?

Die HTC Vive ist ein Virtual-Reality-Headset, welches seit April 2016 auf dem Markt ist. Die Vive ist aus der Zusammenarbeit von Valve und HTC entstanden. Circa 900 Euro kostet der Spaß mit der VR-Brille. Um in die virtuelle Welt zu starten, benötigt es mindestens einen PC mit einem Intel Core i5 der vierten Generation oder einem AMD FX 8350, mindestens 4 GByte RAM und einer Nvidia GeForce GTX 970 beziehungsweise AMD Radeon R9 290.

Und los geht’s: Ich bekomme die HTC Vive aufgesetzt, dazu beide Controller in die Hand gedrückt und Kopfhörer auf – für das komplette virtuelle Erlebnis. Zur Interaktion bieten die Controller ein kreisrundes Touchpad für den Daumen sowie eine Menü- und Optionstaste. An der Unterseite befindet sich ein Trigger, den man mit dem Zeigefinger bedient.
Die Koordination ist für mich erstmal gar nicht so leicht. Wofür war nochmal der Trigger? Aha, damit kann ich nach Sachen greifen. Nach den ersten Versuchen klappt es schon besser und mein Kollege hat noch Geduld mit mir.

The Lab – “WOW”

Mein virtueller Ausflug führt mich zu “The Lab”. Dort lässt sich in acht verschiedenen Mini-Spielen und Demos die virtuelle Welt erkunden. Ich betrete also das Labor, welches irgendwo im Portal Universum erbaut wurde und kann mich darin bewegen. An allen Ecken befinden sich die virtuellen Erlebnisse.

Meine Aufgaben: Eine Burg verteidigen mittels Bogenschießen, das Weltall erkunden, in den Bergen Washingtons wandern und noch vieles mehr.
Die erste Hürde: Virtuell springen. Dass ich dabei nicht mitspringen muss, sondern mich mit dem Controller frei bewegen kann, ist mein erstes Learning. Gesagt getan, doch was macht dieses Gitter vor meinem Gesicht? Dieses darf ich nicht überschreiten, denn ansonsten würde ich mich nicht mehr in der VR-Zone aufhalten. Na gut!

In den Gängen des Labors befinden sich Kugeln, mit denen man unterschiedliche VR-Welten betreten kann. Diese Kugel heißt es mit dem Controller zu greifen. Mit ein bisschen Geduld klappt auch das und ich finde mich in einem Gebirge wieder. Dort kann ich lustig hin- und herspringen. In Verzückung gerate ich, als ein Hund um meine Beine streift – und schon werden die Weiten der Berge zur Nebensache. Nichtsdestotrotz fühlt es sich atemberaubend an von Stein zu Stein zu springen und die Aussicht in Postcards zu genießen.
Nun möchte ich was spielen und mein (nicht-vorhandenes) Können unter Beweis stellen.
Der Auftrag: Mit dem Controller ein kleines Raumschiff aufheben und Aliens abwehren, die von allen Seiten das Raumschiff angreifen wollen. Leichter gesagt als getan: Meine Arme sind nicht schnell genug, um alle Alien-Invasoren abzuwehren. Mein virtueller Raumschiff-Tod ist schnell besiegelt. Für ein Erfolgserlebnis verlasse ich das Game und widme mich lieber dem Bogenschießen zu. Toll, das wollte ich schon immer mal lernen. Im Minigame “Longbow” muss ich meine eigene Burg verteidigen. Von einem Turm aus ziele ich dafür mit Pfeil und Bogen auf eine Armee voller Strichmännchen. Den Bogen zu spannen – na gut, das klappt nicht auf Anhieb. Aber bald habe ich sprichwörtlich den Bogen raus und treffe gekonnt die ersten Strichmännchen. Zur Verteidigung der Burg fehlt dann doch noch etwas – aber eine Person gegen eine ganze Armee ist auch ganz schön ungerecht.

Als nächste Station locken mich die Planeten. In “Solar Systems” findet sich ein Modell unseres Sonnensystems und ich muss sagen, dies ist mein absolutes Highlight meines VR-Ausflugs. Als ich mich in der Galaxie wiederfinde bin ich wirklich “geflashed”. Einzelne Planeten lassen sich aufheben und durch das All schleudern. Die Planeten werden originalgetreu abgebildet. In der einen Hand halte ich den Saturn; in der anderen Hand die “kleine” Erde. Kurzerhand schleudere ich unseren Planeten in die Sonne. Die virtuelle Welt lässt mich ganz schön grausam werden.



Mit der HTC Vive bin ich wirklich komplett abgetaucht. Die Liebe zum Detail ist sehr deutlich geworden und für mich als absolute Anfängerin war es eine gelungene Einführung in die VR-Technologie. Je größer der Tracking-Bereich für mich war, wie auf den Klippen, desto freier habe ich mich gefühlt.
Nach meinem VR-Ausflug bin ich aber auch ganz schön erschöpft und muss die ganzen Eindrücke erstmal verarbeiten. Eine längere VR-Session ist wie Sport und hat mit Zocken von der Couch aus so gar nichts zu tun. Ich bin auch sehr froh, dass ich die sprichwörtliche Simulator-Krankheit nicht bekommen habe.

Sind auch Sie an den Entwicklungen der virtuellen Welt interessiert? Kommen Sie gern auf uns zu.

(Autorin: Sarah Janczura, Online-Redakteurin TWT Interactive GmbH)