24.11.2017

Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in urbanen Gebieten, bis 2050 soll dieser Wert auf etwa 70 Prozent anwachsen. Dieses Wachstum wird die Art und Weise, wie in Zukunft mit der Umgebung kommuniziert und interagiert wird verändern. 

Durch Analysen von verschiedenen Datenquellen können Erkenntnisse über die künftige Stadtplanung und -verwaltung gewonnen werden. Die Ergebnisse können beispielsweise dabei helfen Stadtzentren zu identifizieren, die in den kommenden Jahren von Überbevölkerung betroffen sein werden. Auf Basis dieser Daten können dann frühzeitig Maßnahmen getroffen werden, um Dienstleistungen wie Sicherheit und Transport für diese Gebiete besser zu planen. 

Vielfältige einzelne Lösungen

Das belgische Startup Beeodiversity will von Bienen gesammelte Pollen und Nektar analysieren, um Verschmutzung durch Schwermetalle und Pestizide festzustellen. Ein Bienenstock deckt dabei ein Gebiet von ca. 700 Hektar ab. 

Kreditkartenanbieter wollen die Erkenntnisse aus Bezahldaten nutzen, um Städte nutzerfreundlicher zu gestalten. Bezahlen Touristen per Kreditkarte erhalten die Kreditinstitute Informationen über Geschlecht, Alter, Herkunft, etc. Auf dieser Basis wollen sie das Touristikangebot der Städte anpassen.

Ein weiteres Szenario bietet die smarte vernetzte Straßenlaterne. Mit ihrem Einsatz kann die Stadtverwaltung zu einem Betriebskosten einsparen, zum anderen soll durch die integrierten Überwachungskameras die Kriminalitätsrate gesenkt werden. Die Verwaltung erhofft sich daraus eine Wertsteigerung der Immobilien. Gleichzeitig wird das Gebiet durch die Bereitstellung von flächendeckendem WLAN für die Einzelhändler und Werbetreibende attraktiv.

Smart City muss als großes Ganzes gesehen werden

Experten weisen darauf hin, dass in Zukunft die einzelnen Detaillösungen zu einer Gesamtlösung vernetzt werden müssen - zur Smart City 3.0. Huawei arbeitet derzeit an einer Lösung, dem Intelligentes Operation Center (IOC), das als “Gehirn” der Städte fungieren soll und die digitale mit der physischen Welt verbindet. Die Infrastruktur des IOC setzt sich dabei aus in der Stadt verteilten Cloud-Rechenzentren und Netzwerken zusammen, die als Art “peripheres Nervensystem” Informationen rund um die Smart City sammeln, integrieren und miteinander austauschen. 

Mit Big Data, Machine Learning und künstlicher Intelligenz soll das IOC wertvolle Erkenntnisse zu den Themen Stadtplanung, Transport und Sicherheit liefern. Integrierte Kommunikationsplattformen ermöglichen zudem eine schnelle und smarte Zusammenarbeit aller städtischer Funktionen und Services.