19.03.2018

Szenario 1: Deutschland als Weltmarktführer für integrierte Plattform-Lösungen 

Im hochwertigstes Szenario agieren führende deutsche Unternehmen als integrierte Plattform-Provider. Als Basis dient dabei das gute Bildungs- und Forschungssystem sowie die bis dahin erreichte digitale Infrastruktur. Dabei würden die erfolgreiche Firmen State-of-the-art-Technologie, Kundenzentriertheit und Ingenieurwissen kombinieren. So könnten sie die komplette Wertschöpfungsketten für Kunden weltweit abdecken und zu den Weltmarktführern für integrierte Lösungen zählen. Klar ist für Deloitte aber auch, dass ein solches Szenario nur durch massive Investitionen zu erreichen ist. 

Szenario 2: Führungsrolle als weltweit anerkannte Spezialisten

Dieses Szenario geht von der Annahme aus, dass es dem Großteil der deutschen Unternehmen nicht gelingt, marktfähige integrierte Plattform-Lösungen zu entwickeln. Gründe dafür könnten zu hohe Komplexität und Kosten sein. Eine Alternative dazu ist die Positionierung als Spezialist für hochentwickelte, weltweit führende Produkte und Dienstleistungen, ähnlich der momentanen Situation im Maschinenbau und der Automobilbranche. 

Szenario 3: Deutschland als Fast Follower 

In diesem Fall agieren deutsche Unternehmen geschickt zwischen bewährten Kundenbeziehungen und bestehenden Technologien. Als sogenannte Fast Follower adaptieren sie schnell Technologien, die sich am Markt bereits bewährt haben, nehmen aber nur zögerlich neue und innovative Entwicklungen an. Im Vordergrund stehen Pragmatismus und Effizienz.

Szenario 4: Unternehmen als "Copycats"

In diesem Szenario kommt vor allem den kleineren Unternehmen eine Rolle der Nachnahmer so, also den sogenannten “Copycats”. Dabei wären die Firmen hauptsächlich mit dem Kopieren von Produkten und Dienstleistungen beschäftigt und nicht mit eigenen Innovationen, ebenso würde die Forschung leiden. Der Fokus läge dabei auf dem heimischen Markt, der Verlust von Arbeitsplätzen wäre eine Folge.