28.07.2014

35 Prozent aller Online-Werbeausgaben wurden 2013 in Deutschland in Suchmaschinen-Werbung investiert – das entspricht 2,5 Milliarden Euro, so Karsten Zunke von acquisa. Vor allem für Shop-Betreiber stellen Suchmaschinen wie Google oder Bing eine der größten und wichtigsten Werbekanäle überhaupt dar. Doch die Vorgehensweise, die eigene Website in den vorderen Suchergebnissen zu platzieren, hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt. Im Folgenden beleuchten wir die Veränderungen und was diese für Marken und Unternehmen bedeuten.

Suchmaschinen orientieren sich hauptsächlich am Suchverhalten ihrer User. Darauf basierend filtern und präsentieren sie die relevanten Informationen. Das erleichtert unser Leben ungemein, denn suchen wir etwas, tippen wir es erfahrungsgemäß bei Google ein und haben rasch eine Antwort auf dem Monitor. Google zeigt dabei nicht mehr nur Links an, sondern auch Videos, Bilder, Karten und News. Die Gewichtung ändert sich durch die Algorithmus-Änderungen jedoch in unregelmäßigen Abständen, was  die Arbeit von SEOs und Website-Betreibern erschwert. Social SEO, Content Marketing, Mobile SEO oder Link-Abbau: Welche Trends beeinflussen nun das Suchmaschinenmarketing?

 

Content Marketing

SEO und Content Marketing sind feste Bestandteile des Online-Marketings. Vor allem nach den Google Updates Panda und Penguin sowie den damit verbundenen Algorithmus-Änderungen ist gutes Content Marketing zur Art und Weise geworden, wie SEO heute betrieben wird. Wertvolle Inhalte, die dem Nutzer Mehrwerte bieten, sind zum A und O im Suchmaschinenmarketing geworden.

Vor allem das Hummingbird-Update hat den Suchalgorithmus so verändert,  dass ganze Suchanfragen in einen kompletten Sinnzusammenhang gestellt werden. Sucht der User zum Beispiel die nächste Filiale der pronova BKK, liefert Google die Antwort. Fragt der Nutzer danach, wie er dort am schnellsten hinkommt, liefert die Suchmaschine auch dafür eine passende Antwort. Mehr zum Hummingbird-Update erfahren Sie bei TWT TV:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xaQhH8gYO9w" frameborder="0" allowfullscreen></iframe>

 

Mobile SEO

Mobile SEO verändert die Suche radikal. Der Siegeszug der Smartphones und Tablets ist nicht mehr aufzuhalten. Die Anzeige der Suchergebnisse unterscheidet sich natürlich aufgrund der Display-Größe enorm zum klassischen Bildschirm. Auf dem Smartphone werden dem Nutzer in der Regel nur sehr wenige organische Treffer angezeigt, ohne das er scrollen muss. Oftmals sind auf dem ersten Blick nur Google Places, Adwords oder Informationen zum Wetter (beispielsweise bei einer lokalen Suchanfrage) sichtbar. Für Website-Betreiber ist dies ein klarer Nachteil, so haufe.de. Um dies auszugleichen, ist es unerlässlich, die Nutzer auf eine mobil optimierte Seite weiterzuleiten. Der Ansatz von responsiven Websites wird an dieser Stelle empfohlen. Hierbei ist zu beachten, dass Ihre mobile Website einen Wiedererkennungswert haben sollte. Bauteile wie Farben, Designelemente oder Content sollten möglichst ähnlich zur Desktop-Version platziert werden, aber nicht unbedingt 1:1. Da der mobile User mit dem Finger arbeitet, sind große Schaltflächen und Scroll-Funktionen die halbe Miete. Verzichten Sie auf Flash und Plug-Ins und bieten Sie Videos an, die schnell abspielbereit sind.

 

Social SEO

Seit das soziale Netzwerk Google+ 2011 an den Start ging, blüht der Begriff Social SEO” regelmäßig auf. Doch was versteht man unter Social SEO? Beide Komponenten lassen sich einfach erklären: Social steht für die Likes, Shares und +1, die das SEO direkt beeinflussen. Das Teilen von Inhalten, also das Empfehlen von Inhalten in Form von Links oder Verweisen auf die Website, hat dabei die größte Auswirkung auf das Ranking. Dem “Gefällt-mir” - Konzept folgt auch Google mit seinem Netzwerk. Der +1-Button ist der Like-Button auf Google+ und pusht die Sichtbarkeit der geposteten Inhalte bei Google, da Seiten quasi direkt indiziert werden und der inhaltliche Context somit schneller realisiert wird Die SEO-Szene ist sich bereits sicher, dass Google+ einen großen Einfluss auf die Suchmaschinen-Optimierung ausübt.

 

Links als SEO-Währung?

Hinter diesem Punkt muss man ein Fragezeichen setzen, denn Links haben nicht mehr die gleiche Bedeutung für das SEO wie einst. Doch Linkaufbau ist noch lange nicht tot. Die Aktivitäten im Linkbuilding haben sich aber in den letzten Jahren definitiv verschoben, so eine aktuelle Linkbuilding-Umfrage von Skyrocket. Websites in Foren zu bewerben oder schlicht und ergreifend Links dafür zu kaufen, werden von SEOs heute nicht mehr als sinnvoll angesehen. Empfohlen werden diese Maßnahmen:

 

  • Content- / Outreach-Marketing

  • Bewerbung von Infografiken

  • Broken Linkbuilding

  • Local SEO Einträge, z.B. in Branchenbüchern

Wie verändert sich die Arbeit von SEOs?

SEOs achten weniger auf Keywords, sondern verstärkt auf die Sinnhaftigkeit von Wortkombinationen. Synonymet spielen hier eine zentrale Rolle. Betreiben Sie beispielsweise einen gut rankenden Shop für Kaffee aus biologischem Anbau, sollten Sie auch für biologischen Kaffee gut ranken. Google versteht diese Zusammenhänge immer besser. Generell wird beobachtet, dass die Suchanfragen immer mehr in Phrasen beziehungsweise Suchthermen eingegeben werden, so Eric Kubitz von SEO-Book. Ein Keyword und ein Ziel gehört also der Vergangenheit an. Vor allem durch die zunehmenden mobilen Suchanfragen müssen die SEOs viel feiner arbeiten. Website-Betreiber sollten sich immer fragen: Wie würde ein potenzieller Kunde nach dem suchen, was ich im Angebot habe? Ein profundes Keyword-Konzept ist hierbei die Basis für erfolgreiches Online-Marketing.

 

Videos erhöhen die Verweildauer

SEOs setzen zudem verstärkt auf Videos, die die Produkt- und Informationsseiten anreichern. Dies hat den klaren Vorteil, das Videos die Verweildauer auf der Website erhöhen. Zudem können sie komplexe Sachverhalte oder Produkte anschaulich erklären. Auch Experten-Interviews werden immer beliebter, um das eigene Image zu stärken. Reine Textwüsten werden seltener geteilt als Inhalte mit Bewegtbild oder Bildern. Binden Sie dazu am besten Videos aus Ihrem YouTube-Kanal auf Ihrer Website ein.

Die zahlreichen Google Updates wie Panda sollen verhindern, dass Websites mit qualitativ schlechten Inhalten hoch gerankt werden. Daher ist ein qualitativ hochwertiges Content Marketing unabdingbar für den Erfolg im Suchmaschinenmarketing, Kontaktieren Sie uns hier. Wir beraten Sie gerne ganzheitlich zu Ihrer Online-Marketing Strategie.