26.05.2015

Rheinland-Pfalz investiert weitere 400.000 Euro in das Telemedizin-Projekt „E.He.R. versorgt“. Im Laufe des Jahres wird durch den Ausbau der Telematik-Infrastruktur die fachliche Meinung eines Arztes flächendeckend und nahe am Wohnort des Patienten vernetzt werden. Das Projekt umfasst ein Telemonitoring des Patienten von Zuhause aus, ein Kooperationsnetzwerk zwischen den Kliniken und Praxen sowie den Austausch von Erfahrungsberichten.

eHealth

Aus dem Pilotprojekt „E.He.R. – Etablierung eines Versorgungskonzeptes für Patienten mit Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen in Rheinland-Pfalz“ soll ein neues Versorgungskonzept entstehen, das flächendeckend, unabhängig von Ort und Zeit dem Patienten die nötige medizinische Leistung bringt. In dem Projekt übermittelt der Herzpatient automatisch über vernetzte externe Geräte, wie Körperwaage und Blutdruckmessgerät, drei Mal täglich über Mobilfunk seine Vitaldaten an das Service Center und erhält dann Rückmeldung von der kardiologischen Abteilung. Für Personen mit einem Implantierten Defibrillator gibt diese lückenlose Datenerfassung Sicherheit und Kontrolle im Alltag.

Zusätzlich zu diesem Telemonitoring wurde ein Versorgungsnetzwerk der niedergelassenen und klinischen Ärzte geschaffen, über das Ärztinnen, Ärzte und Patienten ihre Erfahrungen austauschen können. In der Datenbank des Netzwerks können auch Indikationen, wie beispielsweise eine akute Herzinsuffinienz ergänzend zu einer chronischen Herzinsuffizienz, miteinbezogen werden, sodass die Patientenakte stets aktualisiert wird. Über weite Strecken kann durch das Projekt eine durchgängige medizinische Versorgung des Patienten gewährleistet, ohne dass dieser einen beschwerlichen Weg zur Praxis zurücklegen muss oder eine lange Zeit zwischen den Arztbesuchen überbrückt wird.  

Rheinland-Pfalz baut als erstes Bundesland mit diesem Projekt die Infrastruktur für Telemedizin in der Region flächendeckend aus. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung für chronisch Kranke, dem Westpfalz-Klinikum, dem Fraunhofer IESE in Kaiserslautern und der Firma Vitaphone verwirklicht.

(Quelle: e-heatlh-com.eu)