31.07.2013

Neben vielen Vorteilen bringt das mobile Internet für Unternehmen auch einige Herausforderungen: Die Website-Angebote müssen für verschiedene Endgeräte kompatibel sein, sollten auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten werden und relevante Leistungen in den erforderlichen Situationen bieten. Nur so können möglichst viele Leads erzielt werden. Doch welche Version bringt hier die meisten Vorteile – App, Responsive Design oder mobile Website?

Mobile Devices sind zur Kommunikationszentrale für eine Vielzahl von Anwendungen im Berufs- und Privatleben geworden. Durch den Einsatz mobiler Services können Sie die vielfältigen Chancen, die die neuen mobilen Technologien bieten, nutzen und Ihr Unternehmen optimal auf dem Markt positionieren. Neben den klassischen mobilen Unternehmenswebsites gibt es die Möglichkeit, Websites im Responsive Design und Applikationen zu nutzen, um Ihrem Kunden deutliche Mehrwertdienste anzubieten und eine festere Kundenbindung zu erzielen.

 

Mobile First

Ein Trend setzt sich zunehmend durch: Mobile First. Als Mobile First wird die Vorgehensweise bezeichnet, bei der Konzeption einer Kampagne oder Website das mobile Gerät zu priorisieren. Anders als beim klassischen Ansatz wird hier nicht das Desktop-Layout bevorzugt bzw. als Ausgangsbasis verwendet, sondern die mobile Darstellung. Nach einer aktuellen Untersuchung des Marktforschungsunternehmens ComScore besitzen bereits heute über 50 Prozent der Deutschen Handynutzer ein Smartphone – Tendenz steigend. Um Ihren Nutzern jetzt und auch in Zukunft die beste User-Experience bieten zu können, sollten Sie daher mobile Geräte unbedingt bevorzugt behandeln.

 

Apps oder Browser?

Vor allem in den USA und weiteren Vorreiter-Ländern dominieren Apps in der Nutzungsintensität. Dennoch ist auch der Browser auf dem Smartphone stets aktiv – und das nicht nur für eine gelegentliche Suche oder surfen. Der Großteil des Shoppings auf mobilen Geräten findet über den Web-Browser statt. Darüber hinaus sind Apps oftmals eine teure Angelegenheit und tatsächlich nicht immer die allerbeste Wahl.

Responsive Design wird heute am ehesten empfohlen, wenn es darum geht, den Internetauftritt für Mobilgeräte aufzubereiten. Doch es muss immer individuell entschieden werden, welche Option für welchen Kunden die meisten Leads bringen könnte. Wir geben einen Überblick:

 

Apps

 

Die Idee für eine App ist schnell geboren. Doch lohnt sich eine Umsetzung überhaupt und werden die Nutzer die Idee auch annehmen? Die richtige technische Umsetzung ist in den meisten Fällen eine weitere große Herausforderung. Unternehmen müssen sich klar werden, welchen Mehrwert die geplante App dem Nutzer bringen und wie das Design aussehen soll.

Bevor die App in Auftrag gegeben und umgesetzt wird, müssen die Ziele und das Konzept feststehen. Bestimmen Sie messbare Ziele, die im Nachgang analysiert werden können. Es reicht nicht aus, eine App einfach als eine „kleine Website” zu designen. Lediglich alle Funktionen zu übernehmen, ist kein gutes Konzept für eine App. Der User befindet sich in einer ganz anderen Nutzungssituation als am PC. Er hat meist weniger Zeit und eine geringere Aufmerksamkeitsspanne. Identifizieren Sie die wichtigsten Features, die dem Nutzer mobil Mehrwert bieten und integrieren Sie diese in Ihre App.

Auf Basis des Konzeptes muss vor Beginn der Entwicklung die technische Basis festgelegt werden. Native, also in der Sprache des jeweiligen Betriebssystems programmierte Apps, bieten die beste Performance und alle Möglichkeiten der Nutzung von Funktionen des Gerätes. Diese Art der Umsetzung eignet sich für komplexe und rechenintensive Anwendungen, muss aber pro Betriebssystem individuell entwickelt werden.

Plattformübergreifend können Apps auf einer HTML5/Javascript Basis erstellt werden. Eine Reihe von Frameworks bieten hier eine gute Grundlage. Diese “Web-Apps” lassen sich direkt im Browser ausführen, oder mit einem nativen Container kombiniert, als “Hybrid Apps” auch in den App Stores platzieren. Besonders für leichte Inhalte mit geringer Datenlast kann diese Technologie seine Stärken ausspielen.

 

Responsive Design

 

Skalierbare Seiten und Mobiloptimierung sind kein Hype mehr sondern ein Muss, denn Websites skalierbar zu gestalten, wird für den digitalen Erfolg immer wichtiger. Gerade für große Konzerne, deren Nutzer auf allen Geräten online unterwegs sind ist ein responsives Design entscheidend. Dafür wird auf jedem Gerät die gleiche Web- oder HTML-Codierung sowie je nach Größe des Gerätes das gleiche Layout ausgespielt. Das besondere: Die URL der Website bleibt auf allen Endgeräten dieselbe. Durch das flexible Layout passt sich der Content auf alle Geräte, sogar auf Smart-TVs, an.

Mit Responsive Webdesign werden Inhalte einer Seite unterschiedlichsten Endgeräten also optimal zugänglich gemacht und dargestellt. Gute Content Management Systeme sehen die Inhalte getrennt von der Art, wie sie im Web dargestellt werden. Bei CSS wurde diese Trennung früher dazu genutzt, um unterschiedliche Medientypen oder Seitenlayouts desselben Inhalts zu erzeugen, und somit die Formatierung für Online Display oder Druck zu optimieren. Moderne CMS unterstützen Responsive Web Design und können außerdem die “Media Queries” Funktion von CSS3 nutzen. Diese macht es möglich, die Bildschirmgröße der Geräte, mit denen Kunden auf eine Internetseite zugreifen, herauszubekommen.

Responsive Design ist der Grundstein um die Herausforderungen kleiner Displays, unterschiedlicher Betriebssysteme, Browser und E-Mail-Clients zu meistern. Bei der Entwicklung wird Ihre Website bereits im Vorfeld gestalterisch, technisch und konzeptionell für verschiedene Bildschirme und mobile Endgeräte entwickelt. So passt sich das Layout stets dem jeweiligen Ausgabegerät an und gewährt den Usern eine optimale Usability sowie einen perfekten Zugang zu Ihren Informationen und Produkten.

Bildinhalte werden für Desktops mit größerem Bildschirm in höherer Auflösung dargestellt, während die gleichen Bilder für mobilen Devices automatisch kleiner ausgegeben werden. Händlern, die über einen Relaunch ihres mobilen Shops nachdenken, geht es nicht nur um Schönheit. Schließlich soll sich auch der mobile Warenkorb schneller füllen. Als Lösung der Wahl gilt auch hierfür zunehmend Responsive Design, um die Conversion rate zu steigern.

 

Mobile Website

Dies sind abgespeckte Versionen der Website, deren Web-URL mit einem "m" wie mobile beginnt. Einige Usability-Experten bevorzugen reine mobile Sites, die speziell auf Smartphones und Tablets zugeschnitten sind, gegenüber Respnsive Design. Was Ladegeschwindigkeit betrifft haben diese Seiten durchaus Vorteile. Außerdem können sie für Kunden sinnvoll sein, deren Zielgruppe fast ausschließlich mobil unterwegs ist.

Auch wenn sich ein responsive Layout nicht sinnvoll realisieren lässt, da kein technisch-gestalterischer Relaunch der Seite ansteht, aber trotzdem relevante Mengen mobiler Zugriffe erfolgen, lohnt sich eine reine mobile Website. Wenn es klare Inhalte und Funktionen gibt, die nur in einem mobilen Nutzungskontext sinnvoll sind (z. B. Location-based Services), es also größere Unterschiede zwischen Inhalt und Funktion am Desktop und der mobilen Ausgabe geben soll lohnt sich ebenfalls eine rein mobile Website.

Internetagenturen wie TWT Interactive können für diese Fälle, in denen Responsive noch nicht in Frage kommt, sehr kostengünstig und unabhängig von der bislang eingesetzten Technologie (CMS, Drittsysteme) mobile Versionen erzeugen. Die Inhalte können wie gewohnt für die bestehende Website gepflegt werden und erschienen in einer mobilen Version automatisch in optimierter Form. Dabei können alle oder nur ein Teil der Inhalte und Funktionen mobile bereit gestellt werden. Auch eine Ergänzung spezifischer mobiler Features ist möglich.

 

Johnson & Johnson setzt auf TWT Responsive Design

Für die Johnson&Johnson-Marke Regaine hat TWT den Website-Relaunch auf Basis von TYPO3 umgesetzt. Der Kunde entschied sich für Responsive Design, wodurch die Nutzer optimal erreicht werden können. Die verbraucherorientierten Webinhalte sowie die ansprechende Darstellung, die sich jedem Endgerät anpasst, unterstützen die Bekanntheit des Haarwuchsmittels und die Bewerbung am PoS.

TWT Interactive unterstützt nicht nur bei der Konzeption und Evaluation der besten Tools sondern auch bei der Erstellung und Erfolgskontrolle Ihrer mobilen Sites.