19.01.2011

Mobile Devices sind im Alltag zu unseren ständigen Begleitern geworden. Der mobile Zugriff auf Informationen macht Smartphones zu einem einflussreichen Instrument bezüglich der Kaufentscheidung auch im stationären Handel. Für den Nutzer ist vor allem die gewonnene Zeitersparnis relevant.

Informationen aus dem Internet versorgen den Konsumenten innerhalb von Sekunden mit einem umfassenderen Wissen über Marken, Produkte und Dienstleistungen. Der Handel wird transparenter, denn Preis- und Qualitätsvergleiche sind per mobile Devices jederzeit möglich. Mobile Services lassen sich in drei Anwendungsfelder unterteilen, die sich hinsichtlich der Verarbeitung von Kundeninformationen und Marketingaufgaben unterscheiden. 

 

1. Anlassbasierte Strategie

Bei diesem Service richten Händler bestimmte Angebote an eine große Anzahl von Kunden. Zu Anlässen wie Preisrabatte, Stichtagen oder Events können vor allem Neukunden und Gelegenheitskäufer gewonnen werden. Die Kundendaten stammen dabei aus Kundendatenbanken. Entscheidend für die Akzeptanz der Angebote ist die taktvolle Adressierung möglichst vieler Kunden mit attraktiv wahrgenommenen Anreizen. Bei dieser direkten Ansprache des Kunden muss ein deutlicher Zusatznutzen kommuniziert werden, da ansonsten die Händlerinitiative schnell auf Reaktanzen stößt.

 

2. Zielgruppenbasierte Strategie

Händlerleistungen können durch zielgruppenbasierte Services noch konsequenter auf spezifische Anforderungen und Wünsche der Zielgruppe zugeschnitten werden. Z.B. lässt sich dieser Service in der Lebensmittelbranche sehr gut umsetzen. Für Allergiker können in Zukunft die Inhaltsstoffe der Lebensmittel per Barcode-Scan auf dem Mobiltelefon ablesbar sein. Im Geschäft könnten Kunden das Handy als Navigationssystem mit integriertem „Personal Shop Assistant“ nutzen: Aufgrund vergangener Käufe werden Einkaufslisten vorgeschlagen und ergänzende Produkte gezeigt.

 

3. Location Based Strategie

Ortsbasierte Services versprechen laut Experten das größte Wachstum. Bei diesem Service können die Händler ihre auf die lokalen Besonderheiten zugeschnittenen Aktivitäten einem geographisch abgegrenztem Kundenkreis kommunizieren. Emotionale Plakatwerbung kann beispielsweise mit weiteren Informationen aus dem mobilen Netz angeregt werden. Unmittelbar vor dem Werbeobjekt werden per Bluetooth oder Barcode-Scannen diverse Produktbeschreibungen, Videoclips oder Händlerinformationen abgerufen. In Zukunft werden die Kunden Location Based Services zum großen Teil selbst mitgestalten, da sie eigene Bewertungen schreiben oder wichtige Orte auf einer virtuellen Landkarte markieren.

 

Ziel der oben genannten Strategien ist es, die Gunst sowie das Vertrauen des zeitgestressten Käufers zu gewinnen. Deshalb sind kurze Wartezeiten und einfache Menüführung Grundbedingungen. Die Generation „mobile Devices“ wird auf lange Sicht das Konsumverhalten prägen, sodass mobile Services eine erfolgversprechende Kommunikationsform zwischen Kunden und Händlern darstellt.