01.12.2014

In unserem letzten Newsletter haben Sie alles zum Internet der Dinge erfahren. Wearables sind ein wichtiger Teil der Internet of Things-Bewegung und machen die Technologie für uns hautnah erlebbar. Egal ob Pullover, Socken, Helme oder Fußketten: Die tragbaren und vernetzten Devices gibt es mittlerweile in allen Varianten und Ausprägungen. Erfahren Sie hier, welche Vorteile die Wearable-Technik auch für Ihre Marketingstrategie mit sich bringt.

Ein durchschnittlicher Smartphone-Nutzer schaut 125 Mal am Tag auf sein Handy. Die ansteigende Nutzung von Smartwatches könnte dies mittelfristig ändern. Das Thema Wearable ist dabei älter als man glaubt, denn das erste echte Wearable war die Taschenuhr, die es schon im 16. Jahrhundert gab. Was einst die Taschenuhr war, sind heute Smartwatches und Smartbands.

Vom Connected Device zum Connected Body

Die großen Marktforscher IDC und Gartner  prophezeien dem Wearable-Markt in den kommenden Jahren ein immenses Wachstum. Im Schnitt geht man für das Jahr 2018 von der 6- bis 15-fachen Absatzmenge im Vergleich zum aktuellen Stand aus. Bereits jetzt deutet sich an, dass Wearables „The next big thing“ werden.

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Sie sind so erfolgreich, weil Verbraucher die Uhr oder Brille gleichzeitig als Ausdruck ihrer Persönlichkeit und zur Kommunikation nutzen können. Im ersten Quartal 2014 wurden schon mehr als eine halbe Million Wearable-Devices verkauft. Die Geräte werden in fünf Jahren jedoch nicht mehr so aussehen wie heute. Immer mehr Schnittstellen, Sensoren und Features machen den Nutzer zum sogenannten “Connected Body”.

Wearables verändern Geschäftsmodelle

Über die digitalen Uhren am Handgelenk lassen sich E-Mails abrufen, Termine planen oder ein Anruf entgegennehmen. Fitness-Armbänder tracken unsere Herzfrequenz und analyisieren unsere Laufzeiten beim abendlichen Joggen. Sieben der zehn größten Smartphone-Hersteller haben ein solches Smart-Wearable bereits auf den Markt gebracht. Vor allem Pharmazie-, Healthcare- und Sportartikelhersteller können von der Entwicklung profitieren.

Smart City, Smart Travel, Smart Everything

Die Möglichkeiten sind enorm vielfältig: Die goldene Halskette kann dem Haus oder der Wohnung mitteilen, dass man wieder zu Hause ist und gleichzeitig die Heizung automatisch aufdrehen. Der Mietwagen kann sich mithilfe einer Smartwatch automatisch entriegeln und starten oder Gesundheitsdaten werden via Smartband automatisch ausgewertet. Auch die Bestellung der Tickets für die S-Bahn ist nur noch ein Fingerwisch entfernt.

Die sofortige Gratifikation von Bedürfnissen ist das Hauptmotiv für die Nutzung von Wearables. Apple wird heute von einigen bereits eher als Modemarke, und weniger als Technologie-Anbieter gesehen. Die verschiedenen Styles der neuen Google Glass Serie zeigen, wie wichtig eine gute Verknüpfung der beiden Bereiche ist.

Von High-Tech zu Shy-Tech

Noch sind die tragbaren Devices oftmals recht auffällig und als technische Accessoires direkt erkennbar, wie beispielsweise bei der Google Glass. Doch schon in naher Zukunft wird High-Tech zu Shy-Tech. Wearables werden ein zunehmend zurückhaltenderes Design haben und können in manchen Fällen sogar “unsichtbar” werden. Technik wird immer kleiner und attraktiver und die fortschreitende Miniaturisierung der Geräte wird die Akzeptanz in der Masse steigern. Nicht jedem User ist es wichtig, immer mehr Funktionen nutzen zu können – vielmehr entscheidet dann die Optik über Gefallen oder Nichtgefallen. Wearables werden in Zukunft also weniger ein technisches Gimmick sein, als vielmehr ein Schmuckstück oder modisches Accessoire.

Auf die richtigen Apps kommt es an

Nutzer schauen nur eine sehr begrenzte Zeit auf eine Smartwatch und scrollen nicht so lang, wie auf Devices mit größerem Display. Apps müssen dem User echten Mehrwert bieten und nicht zu viel auf einmal wollen. Bilder sind sehr schwierig in eine Smartwatch-App zu integrieren und die Nutzung von Videos ist aufgrund des kleinen Screens nicht ratsam. Das Immobilienportal Immonet hat bereits eine eigene App für die Smartwatch gelauncht. Neu eingestellte Immobilien werden dem User direkt auf die Uhr gepusht. Er sieht lediglich die für ihn wichtigsten Daten zur Wohnung oder zum Haus und kann daraufhin entscheiden, ob er sich das Objekt auf dem Smartphone oder Tablet genauer ansehen möchte.

Best Practices – Der ganze Körper ist vernetzt

Google Glass, Apple Watch oder das Jawbone sind bereits bekannt, doch es gibt noch weitaus mehr Devices, die das Leben erleichtern:

Skully Helmet

Der Motorradhelm Skully ist mit einem Head-Up-Display versehen, das viele hilfreiche Informationen in der unteren rechten Ecke des Fahrersichtfelds anzeigt. Mit einer 180-Grad-Kamera, die auf der Rückseite des Helms angebracht ist, kann der Fahrer mühelos einen Blick hinter sich werfen und der tote Winkel wird damit hinfällig. Der Helm basiert auf dem Betriebssystem Android und bietet neben einem Navigationssystem auch eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone, Sprachsteuerung und eine Musik-Streaming-Funktion.

Smart PJs

Smart PJs ist ein digitaler Pyjama für Kinder. Was verrückt klingt, ist bei genauerem Hinsehen ein schönes und lustiges Accesoire für die Schlafenszeit. Über aufgedruckte bunte Codes können Eltern via Smartphone eine passende Gute-Nacht-Geschichte scannen:

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CarePredict und Sproutling

Egal ob alt oder jung: manche Lebensphasen verlangen nach mehr Betreuung und Pflegeaufwand. CarePredict ermöglicht die Kontrolle wichtiger Körpersignale von Senioren, ohne dass ein Betreuer vor Ort sein muss. Die Daten können dann in Echtzeit via Cloud eingesehen werden. Legt der Träger das Device ab, gibt es direkt ein Warnsignal am PC des Nutzers.

Doch nicht nur ältere sondern auch sehr junge Menschen brauchen viel Fürsorge. Das Wearable Sproutling  analysiert das Schlafverhalten des Babys und schlägt bei Unregelmäßigkeiten Alarm. Der Babymonitor soll knapp 260 US-Dollar kosten und wird erst 2015 auf den Markt kommen.

Sensoria Smart Socks

Die Fitness-Socken von Sensoria senden Daten wie z.B. Gewichtsbelastung beim Auftreten oder Schrittzahl an eine Smartphone-App und können so dabei helfen, die eigene Fitness noch besser im Blick zu haben. Die Socken können sogar mögliche Haltungs- und Lauffehler ausfindig machen und Tipps für eine bessere Technik geben.

Fazit

Die Rolle, die Wearables in der Zukunft haben werden, wird größer sein, als es heute der Fall ist. In dem Zusammenhang verändert sich auch der Einfluss, den Tablets und Smartphones haben, da viele Funktionen direkt über die Smartwatch gesteuert werden können. Unternehmen müssen sich in dem Umfeld der Wearable-Technologie gut aufstellen und neue Wege gehen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Wir helfen Ihnen bei der Konzeption und Umsetzung einer passenden Wearable-App für Ihr Business-Modell.