23.10.2017

Vier Trends werden zukünftig die Mobilität des kommerziellen Stadtverkehrs und den Personenverkehr prägen.

  • Elektrifizierung
  • Autonomie
  • Konnektivität
  • Gemeinsame Nutzung

Besonders Lastkraftwagen und Nutzfahrzeuge erzeugen höhere Stickoxidwerte und Emissionen und tragen damit überproportional zur Verschmutzung in den Städten bei. Auch die Tatsache, dass immer mehr Menschen in Städten leben, verschlechtert die Bedingungen für die Umwelt. Um eine Verbesserung anzustreben, müssen Einzelpersonen und Unternehmen die Straßen und Vermögenswerte effizienter nutzen und bereit sein, sich auf neue Technologien einzulassen. 

Mögliche Lösungsansätze

Um den städtischen kommerziellen Verkehr zu verbessern, müssen Lösungen entlang der Wertschöpfungskette identifiziert werden. Dazu muss der finanzielle und soziale Wert sowie die Durchführbarkeit bewertet werden. 

  • Städtisches Konsolidierung-Center: Diese Zentren befinden sich an Standorten außerhalb der Städte. Hier werden die Lieferungen sortiert und versandt. Waren an einen Empfänger können dort so zusammengefasst werden, dass Häufigkeit der Lieferung und LKW-Größe optimiert werden können. 
  • Nachtlieferungen: Diese Lieferungen verschieben den LKW-Verkehr außerhalb der Rush-Hour. Dies reduziert die Überlastung der Straßen während des Tages und ermöglicht die Verwendung von größeren LKWs, was wiederum die Anzahl der Lieferungen reduziert und beschleunigt. Aufgrund von Lärmschutzbestimmungen ist dieser Lösungsansatz jedoch nur begrenzt umsetzbar. Die Verwendung von Elektrofahrzeugen könnte hier der nächste Schritt sein.
  • Fahrerlose Fahrzeuge: Diese Fahrzeuge benötigen kaum oder kein menschliches Eingreifen. Insbesondere, wenn es sich dabei um elektronische Fahrzeuge handelt, können sie die Kosten pro Paket um 50 Prozent senken. Auch würden sie zur Vermeidung von Staus beitragen, da sie dank Navigation und Fahrgewohnheiten eine optimale Route nutzen.
  • Paketstationen: Sie erlauben es dem Kunden das Paket rund um die Uhr abzuholen und optimieren die Lieferzeit für Unternehmen. Der Paketbote hat weniger erfolglose Zustellungen und im Vorfeld kann die ideale Route von Packstation zu Packstation festgelegt werden. Auch werden die Fahrzeugemissionen um etwa 70 Prozent reduziert, sowie die Zustellkosten pro Paket um 35 Prozent gesenkt.
  • Elektrofahrzeuge: Durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen können Emissionen von CO2 und NOx deutlich reduziert werden. Auch die Nachtlieferungen könnten von Elektrofahrzeugen profitieren, da Sie leiser sind als herkömmliche Fahrzeuge. 
  • Auslastung bündeln: Eine Online-Plattform bringt Kunden zusammen, die Lagerfläche suchen oder zur Verfügung stellen. Dadurch können Lieferkosten um bis zu 25 Prozent und die Emissionen bis zu 30 Prozent eingespart werden.

Kombination der verschiedenen Lösungsansätze

Eine Vielzahl der Lösungen wird bereits für sich alleine umgesetzt. Um den kommerziellen Transport in den Städten zu verbessern, sollte aber eine Kombination aus den verschiedenen Lösungsansätzen umgesetzt werden. So kann zum Beispiel der Einsatz von Elektrofahrzeugen in Kombination mit Verteilerzentren und Nachtlieferungen die Lieferung beschleunigen und die Auslastung optimieren. Autonome Fahrzeuge sind beispielsweise an Orten mit hohen Arbeitskosten am attraktivsten, wohingegen sich Drohnen für weitläufigen Gebieten eignen. Elektrofahrzeuge werden in allen Branchen und Gebieten einen Nutzen bringen.

Fazit

Die Belastung des städtischen Verkehrs erfordert neue Technologien, neue Geschäftsmodelle und neue Vorschriften. Lösungen, wie Auftragsgruppierung, Nachtlieferungen und Routenoptimierungen können zeitnah umgesetzt werden. Der Einsatz von autonomen Fahrzeugen, Droiden und Robotern sind realistisch, werden aber noch einige Zeit benötigen, bis sie großflächige Verwendung finden.