11.03.2014

Die Digitalisierung des Alltags schreitet immer weiter voran und immer neue Technologien kämpfen um die Gunst der Nutzer. Analysten von Abi Research haben vor kurzem eine aktuelle Studie veröffentlicht, die von mehr als 485 Millionen verkauften Wearables bis 2016 ausgeht. Dieses enorme Absatzpotenzial hat gleich mehrere Unternehmen dazu bewegt, eigene Entwicklungen anzustreben. Insbesondere im Bereich der Datenbrillen wurden seit Google Glass viele neue Konzepte, Zubehör und Apps vorgestellt – wir haben für Sie im folgenden die wichtigsten Entwicklungen der letzten Zeit Zusammengefasst.

 

Mehr Zubehör

Google hat vor kurzem einen eigenen Zubehör-Shop für die Datenbrille Glass gelauncht. Für die ausgewählten Beta-Tester, die bereits im Besitz der Brille sind, stellt der Online-Store Ersatzteile und seit kurzem auch alternative Brillengestelle inklusive Gläsern bereit. Google löst damit das bereits zum Start von Glass gegebene Versprechen ein, die Datenbrille auch für Menschen mit einer regulären Sehhilfe nutzbar zu machen. Bisher führt der Zubehör-Shop vier neue Gestelle, die in verschiedenen Sehstärken angeboten werden und dabei vollständig mit Glass kompatibel sind.

 

Weiteres Zubehör wie Kopfhörer (50 US-Dollar) oder Ersatz-Ladekabel (50 US-Dollar) kann ebenfalls bequem über den Shop bezogen werden.

Mehr Applikationen

Die heute verfügbaren Applikationen sind vorrangig Augmented Reality (AR) Anwendungen, die dem Nutzer Informationen direkt im Blickfeld anzeigen. Dabei sieht der Nutzer wie bereits oben beschrieben nicht nur das virtuell eingeblendete Bild, sondern auch die vor ihm liegende reale Welt.

Virtual Reality (VR) Datenbrillen hingegen, unterstützen in der Regel keine eigenen Apps und sind in erster Linie als Ausgabegerät gedacht. Bei bekannten Datenbrille Oculus Rift beispielsweise, liegt der Fokus viel mehr auf einer optimalen Darstellung der virtuellen Inhalte. Die Anwendungen werden fast ausschließlich über ein externes Gerät betrieben und sind daher abhängig von der angeschlossenen Hardware.

Google Glass bietet als einer der wenigen Anbieter bereits einen eigenen App-Store für die Brille an. Viele der dort verfügbaren Apps bieten Anbindungen an bekannte Messenger-Programme, verbessern bzw. erweitern die Kamerafunktionen, blenden Informationen aus der Nähe ein oder helfen die Orientierung zu behalten. Über App-Stores weiterer Hersteller ist zum Zeitpunkt dieses Artikel nur sehr wenig bis überhaupt nichts bekannt. Die meisten Anbieter entwickeln die Applikationen selber und stellen keine offene Softwareschnittstelle für Entwickler bereit.

 

Google macht es richtig

Technologie-Unternehmen versuchen zur Zeit jede Nische des neuen Marktsegments möglichst schnell durch eigene Produkte zu erschließen. Die dadurch entstehende Dynamik führt dazu, dass immer weitere Hard- und Software für den Endkonsumenten entwickelt werden. Google ist jedoch bisher der einzige Anbieter, der ein ganzheitliches Ökosystem um die hauseigene Datenbrille etablieren konnte.