14.08.2020

Diskussionsforen wie gutefrage.net oder techniker-forum.de, auf denen sich User austauschen können, gibt es wie Sand am Meer. Vor allem wenn es um Technik geht. Doch was gute Foren wirklich ausmacht, ist Relevanz.

Die Überschneidungen zwischen Ihrer Community und Ihrer Kundenbasis sind aufgrund von Social Media und E-Commerce wahrscheinlich ziemlich groß. Es bietet sich also an, nicht nur interessante Inhalte anzubieten, sondern auch Anreize zur aktiven Teilnahme auf Ihrer Plattform zu schaffen. Wenn Sie jetzt auch noch das technische Setup sauber aufsetzen, ist das der erste wichtige Schritt zu einer aufstrebenden Community.

Wir haben acht weitere Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Sie Ihre Online-Community aufbauen und pflegen können.

Tipp 1: Heben Sie sich mit relevanten, einzigartigen Inhalten ab

Bevor Sie starten sollten Sie sich die Frage stellen, welches Alleinstellungsmerkmale Ihre Community aufweisen könnte. Setzen Sie Benchmarks und schauen Sie, ob es bereits Foren gibt, die einen vergleichbaren Schwerpunkt haben. Wenn ja, finden Sie den einen Vorteil, durch den Sie sich von der Konkurrenz abheben können und heben den deutlich hervor. Stichwort Relevanz: Erfolg ist auch immer eine Frage der Aktualität. Seien Sie bei der Themenfindung schneller als Ihre Konkurrenz, und differenzieren Sie sich dadurch.

Tipp 2: Erstellen Sie eine Netiquette

Bevor Sie eine Online-Community gründen, steht die Definition Ihrer sogenannten “Netiquette” an. Gerade im Internet sind Regeln und Verhaltensrichtlinien wichtig, um der Diskussion einen Rahmen zu geben. Im digitalen Raum der Anonymität sinkt die Hemmschwelle der Nutzer schneller. Ein respektvoller Ton gehört daher genauso zu Ihrer Community wie der freie Meinungsaustausch. Stellen sie die Netiquette gesondert bereit, so dass alle User jederzeit darauf zugreifen können.

Tipp 3: Moderatoren sorgen für Ordnung

Zu Beginn mag die Community überschaubar sein, aber das wird nicht lange so bleiben. Moderatoren sind bei einer steigenden Mitgliederzahl daher unabdingbar. Deren Hauptaufgabe ist zum einen die Administration Ihres Forums sowie die Sicherstellung der Netiquette. Darüber hinaus sollten die verantwortlichen Personen in Community Management geschult sein, um auf Anregungen und Kritik angemessen einzugehen. 

Tipp 4: Optimieren Sie Ihre Community für Suchmaschinen

Die richtige Suchmaschinenoptimierung (SEO) sorgt dafür, dass die Inhalte Ihrer Community von Google und Co. gefunden werden. Metatags, eine Website-Beschreibung sowie optimierte Keywords sind integrale Bestandteile einer jeden SEO-Strategie. Tools wie Google Anaytics helfen dabei, eine Liste mit relevanten Keyword festzulegen. 

Tipp 5: Verbreiten Sie die Plattform im Social Web

Selbst wenn Ihre Online-Community nicht auf einem Sozialen Netzwerk basiert, empfiehlt es sich, dort trotzdem präsent zu sein. Bewerben Sie Ihre Plattform beispielsweise als Facebook-Fanseite und erschließen Sie neue Zielgruppen, indem Sie vom “Teilen”-Mechanismus Gebrauch machen. Oder twittern Sie über die neuesten Foren-Themen, um neue User zu gewinnen. 

Auch LinkedIn- oder Xing-Gruppen bieten Potenzial. Wenn Sie jetzt noch die Kontakte und Interessengemeinschaften aktivieren, für die Ihre Community relevant sein könnte, steht einem regen Austausch nichts mehr im Weg. 

Unser Tipp: Stellen Mitglieder Fragen, antworten Sie so schnell Sie können, seien Sie erreichbar und beteiligen Sie sich selbst aktiv an Diskussionen. Eine Community lebt eben vom persönlichen Austausch. Auch Ihre Mitarbeiter können hervorragend als Markenbotschafter fungieren. Mal ein freundlicher Kommentar hier, ein Gruß an Kunden dort oder ein Blick hinter die Kulissen kommt eigentlich immer gut an. 

Tipp 6: Klares Design mit Wiedererkennungswert

Beim Aufbau eines Online-Netzwerks ist neben dem Inhalt auch die Optik erfolgsentscheidend. Übersichtliche Strukturen und ein klares Design sind nicht nur benutzerfreundlich, sondern laden zum Verweilen auf der Plattform ein.

Lassen Sie Ihre Corporate Identity einfließen, beispielsweise durch Banner und Logos, um den Wiedererkennungswert zu steigern. Sie können auf Ihren Community-Seiten auch einen Link platzieren, der auf Ihre Website, den Online Shop oder Ihre Social Media Kanäle verweist. So geben Sie Ihren Kunden noch mehr Möglichkeiten, mit Ihrem Unternehmen in Kontakt zu bleiben.

Tipp 7: Tracken Sie Ihren Erfolg

Nutzerverhalten, Klickzahlen, Verweildauer: Diese Erfolgsindikatoren lassen sich in der Webanalyse in konkrete Zahlen umwandeln. Die Datenanalysen gibt Aufschluss darüber, wie Menschen mit Ihrer Marke interagieren. Als Betreiber der Community sollten Sie relevante Kennzahlen festlegen, bevor Sie starten und diese regelmäßig erheben. Beispielsweise: „Die Mitglieder meiner Community sollen monatlich um 100 Nutzer wachsen.” Die Entwicklung können Sie am besten über ein passendes Analyse-Tool nachverfolgen. Aber seien Sie geduldig: Ihre Community ist ein Langzeitprojekt. So etwas entsteht nicht über Nacht. 

Tipp 8: Verdienen Sie Geld

Ihre Community ist gewachsen und verzeichnet eine hohe Interaktionsrate? Sehr gut. Dann können Sie jetzt mit der Monetarisierung beginnen. Doch Vorsicht: Zu auffällige Werbung vertreibt selbst die treuesten Nutzer. Unauffällige Werbung, die sich an Native Advertising anlehnt, akzeptieren User tendenziell eher. Fügen sich passende Werbeeinblendungen dabei nahtlos in redaktionelle Beiträge ein, können sie einen echten Mehrwert bieten. 

Los geht’s!

Sie haben exklusiven Content, solide Kommunikationsregeln und fleißige Moderatoren? Dann ist die Online-Community auf einem guten Weg. 

Aber vergessen Sie eines nicht: Sie ist nie vollendet. Sie wächst und entwickelt sich stetig weiter. Wir unterstützen Sie gern bei Ihrem Community Management– vom Aufbau bis zur Analyse und Optimierung. Kontaktieren Sie uns hier.