20.06.2016


Betrachtet wurde dabei die Social-Media-Aktivität (30 Großunternehmen (min. 500 Mio Umsatz p.a.) und 30 mittelständischer Unternehmen (max. 500 Mio Umstaz p.a.) in einem Zeitraum vom 30. Mai bis zum 6. Juni 2016. Nicht nur Facebook und Twitter, sondern auch Youtube, Xing.de und LinkedIn.com spielten hierbei eine Rolle. Dabei wurden folgende Zahlen ermittelt:

  • 75 Prozent aller betrachteten Automobilzulieferer betreiben min. einen Social-Media-Kanal
  • Dabei sind es 96,7 Prozent der Großkonzerne und
  • Nur 53,3 Prozent der mittelständischen Unternehmen

Entscheidend ist nicht, einen Account zu besitzen, sondern ihn auch aktiv zu betreiben. Hier schlummert noch großes Potenzial. Bei den mittleren Unternehmen hat nicht einmal jeder vierte einen aktiven Auftritt in einem der betrachteten Medien, während bei den Großunternehmen 83,3 Prozent aktiv im Netz unterwegs sind.

“Social-Media-Heavy-User” - drei oder mehr aktive Internet-Kanäle

Bosh, Continental, ZF oder Mantel+Hummel sind Beispiele für “Social-Media-Heavy-User”, die drei oder mehr Social-Media-Kanäle nutzen. Insgesamt 50 Prozent der Großunternehmen gehören zu diesen Intensivnutzern. Bei den mittelständischen Unternehmen sind es nur 3,3 Prozent, was sich dadurch erklären lässt, dass einige oft sehr spezialisiert sind und eine spezialisierte Zielgruppe ansprechen, was das Engagement erschwert. Manche verschwenden das Potenzial aber auch ganz einfach, da sie zwar gute Produkte oder Dienstleistungen anbieten, aber nicht in den sozialen Netzwerken erwähnen. Zusätzlich sind auch 60 Prozent der mittelständischen Auftritte nicht mehr auf dem neuesten Stand oder werden gepflegt, während bei den Großkonzernen 75,5 Prozent der Kanäle aktiv bearbeitet werden.

Interessanterweise wird Facebook von den deutschen Automobilzulieferern nicht so stark genutzt (36,7%), wie YouTube (58,3%), das Karrierenetzwerk Xing (55,0%) und LinkedIn (46,7%). Solche Karrierenetzwerke werden vor allem von großen Unternehmen genutzt, mindestens jedes zweite Unternehmen ist auf diesen Seiten aktiv, während auch hier die mittelständischen Unternehmen mit weniger als 10 Prozent auf diesen Netzwerken aktiv sind. Sie bevorzugen Facebook, was man daran sieht, dass 20 Prozent dieser Unternehmen dort zu finden sind. Bei Großunternehmen ist es fast jeder zweite. Corporate Blogs sind für mittelständische Unternehmen gar nicht und für die größeren nur teilweise relevant.

Facebook spielt aber auch bei der Reichweite eine große Rolle. Die Seiten der großen Automobilzulieferer hat die jeweilige Seite durchschnittlich 90.000 Likes, die kleineren ungefähr 1.400. Als nächstes folgt LinkedIn mit über 33.000 Followern durchschnittlich, bzw den mittelstänidschen Unternehmen über 1.000 Followern und ist damit bei Automobilzulieferern die zweitstärkste Social-Media-Plattform.

(Quelle: lead-digital.de)