30.08.2017

Zurzeit werden die Daten von Pharmaunternehmen, Kliniken und Patienten getrennt voneinander im Healthcare Ecosystem hinterlegt. Mit neuen Technologien sollen die Gesundheitsdaten so integriert werden, dass die Erkenntnisse aus diesen Daten dabei helfen, ein ganzheitliches Pflegemanagement zu realisieren. 

Kurzfristige und langfristige Auswirkungen

Mit Hilfe der Datensätze und neuen Technologien, können Tools geschaffen werden, die das Leben der Patienten kurzfristig und langfristig positiv beeinflussen. Kurzfristig kann dies zum Beispiel im Fall von Diabetes, ein Tool zur Blutzuckermessung sein. Unter langfristigen Auswirkungen versteht man die Bereitstellung verschiedener Anwendungen, die den Patienten dabei helfen, besser mit ihrer Krankheit zurechtzukommen. Bei einigen Krankheiten, wie etwa Diabetes, geht es nicht nur darum, dass der Patient auf Medikamente eingestellt ist, sondern auch um Ernährungs- und Bewegungstipps. Kurzum alle Informationen, die dem Patienten das Leben mit der Krankheit erleichtern, sollen gebündelt für ihn zur Verfügung stehen.

Kritik am Datenschutz

Bisher waren die sensiblen Gesundheitsdaten in den Händen weniger Parteien, wie etwa Ärzte oder Krankenkassen. Damit der Schutz der persönlichen Daten weiterhin gewährleistet ist, werden sie im Healthcare Ecosystem mit einer hohen Verschlüsselung hinterlegt.

Nutzen für Pharmaunternehmen und Kliniken

Auch Pharmaunternehmen können die umfassenden Datensätzen nutzen und so identifizieren, ob beispielsweise eine spezielle Therapie effektiv für eine Patientenpopulation ist oder nicht. Die Kliniken profitieren ebenso, da die neuen Technologien es ermöglichen auf differenzierte Datensätze zuzugreifen . Das medizinische Personal spart dadurch Zeit, da sie nicht mehr Unmengen von Daten in verschiedene Systeme einpflegen oder herausfiltern müssen. So können sie sich voll und ganz auf die Versorgung der Patienten konzentrieren.