30.11.2017

Das System besteht aus einer 3D-Tiefenmesskamera mit elektronisch aktualisierbarer Blindenschrift, die Symbole “s” für Stuhl und “t” für Tisch anzeigt. Die Kamera wird dabei am Band um den Hals getragen und sitzt vor dem Bauch. Zum System gehört auch ein Gürtel, der vibriert, wenn sich die Person einem Hindernis nähert.

In einem Demonstrationsvideo wird gezeigt, wie der Prototyp dazu verwendet wird, dass der Träger einen Stuhl ohne Gehstock finden kann. Mit einem Stock und dem Wearable können sich Blinde noch schneller in einer Umgebung zurechtfinden.

https://www.youtube.com/watch?v=R6Pjbk9w2Jk

Den Forschern war es zudem wichtig, dass das System nicht die anderen Sinne beeinträchtigt. Deshalb entschied man sich gegen Systeme, die Töne machen, die auf dem Kopf getragen werden oder mit Vibrationen am Hals arbeiteten. Mit dem Gürtel habe man gute Ergebnisse erzielt und sich deshalb für die Kombination aus Tiefenmesskamera und Gürtel entschieden.

Derzeit arbeitet das Team auch an einer Outdoor-freundlichen Version, die eine Stereovision-Kamera nutzt und eine größere Menge an Objekten erkennen kann. Dies könnte das Bewegen und Navigieren für sehbehinderte Personen im öffentlichen Raum um ein Vielfaches vereinfachen.