19.09.2016

Die Nachfrage nach Online-Lebensmittelhändlern steigt mit dem entsprechenden Angebot. Studien belegen, dass in Zentren, in denen es eine entsprechende eGrocery-Infrastruktur gibt, diese von 10 Prozent der Haushalte genutzt wird. Doch im Ländervergleich kann Deutschland noch lange nicht mithalten. Der Hauptgrund dafür liegt in der nicht ausreichenden Logistik. Das Liefernetzwerk ist noch nicht soweit erschlossen, dass auch Produkte, bei denen eine bestimmte Kühlung eingehalten werden muss, bestellt werden können. Das heißt frische und gekühlte Produkte werden bisher nur sehr selten online verkauft. Dies schränkt die Verbraucher in ihren Möglichkeiten entsprechend ein. Für sie ist eine Online-Bestellung nicht mehr lohnenswert, wenn er zusätzlich Produkte im stationären Handel kaufen muss.

Dominanz der Lebensmittel Discounter bremst Online-Handel

Lebensmittel-Discounter haben in Deutschland einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent und besetzen damit einen großen Teil des Angebotes. Das liegt vor allem daran, dass Discounter die gleichen oder ähnliche Waren zu geringeren Preisen, als normale Supermarkt-Ketten verkaufen. Auch, was die Personalkosten betrifft, haben die Discounter geringere Ausgaben. Die Etablierung eines Online Shops würde die Händler dazu zwingen, einen deutlich höheren Personalaufwand betreiben zu müssen, als zuvor. Denn ein Einstieg in den Online-Handel würde bedeuten, dass deutlich mehr Arbeitsschritte für den Vertrieb auf die Mitarbeiter zukommt. Da Deutschland auch sehr hohe Regularien hinsichtlich Kommissionierung oder Rücknahmepflicht hat, stellen sich den Unternehmen zunächst einigen Hürden. Das führt dazu, dass viele Lebensmittel-Anbieter eher zurückhaltend sind, was den Einstieg den Online-Markt angeht.

Wettbewerb zwingt Unternehmen zur Handlung in den nächsten Jahren

Der Start des REWE-Lieferservice und die Ausweitung des Amazon “Prime Now”-Service wird in den kommenden Jahren dazu führen, dass immer mehr Händler in den eGrocery-Markt einsteigen. Wie groß der Markt dann sein wird, hängt von der Zahl der Anbieter ab. Damit sich ein flächendeckender Online-Handel für die Lebensmittelunternehmen lohnt, müssen den Service auch Haushalte außerhalb von Ballungszentren in Anspruch nehmen.

Um die Einschränkungen, die Kühlketten und Lieferprozesse mit sich bringen, zu umgehen, bieten eGrocery-Betreiber in einigen Ländern bereits Pick up-Stationen oder Drive-throughs. Auf diese Weise kann der Kunde seine Waren online bestellen und muss sie am Autoschalter nur noch abholen. Ob dies ein vollwertiger Ersatz für den Online-Handel ist bleibt abzuwarten.

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