21.11.2019

Täglich halten sich potenzielle Käufer mehrere Stunden auf verschiedenen Social Media-Plattformen auf. Marken, die dort präsent sind, können ihre Produkte, Firmengeschichte oder die Weiterempfehlung anderer Kunden einer großen Gemeinschaft präsentieren. Im Vergleich zum regulären Online Shop werden Kunden in den sozialen Netzwerken direkt Produkte angeboten, die ihren Interessen entsprechen – basierend auf dem vorangegangenen Surfverhalten. Der endgültige Kauf kann inzwischen sogar direkt aus der Plattform heraus vollzogen werden.

Vorab: Ziele und Zielgruppe festlegen

Social Commerce eignet sich immer dann für Unternehmen, wenn diese wissen, welchen Kanal sie für ihre Angebote nutzen können. Vorab sollte immer festgelegt werden, wer die Zielgruppe ist und ob Social Commerce der bevorzugte Kontakt ist. Generell ist die Präsenz von Marken auf sozialen Netzwerken immer ratsam, da der Kunde so zusätzliche Informationen erhält. Gleichzeitig kann ein Austausch über Produkte und damit Empfehlungsmarketing stattfinden.

Doch die Nutzung eines solchen Angebots hängt auch stark von der Zielgruppe ab. Besonderen Anklang erzielen Unternehmen damit bei den Digital Natives, die bereits mit online und mobilen Geschäftsabschlüssen vertraut sind und es gewohnt sind, Paypal oder ähnliche Bezahlmethoden zu verwenden.

Direkte Kaufoption über Facebook, Instagram und Co.

Künftig sollen Nutzer immer häufiger aus dem Content heraus einkaufen können – auch wenn sie gerade gar nicht in einem Online-Shop unterwegs sind. Facebook, YouTube Instagram und Pinterest – alle bieten inzwischen zumindest die direkte Kaufoption an. Werbungtreibende können den “Shop Now Button” unter Fotos oder Videos von Produkten integrieren. So hat ein User die Möglichkeit, das Produkt, das ihm gefällt aus der App heraus direkt über den Shop zu bestellen. 

Social Commerce wird schon seit knapp zehn Jahren angetrieben und erlebt aktuell besonders durch Instagram ein Comeback. Die Bilder-Plattform verzeichnet mehr als eine Milliarde aktive User pro Monat. Wenig überraschend also, dass der Trend zum „Social Commerce“ von diesem Netzwerk mit am stärksten vorangetrieben wird. Obwohl Pinterest mit 291 Millionen aktiven Nutzern zwar kleiner als Instagram ist, erregt es noch etwas mehr das Kaufinteresse der Nutzer – bedingt durch die Nutzungssituation als Planungstool. Auch Snapchat hat diverse Commerce-Funktionen erweitert und bietet mehrere Werbeformate mit Transaktions-Fokus an.

Innerhalb Googles Produktportfolio bietet YouTube das größte Social-Commerce-Potenzial. Bereits seit 2015 ermöglicht die Plattform Video-Anzeigen, in denen die Advertiser Links zu den jeweils gezeigten Produkten einblenden können. Außerdem will Google noch dieses Jahr die „Shopable Image Ads“ auch innerhalb der eigene Bildersuche einblenden. Diese werden ähnlich den Shopable Posts von Instagram und Pinterest aufgebaut. 

Facebook geht noch einen Schritt weiter und beantwortet seinen Kunden nicht nur via Chatbot Fragen zum Wunschprodukt. Käufer können es auch innerhalb des Messengers bezahlen. Dazu muss der Kunde lediglich den Kaufen-Button nutzen. So ist eine einfache Beratung und Kaufabwicklung gewährleistet, ohne dass dafür eine zusätzliche Seite aufgerufen werden muss.

 

3 Tipps für Ihre Social Commerce Strategie

Zwar haben Händler das Potenzial des Verkaufskanals schon erkannt, aber viele könnten es noch besser nutzen. Wie? 

1. Im Dialog bleiben

Einzelhändler können es sich nicht länger leisten, den Einfluss von Social Media auf das Kaufverhalten der Nutzer zu ignorieren. Dabei gilt es, stets den Kunden und seine individuellen Interessen in den Mittelpunkt der Verkaufsstrategie zu stellen. Vermeiden Sie die Social Media-Kanäle als reine Verkaufsplattformen zu betrachten. Diese sind weit mehr. Bieten Sie Ihren Empfängern dialogische Interaktion und Storytelling-Elemente an.

2. Bilder nutzen

Ein qualitatives und klickstarkes Bild des Produkts funktioniert auch im Social Commerce immer – und meistens besser als Texte. Der visuelle Impuls ist beim Kauf eines Produkts der erste und wichtigste. Detaillierte und gut getextete Beschreibungen nützen nichts, wenn der User nicht zuerst auf das Bild klickt. Stellen Sie daher mit der richtigen Bildwahl emotionale Themenwelten für Ihre Zielgruppen her. 

3. Neukunden gewinnen, Stammkunden halten

Möchten Sie lieber Neukunden akquirieren oder vorwiegend Bestandskunden aktivieren? Kommentare und Empfehlungen bieten sowohl Neu- als auch Bestandskunden die Möglichkeit einer transparenten Produkt-Recherche. Eine Studie von PricewaterhouseCoopers zeigt: 77 Prozent der aktiven Social-Media-Nutzer halten die Empfehlung aus dem eigenen Netzwerk für glaubwürdiger als traditionelle Werbeinhalte in Print oder TV. Setzen Sie dieses Vertrauen für sich ein! 

  

Wollen Sie Ihre Social Commerce-Strategie erweitern? Sprechen Sie uns gerne an. Wir entwickeln mit Ihnen eine passende Lösung.