07.11.2013

Im Jahr 2007 wurde das erste iPhone auf den Markt gebracht und knapp sechs Jahre später hat sich unsere Welt grundlegend geändert. Nie zuvor hat eine Revolution so viele Menschen in so kurzer Zeit erreicht und ihr Denken und Handeln derart maßgeblich beeinflusst. Dies zieht gänzlich neue Geschäftsmodelle nach sich – da dürfen natürlich auch die großen Player der digitalen Welt nicht fehlen. Doch wer bestimmt den mobilen Markt und wo geht die Reise wirklich hin?

Die aktuelle Umfrage “Developer Economics 2013” von VisionMobile zeigt interessante Zahlen, die Aufschluss über die Verbreitung und Beliebtheit der unterschiedlichen mobilen Plattformen geben. An der Befragung haben sich weltweit knapp 6.000 Softwareentwickler beteiligt. Für Q2 2013 konnte Android einen Verkaufsanteil von satten 80 Prozent im Markt einfahren.

Wer hat die Nase vorn?

Das System mit dem grünen Roboter erfreut sich auch bei Entwicklern großer Beliebtheit, da die Einstiegshürde dank quelloffenem System geringer ist. Apples iOS hingegen rutscht weiter ab und kommt beim Verkaufsranking nur noch auf knapp 14 Prozent. Für Entwickler ist Android oftmals attraktiver, dennoch erfreut sich auch iOS in Entwicklerkreisen weiterhin großer Beliebtheit, weil hier die User am aktivsten sind und Apps eine sehr große aktive Nutzerschicht erreichen und deswegen bei Aufträgen auch häufiger nachgefragt wird.

Ausschlaggebend für die Programmierung auf Basis einer bestimmten Plattform ist nicht nur die bloße Anzahl verkaufter Smartphones, sondern die ganzheitliche Betrachtung des Ökosystems. Wer bietet die besten Konditionen und wie kompliziert gestaltet sich die Entwicklung? Es gibt momentan ein sehr ausgeprägtes Duopol aus iOS und Android. 86 Prozent der befragten Entwickler sind auf einer der beiden Plattformen aktiv und satte 42 Prozent sogar bei beiden.

Fragt man explizit danach, welche Plattform genutzt wird, geben die Developer mit 71 Prozent Android an, gefolgt von iOS mit 56 Prozent. Windows Phone bewegt sich im Ranking mit 21 Prozent auf einem undankbaren vierten Platz gefolgt von BlackBerry mit 15 Prozent. In den letzten Jahren haben bereits viele mit der Migrationen von Blackberry auf andere Plattformen begonnen. Immerhin 27 Prozent der Entwickler planen die Enwticklung mit Firefox OS.

 

HTML5 verändert alles

Unter den Entwicklern hat sich HTML5 bereits einen sicheren dritten Platz an der Spitze erobert. Da diese Auszeichnungssprache nur im Browser oder browserbasierten Hybrid-Apps genutzt wird und somit nicht plattformspezifisch ist, ist es erstmal überraschend, dass es trotzdem zusammen mit Plattformen wie iOS und Android genannt wird.

Bei solchen nativen Plattformen sind die Apps unmittelbar an das Betriebssystems gebunden und die Anbieter bilden sozusagen ein geschlossenenes Ökosystem. Darüber hinaus ist HTML5 noch nicht einmal spezifisch Mobile. Da man durch HTML5 für alle Betriebssysteme gleichzeitig entwickelt wird aber jeder Web-Entwickler auch gleichzeitig zum Mobile Entwickler.

 

Multi-Plattform Entwicklung zeichnet sich ab

iOS und Android sind mittlerweile scheinbar unbezwingbare Netzwerke, die es jedem anderem Anbieter fast unmöglich machen, im Wettbewerb mitzuhalten. Nichtsdestotrotz zeichnet sich ein Trend hin zur Multi-Plattform Nutzung ab. Noch ein halbes Jahr zuvor haben die befragten Mobile Developer im Schnitt für 2,6 Plattformen entwickelt, heute sind es bereits 2,9.

Auch wenn oft für mehrere Plattformen entwickelt wird, hat jeder Entwickler seine bevorzugte Haupt-Plattform – in den meisten Fällen ist dies Android, iOS oder HTML 5. Bei der Entwicklung von B2B-Apps werden sowohl iOS als auch HTML5 deutlich stärker präferiert, während bei B2C-Apps Android und iOS beinah gleichwertig zum Einsatz kommen.

 

Neue Ideen – Neue Modelle

Der Kampf der mobilen Plattformen hat zwar längst begonnen, doch wer am Ende die Nase vorn hat, oder ob sich ein vielschichtiges Oligopol herausbildet ist noch nicht absehbar. HTML5 stellt die bestehenden Ökosysteme vor neue Herausforderungen. Apple, Google und Co. müssen es schaffen ihre Systeme attraktiv zu halten bzw. zu machen, sodass Mobile Developer nicht auf HTML5 umsatteln und sich so für die Plattform-Unabhängigkeit entscheiden.

Das Duopol aus iOS und Android – in Ergänzung mit HTML5 – wirkt für Mitbewerber momentan noch unbezwingbar. So gut lief es allerdings auch bei Nokia und Blackberry noch vor einigen Jahren. Microsoft wird alles tun, um seine gute Stellung im Plattformmarkt weiter auszubauen. Die Übernahme des Handysegments von Nokia, bietet gute Voraussetzungen für weitere starke Geräte mit dem Betriebssystem Windows Phone. Insbesondere Apple hat möglicherweise seinen Zenit erreicht und muss sich zukünftig neue Ideen und Modelle einfallen lassen, mit denen sie die Vormachtstellung halten können.

 

Unternehmen brauchen clevere Strategien

Die Entwicklung einer ganzheitlichen Mobility-Strategie wird für Unternehmen immer wichtiger. Übrprüfen Sie das geplante Konzept in regelmäßigen Abständen auf Aktualität und Entwicklungspotenzial. So schützen Sie sich vor Fehlinvestitionenen und bleiben langfristig wettbewerbsfähig. Wenn Sie Unterstützung bei der Planung und Entwicklung Ihrer Mobility-Kampagne oder einzelner Apps benötigen, sprechen Sie uns gerne an.