27.09.2012

Zwei Drittel der Internetzugänge finden heute mobil über Tablet, Smartphone oder Notebook statt. Dies ergab die neueste Studie des Internet & American Life Project des Pew Research Centers. Für die Studie befragten Medienforscher von Interrogare 321 Multi-Device-Nutzer zu deren Mediennutzungsverhalten. Dank mobiler Endgeräte hat der moderne Konsument immer und überall Zugriff auf die digitale Welt. Der Wunsch, seine Lieblings-Webseiten, Online-Shops und Facebook-Pages immer bei sich zu haben, ist durch die veränderte Mediennutzung in Erfüllung gegangen. Wie sich das Userverhalten  im mobilen Zeitalter gestaltet und welche neuen Perspektiven sich für die digitale Wirtschaft eröffnen, erfahren Sie hier.

Männlich, zwischen 30 und 49 Jahre alt und mit einem hohen Bildungs- und Einkommensniveau ausgestattet: So sieht die Zielgruppe der Multi-Device-Innovatoren aus. Smartphone und Tablet werden mit 70 Prozent am häufigsten gebraucht. Während das Tablet sich immer mehr zum privaten Couch Commerce mausert, wird das Smartphone über den ganzen Tag als Kommunikationsmöglichkeit verwendet.

Tablet steigt zum favorisierten privaten Device auf

Das iPad als Revolution: Bereits zwei Jahre nach dem Markteintritt des iPads ist der Tablet PC nicht mehr aus den Wohnzimmern wegzudenken. Der große Screen lässt bequem Surfen, shoppen und E-Mails versenden. 96 Prozent der Befragten nutzen das Tablet bevorzugt zum Recherchieren. Unterwegs löst es den Laptop zunehmend als mobilen PC ab.

Smartphone als verlängerter „digitaler Arm”

Ohne Smartphone aus dem Haus und den Alltag bestreiten? Für die Studienteilnehmer undenkbar. Das Smartphone verbindet Beruf- und Privatleben, da es als das zentrale Kommunikationsinstrument angesehen wird. Chatten, Kundenmails in der S-Bahn versenden oder auf dem Weg zum Geschäftspartner eine kurze Recherche durchführen. Durch sein kompaktes Format sind iPhone & Co. immer und überall griffbereit.

Multi-Channel-Angebot heißt das Zauberwort

Heute reicht es in der digitalen Wirtschaft nicht mehr aus, den Fokus auf ein digitales Produkt zu legen. Werbetreibende verlagern ihre digitalen Kampagnen auf kanalübergreifende Medienplattformen, da Konsumenten in verschiedenen Zugriffswelten leben. Dies zeigt z.B. die verstärkte Nutzung von Apps. Die Marktforschung spielt bei der Weiterentwicklung von crossmedialen Kampagnen eine entscheidende Rolle. Welche Formate bevorzugen einzelne Zielgruppen? Geräte- und medienübergreifende Forschungen sind der Ansatz für eine Weiterentwicklung der digitalen Produktwelt. Nur so können Unternehmen zielgerichtet ihre Kunden auf allen mobilen Endgeräten erreichen.