04.04.2016

Ein Blick zurück auf das Jahr 2000 zeigt, wie schnell sich die Welt wandeln kann. 2000 besaßen lediglich 12 Prozent der Menschheit ein Mobiltelefon, heute sind es über 60 Prozent. Facebook hat bis jetzt 1,5 Milliarden Nutzer für sich gewinnen können und WhatsApp knackt ganz aktuell die 1 Milliarde Nutzeranzahl. Verbraucher denken und leben heute digital – und das spiegelt sich auch im Einzelhandel wieder. Bestes Beispiel ist der US-Einzelhändler Kmart.

Vor 15 Jahren war Kmart der drittgrößte US-Einzelhändler und erwirtschaftete einen Umsatz von 36 Milliarden US-Dollar. 2014 ging der Umsatz um zwei Drittel zurück. Im selben Jahr erlebte Amazon einen Boom und erzielte einen Jahresumsatz von 89 Milliarden US-Dollar. Die nächsten 15 Jahre werden weitere bahnbrechende Umstrukturierungen nach sich ziehen. Trends, neue Wege der Customer Journey und innovative Technologien kommen auf die Führungsriege im Retail zu. Der Wandel der Konsumentenlandschaft wird dabei von fünf Kräften angetrieben:

Der Konsument von morgen

Der durchschnittliche Verbraucher wird 38 Jahre alt sein, Stadtbewohner und always on sein. Über 75 Prozent der Weltbevölkerung werden sowohl über einen mobilen als auch einen stationären Internet-Zugang verfügen. Die Mittelschicht in den Schwellenländern wächst stetig und sorgt für einen weiteren Umsatz-Boom für Konsummarken. Auf diesen Konsumenten von morgen müssen sich Retailer einstellen. Damit einher gehen folgende Fragen:

Welche Fragestellungen werden Konsummarken am meisten beschäftigen?

  1. Was macht uns einzigartig? Vor dem Hintergrund des erhöhten Wettbewerbs, sollten sich Retailer die Frage stellen, was sie für die Zielgruppe einzigartig macht. Auf diesen Wettbewerbsvorteil muss sich konzentriert werden, um alle unnötigen Kosten zu minimieren. Dies können Services, starke Produkte oder die Emotionen der eigenen Markenbotschaft sein.
  2. Wie können wir mit unseren Kunden in den Dialog treten? Konsumenten bewegen sich schon jetzt so eigenständig im Netz wie noch nie. Diese Autonomie wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken. Vor allem der Social Media-Einfluss wächst stetig und dominiert die Kaufentscheidung. Händler benötigen ein gründliches Verständnis von dem, was die Verbraucher wollen. Ob in Portalen, auf Facebook, in Foren oder auf der Corporate Site: Retailer müssen an diversen Touchpoints ihre Kunden abholen und mit ihnen interagieren. Nur so erhalten Sie ein stringentes Bild von der eigenen Zielgruppe und deren Wünschen.
  3. Wie setzen wir unsere Ressourcen in den kommenden Jahren ein? Der rasche Wandel im Konsumentenverhalten erfordert eine sinnvolle und langfristige Planung der eigenen Ressourcen. Nachhaltige Führung der Kundensegmente, digitale Talente und eine Fokussierung auf Geschäftsmodelle mit dem größten Wachstumspotenzial sollten auf der Agenda stehen.
  4. Welche strategischen Beziehungen sollten wir pflegen und ausbauen? In einer sich rasch verändernden digitalen Welt, sind starke Partnerschaften unerlässlich. Neue, innovative Ideen entstehen gemeinsam mit Dienstleistern und Technologie-Partnern. Die innovativsten Retailer und Unternehmen bedienen sich regelmäßig externer Quellen, um mit frischem Know-how wahre Kundenerlebnisse zu schaffen. Vor allem für den Zukunftstrend “Connected Home” wird der Austausch mit Herstellern und Technologie-Partnern unerlässlich.

Wie lassen sich verschiedene Technologien umsetzen? Walmart zeigt mit seiner Sparte @WalmartLabs wie eine breite Technologie-Umsetzung gelingen kann – und zwar mit 3.000 spezialisierten Mitarbeitern. Entscheider müssen einen stringenten Ansatz verfolgen, um die Rahmenbedingungen für die Digital Business Transformation zu formen.

Bis 2030 erwarten die Verbraucher umso mehr, dass Retailer Shopping-Welten schaffen, die sie begeistern. Virtual Reality, AR-Brillen, interaktive Showrooms und Produktempfehlungen in Echtzeit sind nur einige der möglichen Maßnahmen, die schon heute greifen. Die “Mobile First”-Denkweise gehört genauso zum A und O im Handel von morgen. Des Weiteren sorgen Analytics-Experten für Optimierungen anhand von validen Kennziffern. Daten in Erkenntnisse zu wandeln, wird den Handel in den kommenden Jahren prägen.

Fazit

Retailer müssen bereit sein, in die digitale Zukunft zu investieren. Die klügsten und innovativsten Entscheider im Handel werden in absehbarer Zeit auf Technologien, virtuelle Kundenerlebnisse am PoS und smarte Daten setzen. Dazu ist das kontinuierliche Verfolgen einer Digitalstrategie unabdingbar. Wir unterstützen Sie gerne dabei. Sprechen Sie uns hier an!