08.07.2013

Am Anfang jeder Crossmedia-Strategie steht die entscheidende Frage welche Kanäle Sie ansteuern möchten. Während bisher die Vorgehensweise dominierte den mobilen Kanal sekundär mit einzubeziehen, zeichnet sich nun ein neuer Trend ab: Mobile First. Welche spezifischen Vorteile und Mehrwerte die Strategie “Mobile First” für Sie und Ihr Unternehmen bereithält erfahren sie hier.

Crossmediale Strategien steigern die Werbewirkung der Einzelkanäle deutlich. Das belegt auch eine neue Studie des BVDW, in der verschiedene Erfolgsstrategien digitaler Werbekampagnen analysiert wurden. Bereits heute bieten Ihnen die Kanäle Online und Mobile viele Möglichkeiten die Werbewirkung Ihrer Kampagnen effektiv zu verstärken. Doch welchen Kanal sollten Sie bei Ihrer kombinierten Strategie primär ansteuern? Wie können Sie die höchste Wirkungsstärke Ihrer Kampangne erreichen? Wir zeigen Ihnen einen neuen und vielversprechenden Ansatz:

 

Trend: Mobile First

Als Mobile First wird die Vorgehensweise bezeichnet, bei der Konzeption einer Kampagne oder Webseite das mobile Gerät zu priorisieren. Anders als beim klassischen Ansatz wird hier nicht das Desktop-Layout bevorzugt bzw. als Ausgangsbasis verwendet, sondern die mobile Darstellung. Nach einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsunternehmens ComScore besitzen bereits heute über 50 Prozent der Deutschen Handynutzer ein Smartphone – Tendenz steigend. Um Ihren Nutzern jetzt und auch in Zukunft die beste User-Experience bieten zu können, sollten Sie daher mobile Geräte unbedingt bevorzugt behandeln.

 

Mehrwert und Vorteile

Neben dem deutlichen Mehrwert für den Kunden, können aber auch Sie direkt von den Vorteilen des Mobile First-Ansatzes profitieren. Durch die Location-based Services beispielsweise, lassen sich Konsumverhalten und Konsummuster einfacher erkennen. Die so gewonnenen Informationen können daraufhin für eine noch spezifischere Ansprache der Zielgruppe eingesetzt werden. Viele der heutigen Desktop-Systeme sind nicht in der Lage ein solch umfangreiches Tracking und Targeting durchzuführen, da hier die entscheidende Hardware wie ein GPS-Modul oder ähnliches fehlt. Wenn Sie bei der Konzeption Ihrer Kampagne daher bereits auf den Möglichkeiten aufbauen, die Ihnen die entsprechende mobile Hardware bietet, stehen Ihnen hier von Beginn an alle Ressourcen zur Verfügung.

Weitere technische Besonderheiten machen die mobilen Geräte zusätzlich für Marketer sehr attraktiv. Durch das entscheidend kleinere Display ergibt sich zum Beispiel im Vergleich eine deutlich höhere Aktivierungsleistung. Insbesondere auf mobilen Webseiten platzierte Werbebotschaften eignen sich ausgesprochen gut um die Nutzer zu weiteren Interaktionen mit dem beworbenen Produkt anzuregen.

Dos und Don'ts

Mehr als 80 Prozent aller Nutzer sind dem mobilen Marketing skeptisch gegenüber eingestellt. Um hier potenzielle Kunden nicht abzuschrecken, sollten Sie versuchen negative Assoziationen möglichst zu vermeiden.

 

Nie ohne Einwilligung

Sie sollten immer nach dem Einverständnis Ihrer Kunden fragen und so durch die entstehende Kommunikation vertrauen schaffen. „Weil das Smartphone ständig in der Tasche der Konsumenten steckt, ist es das intimste Gerät. Werbungstreibende müssen also mit Fingerspitzengefühl vorgehen und die Bedürfnisse des Users genau kennen um ihn nicht abzuschrecken”, erklärt Mark Wächter, Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW.

 

Den Kunden verstehen

Anzeigen auf mobilen Geräten erzeugen oft negative Assoziationen. Viele Kunden hatten in der Vergangenheit bereits mit Angeboten zu kämpfen welche für Sie absolut uninteressant waren. Auch das Vertrauen in die Marketingbotschaft liegt im Bereich mobile unter dem durchschnitt. Wenn Sie Ihre Werbebotschaft also effektiv an den Kunden vermitteln wollen, schaffen Sie vertrauen und versuchen Sie bereits im Vorfeld mit diesem in Kontakt zu treten.

 

Zielgruppe kennen

Mobiles Marketing ist stark an spezifische Zielgruppen gekoppelt. Nur durch die Segmentierung der einzelnen Kundenbereiche funktioniert mobiles Marketing auch erfolgreich. Studien haben ergeben, dass etwa 60 Prozent der gesamten Zielgruppe zwar am Produkt interessiert ist, aber nur etwa die Hälfte auch aktiv darauf angesprochen werden möchte. Versuchen Sie daher Ihre Zielgruppe kennenzulernen und möglichst personalisiert auf dem mobilen Endgerät präsent zu sein.

 

Fazit: Eine echte Alternative

Das Konzept Mobile First bringt Ihnen erhebliche Vorteile wenn Sie eine Crossmedia Strategie anstreben. Auch wenn immer vor dem jeweiligen Anwendungsfall unterschieden werden muss, so bietet der Ansatz viele stärken und kann eine echte alternative darstellen.