26.04.2013

Bezahlen im Vorbeigehen und das ohne Bargeld - Zukunftsmusik? Wohl kaum, vielmehr experimentieren längst etliche Unternehmen aus Handel, Gastronomie und Finanzwesen mit Mobile Payment. Via Funksignal der Kassengeräte wird an die Smartphones der Besitzer ein Bestätigungslink versendet. Anschließend genügt der Klick auf einen Bestätigungslink und schon wird der ausstehende Betrag abgebucht.

Mobile Bezahlverfahren werden bereits seit geraumer Zeit als der Trend schlechthin gehandelt. Technische Hürden und eine nicht vorhandene Stringenz standen dem aber bisher noch im Weg. Dieses Jahr wird der Markt jedoch einen großen Aufschwung verzeichnen. Im Vordergrund steht dabei besonders die Weiterführung des Mobile-Payment-Ansatzes hin zum “Portemonnaie als App”.

 

Die Technik entscheidet

Kleine Chips mit großer Wirkung: Apple, HTC, Samsung und Nokia lassen ihre Smartphones bereits mit NFC nachrüsten oder sind auf bestem Wege dorthin. Demnach sollen sich schon bald in nahezu jedem Endgerät die kleinen “Kontaktlos-Funkchips” wiederfinden. Mit der sogenannten Near Field Communication (NFC) ist ein unmittelbarer Austausch von Daten zwischen zwei Devices möglich - kabellos und lediglich über Funktechnik.

Drei Viertel der Händler sehen mCommerce in der Zukunft generell als strategisch bedeutsam an. Auch die Imagepflege ist ein wichtiger Aspekt: jeder Zweite ist überzeugt, sein Image beim Kunden durch mobile Einkaufsmöglichkeiten zu verbessern. Jeder Fünfte schätzt, dass Mobile den Abverkauf steigern wird.

 

Die digitale Brieftasche

TNS Infratest titelt in einer aktuellen Studie sogar “Mobiles Bezahlen trifft Nerv der Konsumenten und Händler”. Sogennante Wallet-Ansätze, also das Bezahlen via “Portmonnaie als App” auf dem Smartphone, sind dabei hoch im Kurs. Demnach gehen mehr als ein Viertel der Nutzer davon aus, dass Mobile Payment in zwei Jahren für sie eine wichtige Bezahlmethode sein wird. Europaweit sind es sogar bereits ein Drittel. Konsumenten wünschen sich bezüglich eines solchen Angebots Premiumservices, Bonusporgramme und smarte Einkaufsunterstützung in Form von Shop-Findern, Produkt-Informationen oder Preisvergleichen.

Auf Business-Seite steht die Prozesserleichterung aber auch smarte Services an oberster Stelle. Allumfassend: Wie in einem realen Portemonnaie sollen durch die App auch Coupons, Kundenkarten und Quittungen abgedeckt werden.

Ausblick

Etliche Mobilfunkunternehmen, Finanzunternehmen und Internet-Player wie Google und PayPal sehen in “mobile Payment” die Zukunft. Sobald eine flächendeckende technische Infrastruktur gewährleistet werden kann und die Bedürfnisse der Nutzer durch smarte Lösungen bedient werden, wird sich der M-Payment-Sektor zu einem Milliarden-Markt entwicklen.