29.09.2014

Wer kennt das nicht? Sie haben gerade ein Paar Schuhe gekauft und finden auf der nächsten beliebigen Website Werbeanzeigen des Herstellers, dessen Schuhe Sie doch gerade erst erworben haben. Der Bedarf ist gedeckt und die Anzeigen werden vom Betrachter schnell als störend empfunden. Plattes Retargeting wird zunehmend durch Pretargeting abgelöst. Was sich hinter dem neuen Schlagwort verbirgt, erfahren Sie im Folgenden.

Die Ära der personalisierten Werbung hat begonnen. Die Königsdisziplin ist es, dem Kunden Produkte anzubieten, von denen er noch gar nicht weiß, dass er sie braucht. Wenn er jedoch ein passendes Pflegespray zum kürzlich erworbenen Lederschuh sieht, wird er im Idealfall vom Mehrwert des ergänzenden Produktes überzeugt sein. Passend zu den Kaufabsichten werden Bannerschaltungen gestaltet: das nennt man Pretargeting. Denken Sie vorausschauend, anstatt Kunden dieselben Produkte einfach noch einmal anzuzeigen.

88 Prozent der Werber setzen Retargeting-Maßnahmen ein. Als Kanal werden meist Display (81 Prozent), Search (77 Prozent) und Social (48 Prozent) genutzt. Dies ergibt eine aktuelle Studie von Marin Software. Mehr als die Hälfte der Befragten will 2015 die Budgets in diesem Bereich erhöhen. Google ist im Retargeting der meistgenutzte Channel. Fast 90 Prozent der Befragten setzen Google Display Network (GDN), Google Remarketing Listen für Suchanzeigen (RLSA) oder eine Kombination aus beiden ein.

Trotz dieser positiven Zahlen, haben viele Werber Bedenken, ob ihre Anzeige auch wirklich wahrgenommen wird. Wenn ein Kunde vor Kurzem erst das Wunsch-Produkt eines Herstellers erworben hat, wird er die Retargeting-Anzeigen zum identischen Artikel wohl kaum aktiv aufnehmen. Pretargeting greift an dieser Stelle und kann Bedenken ausräumen.

Pretargeting gehört die Zukunft

Ein guter Verkäufer liest seinen Kunden die Wünsche von den Augen ab – dies setzt Pretargeting auch in der Online-Welt um. Wünsche werden bedient, über die sich ein Konsument noch gar nicht bewusst ist. Die Bedürfnisse der eigenen Zielgruppe zu erfüllen, wird durch den Einsatz von Pretargeting abgedeckt. Um dies zu gewährleisten, ist eine detaillierte Analyse von sozialen Daten und der Lebenswelt des Kunden unerlässlich. Big Data und die entsprechenden Tools malen ein genaues Bild Ihres Kunden.

Sobald ein Kunde ein Produkt über einen Online-Shop erworben hat, gibt er im Idealfall genügend Daten von sich preis. Je mehr Datensätze zu einem Kunden bestehen, desto schärfer können Unternehmen das Kundenbild zeichnen. Anhand des Kauf- und Surfverhaltens, können personalisierte Angebote erstellt werden. Hat ein User beispielsweise einen Ski-Urlaub gebucht, bekommt er daraufhin Ski-Jacken und Snowboards als Werbemittel ausgespielt.  Produkte mit konkretem Mehrwert anzuzeigen, ist das Ziel von Pretargeting. Wir unterstützen Sie dabei, dieses Ziel zu erreichen. Sprechen Sie uns gerne an!