17.07.2014

Informationen über Fahrverhalten und Fahrer sind für Autohersteller, Regierung oder IT-Konzerne enorm interessant. Smart Cars, also vernetzte Autos, geben bereits nützliche Daten preis, anhand derer Parksituationen oder der Verkehrsfluss optimiert werden können. Die Zukunft der Automobilindustrie wird immer stärker mit der IT-Branche verknüpft sein.

Laut der Beratung Booz & Company werden die Umsätze im Smart Car-Sektor weltweit von 31 Milliarden Euro im Jahr 2015 auf über 113 Milliarden Euro bis 2020 beinah vervierfachen. Früher war ein Auto ein analoges Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen. Heute sind Autos vernetzte Alleskönner, die auf Wunsch die Kaffeemaschine bedienen oder Fehlermeldungen direkt an Hersteller oder Werkstätten senden. Mithilfe der Digitalisierung können Automobilhersteller ständig Positionsdaten sammeln und Bewegungsprofile erstellen.

 

Das Internet der Dinge machts möglich

Die Autos der Zukunft bewegen sich intelligent vernetzt, ähnlich wie Vogel- oder Fischschwärme. Staus können so deutlich verringert und Unfälle vermieden werden. Ein voranfahrendes Auto kann den Nachfolger vor Glatteis warnen, das hinter der nächsten Kurve lauert. Der Bordcomputer leitet automatisch das Bremsen ein, ohne menschlichen Einfluss.

Auf diese Weise kann in Wohngebieten das Tempo vollautomatisch auf 30 km/h beschränkt werden. Der Fahrer kann Vollgas geben, doch der Wagen fährt maximal 30 km/h. In den Niederlanden wird dies bereits erfolgreich getestet. Bereits heute gibt es Modelle, die gänzlich ohne Fahrer auskommen. Google hat mit seinem Google Self-Driving Car Project bereits die ersten Schritte zum fahrerlosen Auto gemacht:

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Sensoren und Rechner speichern alles

Autos werden zu rollenden Rechenzentren, in denen die Rechenleistung mehrerer Computer verbaut ist. Im VW Golf liegen bereits mehr als 1.500 m Kabel, um alle Bauteile miteinander zu vernetzen. Temperatur, Lenkradbewegung, GPS-Daten oder Geschwindigkeit – das Smart Car kann praktisch jede Art von Daten aufzeichnen und speichern. Bereits heute ist es üblich, solche Daten bei der Inspektion direkt auf der Hebebühne auszulesen. Die Smart Car-Bewegung ist also in vollem Gange und zukünftig müssen Unternehmen passende Apps, Technologien und Sensoren entwickeln, um sich im Markt behaupten zu können.