04.05.2015

Online ist nicht das Ende des Ladengeschäfts – ganz im Gegenteil. Der eCommerce braucht den Point of Sale und auch der PoS erlebt durch neue Technologien und Prinzipien aus dem Online-Handel ein Comeback. Wir zeigen, wie Sie Ihre Kanäle und Touchpoints gekonnt miteinander verknüpfen.

Der eCommerce ist mittlerweile mehr als 20 Jahre alt und den Kinderschuhen längst entwachsen. Startups mit gänzlich neuen Geschäftsmodellen wie Amazon, eBay oder Emmas Enkel prägen mittlerweile den Mittelstand. Das Kundenverhalten hat sich radikal verändert und es entstehen neue Erwartungen auf der Seite der Konsumenten.

Große Kaufhäuser müssen es schaffen, ihren Kunden individuelle Empfehlungen zu geben, sowie Produktbewertungen und Kundenrezensionen zu bieten. Wer technische Devices im Handel integrieren möchte, sollte diese nicht zum Selbstzweck einsetzen. Technologie am PoS muss immer auch einen Mehrwert für den Kunden bieten. Die Beratung über Screens und Tablets, Geolocation-Dienste oder Mobile Payment bringen die Vorteile des Internets in das Ladengeschäft.

Ladengeschäfte neu denken

Der Online-Händler Warby Parker hat seinen Flagshipstore nicht in einer Einkaufszeile sondern online unter der Adresse www.warbyparker.com. Sein Ladengeschäft im US-Staat dient lediglich als Ergänzung zum Online-Shop, um den persönlichen Kontakt zum Kunden zu intensivieren. Der Points of Sale wird nur als Showroom genutzt und der Umsatz wird ausschließlich online gemacht. Die Konsumenten können auf der Website einen Termin beim Optiker im Store vereinbaren oder sich E-Mails zum Lieferstatus schicken lassen

Mehrwert am PoS

In einem kalifornischen Baumarkt der Kette Orchard Supply Hardware kommt seit Kurzem ein Roboter zum Einsatz, der Kunden aktiv auf der Verkaufsfläche anspricht und sie zu ihrem gewünschten Produkt begleitet. In Deutschland zieht seit einiger Zeit die Shopping-App Shopkick ihre Kreise. Unter anderem beteiligen sich bereits OBI, Karstadt und Douglas an dem Prämien-Programm via mobilem Endgerät. Sobald ein Kunde den Laden betritt, erhält er sogenannte Kicks auf sein Handy gepusht, die ihm beim Bezahlen bares Geld einbringen. Eine Studie des Finanzdienstleisters Visa zeigt, dass Nutzer der Shopkick-App im Durchschnitt 50 bis 100 Prozent mehr ausgeben als Kunden, die die App nicht verwenden.

3 Tipps: So gelingt das Multichannel-Konzept

1. Beachten Sie alle Touchpoints

Der Kunde von heute ist flexibel. Er informiert sich online über Preise und Bewertungen und genießt dann das Ambiente in der Ladenzeile, um das Produkt zu kaufen. Oder aber er nutzt die persönliche Beratung am PoS und die Möglichkeit, das Produkt anzufassen, um es dann für den günstigsten Preis online zu kaufen. Egal welcher Käufertyp: bieten Sie Ihren Kunden an allen Touchpoints umgreifende Informationen und die Möglichkeit zum Kauf.

2. Weniger ist manchmal mehr

Mobile Payment, Social Media-Connections, iBeacon oder Tablets: Die digitale Vernetzung im Geschäft bietet unzählige Möglichkeiten. Das heißt jedoch nicht, dass auch jede Technologie für Ihr Geschäftsmodell passt. Lassen Sie sich von Internetagenturen wie TWT beraten und wir finden gemeinsam mit Ihnen die beste Strategie zur Kundenbindung.

3. Online goes Multichannel

Pure Online-Player tun sich manchmal schwer, ein Geschäft in Innestadtlage zu eröffnen. Bieten Sie ihren Kunden die Möglichkeit, Sie auch während eines Einkaufsbummels aufzusuchen. Mit reduziertem Warenangebot, hochwertigem Design und speziellen Features, wie einer Café-Bar, können Sie Ihre Zielgruppe für Ihre Produkte begeistern und den Online-Umsatz steigern.

Fazit

Wenn auch Sie Unterstützung für Ihre Multichannel-Aktivitäten benötigen, sind wir der richtige Partner. Kommen Sie auf uns zu und wir finden die optimale Lösung für Sie und Ihre Kunden.

(Quelle: LEAD Digital)