22.11.2011

Stellen Sie sich vor, Außendienstmitarbeiter präsentieren Ihre Produkte und Dienstleistungen nicht mehr via Laptop, Unterlagen oder gar über Muster, sondern auf dem Touchscreen ihres mobilen Endgerätes - unmittelbar, interaktiv und innovativ. Und damit noch nicht genug: Auch interaktive Bedienungsanleitungen für industrielle Maschinen oder eine ganzheitliche Abwicklung von Versicherungs-Verträgen werden durch Mobile Business Apps ermöglicht. Der vielfältige Einsatz der mobilen Applikationen entwickeln auch über den Vertrieb hinaus neue Strukturen. Vielmehr erobern Business Apps das ganze Unternehmensspektrum.

 

 

Flexibel und ortsungebunden: Die unmittelbare Aufnahme und Verarbeitung von Anträgen, ein Ersatzteil-Check bei Großhändlern in der Umgebung oder Präsentationen eines neuen Produktes, das sind nur einige Beispiele, in denen mobile Applikationen die Produktivität steigern und Ressourcen sparen. Mit Business Intelligence Apps optimieren sie den gesamten Geschäftsprozess mit positiven Auswirkungen auf Absatz und Kundenbindung.

Business Intelligence wird mobil

Ob Apps, Location Based Services oder Augmented Reality - die Möglichkeiten für den Einsatz im B2B-Vertrieb sind vielfältig. Bei der Entwicklung entsprechender mobiler Anwendungen stellen sich früher oder später aber die Fragen nach der Art der Programmierung sowie dem Funktionsumfang und somit der Entscheidung: native App oder WebApp?

Native App - mobile Unabhängigkeit

Native Apps sind für den Einsatz mit mobilen Endgeräten speziell auf ein Betriebssystem abgestimmt und werden einmalig auf diesen installiert. Diese Apps werden vorwiegend offline genutzt und nur für ein Update oder eine Datenübermittlung kurzzeitig online geschaltet. So sind sie weitgehendst unabhängig von fehlendem mobilen Empfang oder einer schleppenden Internetverbindung. Daten, die aktiv genutzt werden, sind auf dem Engerät lokal hinterlegt und stehen dem Nutzer über die native App jederzeit zur Verfügung.

 

 

 

Business on-the-go

Samsung zeigt in einem aktuellen Produkt-Video zu seinem Galaxy Note eine mobile Applikation, über die Dokumente erstellt, bearbeitet und präsentiert werden können.

http://www.youtube.com/embed/38XHEpb_8PA  

 

Dashboard-Lösung für Reports und Präsentationen

Auch mit dem BIRT Mobile Viewer lassen sich Inhalte ebenso ansprechend auf mobilen Endgeräten wie auf dem Desktop und im Web darstellen. So stehen Mitarbeitern z.B. Unternehmens-Informationen als Reports und Präsentationen zur Verfügung, die durch einen Klick in einer Detail-Ansicht bearbeitet und durch Daten aus einer verknüpften Datenbank ergänzt werden können. Die App liefert eine bedienfreundliche Dashboard-Oberfläche.

http://www.youtube.com/embed/wFOCJesoFHo 

 

Native Apps bieten sich sich besonders für Mitarbeiter im Verkauf oder Außendienst mit nicht immer gesicherter mobilen Internetverbindung an. In Kombination mit Tablets sind sie hervorragend dafür geeignet, in einem Zweier-Meeting eine Präsentation zu zeigen und Produktbilder vorzuführen. Auch das Sammeln von Daten von unterwegs wird erleichtert. GPS-Module ermöglichen die Integration von Geolocation-Daten in Verknüpfung mit einem CRM-System, um von unterwegs auf Kundendaten zurückzugreifen und Kunden in der näherer Umgebung des Mitarbeiters auf einer mobilen Landkarte angezeigt zu bekommen. So können Kundenbesuche besser terminiert und flexibel auf weitere Einflüsse eingegangen werden. Für eine Augmented Reality Simulation kann die App zusätzlich auf die Kamera des Gerätes zurückgreifen.

 

 

WebApp - Business jederzeit online

Eine WebApp wird nicht direkt auf dem Endgerät installiert und ist somit nur über eine URL ansteuerbar. Als speziell für Smartphones optimierte, mobile Webseite  bzw. Webportal kann sie alle Features moderner Online-Technologien bündeln und liefert Updates, Erweiterungen und Informationen unmittelbar und jederzeit erreichbar. Die Bedienbarkeit gleicht der, einer nativen App.

 

 

 

Echtzeitanalyse durch mobile SAP-Daten

Damit die Außendienstmitarbeiter jederzeit auf relevante Kundendaten zugreifen können, setzt der Systemlieferant Nölle & Nordhorn beispielsweise auf die Anbindung der SAP-Daten über die iPhones der Mitarbeiter. Damit hat der Vertriebsmitarbeiter in Echtzeit Zugriff auf alle relevanten Informationen und kann diese ortsungebunden abrufen. Diese Echtzeitanalyse ermöglicht es, unmittelbar auf Kundenwünsche eingehen zu können und adhoc Anpassungen vorzunehmen.

Mobiles-CRM im Vertrieb

Die Horizon GmbH, Hersteller von Maschinen für die Druckweiterverarbeitung, setzt die auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene cobra Mobile CRM-Software im Vertrieb ein: Früher schickten die Gebietsleiter die Daten für das jeweilige Angebot an den Innendienst, der das Angebot erstellte und zur Kontrolle zurücksendete. Erst nach Freigabe ging das Angebot an den Kunden. Mit der mobilen CRM-App kann der Gebietsleiter aus Individualberechnungen und Standardtexten wählen und unterwegs qualitative Angebote mit individuellen Texten, Zahlen und Standardangaben erstellen. Für die Endverarbeitung steht zur Wahl, ob das Angebot gedruckt und per Post oder persönlich übergeben möchte oder ob das Angebot per Mail als PDF-Dateianhang versendet wird. In der Kontakthistorie zum Kunden stehen dann sowohl die Angebotsdokumente als auch die versendeten E-Mail-Angebote mit hinterlegtem Bearbeitungs-Status für eine weitere Nachverfolgung. 

Ob die Bereitstellung von täglichen Informationen und Updates über eine WebApp oder Kundendaten unmittelbar aufnehmen und verarbeiten: Business Apps gehört die Zukunft. Als fester Bestandteil des täglichen Berufsleben hält die Mobilität Einzug im B2B-Bereich und bieten von Logistik und Spedition bis zum Vertrieb und Aussendienst große Potenziale.