07.12.2018

Retargeting gehört für die meisten Online-Händler zum Standard. Die Website-Besucher erhalten spätestens nach dem zweiten Besuch passende Werbung per E-Mail. Die Basis dafür: Cookies, die mit den Mailadressen der Besucher zusammengeführt werden. Doch die Flut der Werbemails überschwemmt das E-Mail-Postfach vieler Kunden. So geht die Retargeting-Mail unter und eine Kontaktmöglichkeit versinkt.

Online Shops heben sich stattdessen von anderen ab, indem sie hin und wieder auf den realen Briefkasten zurückgreifen. Das Prinzip ist dasselbe: Besucht ein mit einem Cookie markierter Internetnutzer die Homepage zum wiederholten Mal, löst dies einen Trigger aus. Dieser ordnet den Besucher dann automatisch entweder einer sogenannten Mikrozelle zu, zu der sechs bis acht Haushalte gehören. Oder identifiziert direkt den unbekannten User, der den Online Shop verlassen hat, ohne einen Kauf zu tätigen. Die Werbebriefe werden anschließend zwei bis drei Tage nach dem Besuch der Website versendet. Ein weiterer Vorteil: Streuverluste gehen hierbei gegen Null.

Um sich datenschutzkonform zu verhalten, braucht es unbedingt die Einwilligung des Betroffenen beim Setzen von Cookies. Zudem sollte jeder Werbebrief erklären, wie der Versand zustande kam, woher die Adresse stammt und dass die Einverständniserklärung jederzeit widerrufen werden kann. Wer all diese rechtlichen Feinheiten beachtet, kann dem einzelnen Website-Besucher in Zukunft also auch "reale" Werbebriefe zusenden.