31.08.2012

Der stationäre Handel steht vor dem größten Umbruch in seiner Geschichte: Mobile Endgeräte sowie Technologien wie Augmented Reality & Co. setzen eine Digitalisierung der Branche in Gang, die Entscheider vor grundlegende Herausforderung stellt. E-Commerce, lange ein rotes Tuch für den stationären Handel, wird zunehmend als Schlüssel für den langfristigen Erfolg enttarnt. Nicht der Einstieg in den interaktiven Sektor, sondern vielmehr eine aufgeweckte Selektion der digitalen Möglichkeiten wird für Offline-Händler zum essentiellen Schlüsselfaktor. Im Zentrum: Ein hybrider Kunde.

Qualitatives Erfolgspotenzial durch die Digitalisierung ist dabei vorhanden und zur Nutzung prädestiniert - eine aktuelle Studie unterstreicht die Relevanz. Demnach werden lediglich 4,7 Prozent des deutschen Umsatzes im Einzelhandel online erwirtschaftet. Auf der anderen Seite entwickelt sich der E-Commerce prächtig und kann mit rasantem Wachstum aufwarten.

Qualitativer Mehrwert macht den Unterschied

Hat der klassische Offline-Handel damit ausgedient? Mitnichten. Recherchieren, Informieren, Stöbern und schlussendlich kaufen - all das findet online statt. Eines wird dabei besonders deutlich: Kunden fehlt der interaktive Mehrwert durch umfassende Informationen und weitere Features, den sie online finden. Im klassischen Ladengeschäft ist der Nutzer gezwungen, dem Verkäufer vor Ort zu vertrauen.

Drei Aspekte, die entscheiden

Dementsprechend kristallisieren sich neben der generellen Digital Business Transformation drei Hauptaspekte für den stationären Handel heraus: Zum einen rücken ganzheitliche Multichannel-Ansätze in den Vordergrund. Die Verschmelzung von stationären und interaktiven Händlern ist somit einer der spannendsten Themen der Retail Revolution. Zum anderen macht das Social Web auch vor der Retail-Welt nicht Halt. Hier wird besonders das zunehmende Interaktionsbedürfnis des Kunden deutlich. Abschließend der letzte Aspekt: Der Spieltrieb treibt Nutzer seit jeher an. Die Zunahme des Gamification-Effekts im Online-Marketing verdeutlicht dies. Einkaufen sollte als Erlebnis wahrgenommen werden und die Shopping-Welt zu einem Spielplatz machen.

Flexibilität über alle Kanäle hinweg

Unter welcher Prämisse bewegt sich die Entwicklung? Retailer sollten damit beginnen, sich die Vorteile von Multichannel-Strategien vor Augen zu führen, die PoS-Funktion zu verstehen und letztendlich für sich zu nutzen. Der klassische Handel ist schnelllebig, der interaktive sogar noch schneller. Dementsprechend gewichtet der komplementäre Ansatz am stärksten und bietet Einzelhändlern unausgeschöpftes Potenzial. Dienstleister wie TWT können dabei helfen, entsprechende Möglichkeiten konkret zu identifizieren und nutzbar zu machen.