10.02.2015

Die Digitalisierung des Gesundheitswesen bringt eine regelrechte industrielle Revolution und einen grundlegenden Umbruch mit enormen Chancen. Der eHealth-Sektor hat gerade erst Gestalt angenommen und bereits heute verändert er schon komplette Geschäftsbereiche, schafft neue Berufe und Herausforderungen. Wie Smart Healthcare unser Leben verändert, erfahren Sie hier.

Ein wichtiges Ziel der Digitalisierung im Healthcare-Bereich ist die umfassende Implementierung moderner IT-Tools, die Prozesse in Arztpraxen und Krankenhäusern beschleunigen und die Entwicklung der Medizintechnik vorantreiben. Darüber hinaus ist auch ein neuer medizinischer Versorgungsstandard durch die Digitalisierung von Gesundheitsinformationen ein übergeordnetes Ziel.

Elektronische Patientenakten, bildgebende Untersuchungsmethoden, Tablet-PCs, Telemedizin uvm. bringen das Gesundheitswesen in ein neues digitales Zeitalter. Die immer stärkere Nutzung digitaler und mobiler Devices in allen Altersschichten treibt die Smart Healthcare-Entwicklung voran. Papierlose Prozesse senken in Organisationen des Gesundheitswesens erheblich Kosten und verbessern die gezielte und schnelle Versorgung.

Gemeinsame Standards und optimale Usability

Um eine intelligente Vernetzung verschiedener IT-Systeme aus Apotheken, Arztpraxen, Krankenkassen und Krankenhäusern zu gewährleisten, müssen Informationen aus verschiedensten Quellen miteinander verknüpft werden. Insbesondere die internationale Zusammenarbeit und Einhaltung von Standards ist eine wichtige Hürde, die es zu nehmen gilt.

Bei der Planung und Realisierung innovativer telemedizinischer Produkte und Methoden muss auch die Usability, also der benutzerfreundliche Gebrauch der Tools gewährleistet sein. Es gilt, Bedienoberflächen so zu integrieren, dass auch IT-Anfänger sie gut nutzen und verstehen können. Datensicherheit und Patientenrechte haben im Digitalisierungsprozess selbstverständlich oberste Priorität.

Vorteile liegen auf der Hand

Die Chancen und Potenziale eines digitalisierten Gesundheitswesens liegen auf der Hand: Durch die smarte Datenverarbeitung und -analyse kann mithilfe genauer Patienten-Informationen über Einnahme und Dosierung, zum Beispiel bei häufig auftretenden Wechselwirkungen von Medikamenten, ein Behandlungsfehler umgangen werden. Die eHealth-Entwicklung und die damit verbundenen neuen Behandlungskonzepte- und Devices kommen der breiten Masse unmittelbar und zeitnah zugute.

Quantified Self und Wearables

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Bereits 57 Prozent der deutschen Freizeitsportler nutzen ihr Smartphone während des Sports in Verbindung mit einer Fitness-App. Die Quantified Self-Bewegung breitet sich seit einigen Jahren rasant aus. Wearables und andere Self-Tracking-Geräte treiben diese Entwicklung entscheidend voran. Bekennende Self-Tracker messen täglich ihren Blutdruck, das Gewicht, Schlafrhythmus, den Blutzuckerspiegel oder die Herzfrequenz. Via App oder Online-Portal teilen Sie die Daten mit anderen Self-Trackern. Diabetes oder Herzkrankheiten könnten früher erkannt und behandelt werden.

Quantified Self lässt sich in drei Segmente unterteilen:

  • krankheitsbegleitende Kontrollsysteme für chronisch Kranke
  • gesundheitsorientierte Trainingssysteme
  • intelligente Notrufsysteme

Vom Connected Device zum Connected Body

Wearables sind ein wichtiger Teil der Internet of Things-Bewegung und machen die Technologie für uns hautnah erlebbar. Einige Kontrollbesuche können smarte Wearables in naher Zukunft ersetzen. Wearables können darüber hinaus wahre Helfer im Bereich medizinischer Studien sein. Datensammlungen und individuelle Fitness- bzw. Gesundheitsanalysen stellen eine ideale Basis für die medizinische Forschung dar. Doch nicht nur in der Theorie sondern auch in der Praxis können Wearables die Medizin beeinflussen. Bereiten auch Sie sich auf die eHealth-Revolution vor und setzen auf Apps, Schnittstellen und mehrwertstiftende Technologie.

Best Practices

Google X

Aus dem Hause Google X, der Innovationsschmiede von Google, gibt es ebenfalls brandneue Entwicklungen: Das Forschungslabor arbeitet an der synthetischen Herstellung menschlicher Haut. Damit will Google ein Armband entwickeln, das Krankheiten frühzeitig erkennt. Das Wearable soll mithilfe der Kunsthaut Krebs und drohende Herzinfarkte frühzeitig erkennen und Alarm schlagen. Um das Armband und die Technologie dahinter in möglichst realistischer Umgebung testen zu können, sind künstliche Arme mit einer Kombination aus synthetischer Menschenhaut und Spenderhaut echter Menschen überzogen.

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Doctor in a Box

Mit Doctor in a Box holt man sich den digitalen Arzt in die eigenen vier Wände. Für die Anwendung wird lediglich ein Diagnose-Kit benötigt, das Patienten einen professionellen Arztbesuch in den eigenen vier Wänden ermöglicht. Das Kit besteht aus zwei Teilen. Teil 1 ist ein smartes Stethoskop, das u.a. in der Lage ist Herz und Lunge abzuhören oder in das Ohr des Patienten zu spähen. Das Stethoskop arbeitet mit faseroptischem Licht und projiziert High-Definition-Bilder auf die Oberfläche der Haut.

Teil 2 besteht aus einer Telekonferenz-Kamera, die der Nutzer zum Beispiel am eigenen Badezimmer-Spiegel befestigt. Die Kamera kann dabei sowohl als Video-Chat mit Ihrem Arzt fungieren, als auch Bewegungen, Temperatur als auch die Herzfrequenz des Patienten aufnehmen. Dank eines integrierten Projektors werden Bilder der Aufnahmen auf den Spiegel projiziert.

Apple Health

Apple Health ist eine Service-App, die alle digitalen gesundheitsrelevanten Daten des Benutzers sammelt. Die Anwendung dient dabei als Schnittstelle mehrerer unterschiedlicher Anwendungen. Dank des HealthKit-Standards ist Apple Health auch mit Drittanbieter-Software kompatibel, sodass Daten aus diversen Quellen übersichtlich erfasst und verwaltet werden. Health ist für das Betriebssystem iOS 8 ein zentraler Bestandteil der alle Gesundheitsbelange bündelt.

Über die App lassen sich Daten für alle Vitalfunktionen, wie Puls, Blutdruck, Kalorienverbrauch oder Werte wie Blutzucker oder Cholesterinspiegel, zusammenfassen und analysieren. Die digitale Patientenkarte ist ein hilfreiches Feature, das bislang einzigartig ist. Rettungskräfte können im Notfall vom Sperrbildschirm auf die Vitaldaten zugreifen. So erhalten Ersthelfer und Ärzte wichtige Informationen und können Allergiereaktionen vermeiden und Vorerkrankungen sowie Kontaktdaten des Hausarztes erfahren.

Fazit

Der Markt für die digitale Medizin wird sich laut Experten bis 2020 auf 200 Milliarden Dollar belaufen. Durch eHealth-Tools und digitalisierte Prozesse wird sich das Verhältnis zwischen Arzt und Patient in Zukunft noch stärker ändern. Auch Sie möchten Ihr Geschäftsmodell auf die nächste Stufe heben und Smart Healthcare-Funktionen oder -Apps integrieren? Kommen Sie auf uns zu und wir entwickeln gemeinsam ein individuelles Konzept.