26.03.2018

Gesundheits- und Medical-Apps erweisen sich zunehmend als effektive digitale Hilfestellung im medizinischen Alltag. Im Bereich sektorenübergreifende Datenerhebung und -austausch stellen sie qualitativ eine neue Stufe von Software dar. A Was im herkömmlichen Modell nicht optimal umgesetzt werden konnte, ist durch Apps viel einfacher möglich. So hat doch fast jeder Patient ein Smartphone in der Tasche und nutzt dieses mehrfach am Tag. Ob Fitnessdaten, Vitalparameter oder Daten von Messgeräten: Die App auf dem Smartphone ermöglicht Datenakquisition und -zugriff.

Lebensqualität objektiv messbar machen

Für die deutsche Niederlassung des internationalen Pharmakonzerns Lilly haben wir eine Software entwickelt, mit deren Hilfe Schwerpunktpraxen die Lebensqualität von Patienten mit Hypophysen-Insuffizienz erfassen und dokumentieren können.
Da die Lebensqualität ein sehr subjektiver Faktor ist, wurde ein Fragebogen entwickelt und wissenschaftlich validiert, um die Messungen objektiver zu gestalten. Die einzelnen Werte werden in der behandelnden Praxis erfasst und zu einem Score verrechnet. Befindet sich ein Patient im roten Bereich, wird durch die Gabe von Wachstumshormonen versucht, seinen Score – und damit seine Lebensqualität – positiv zu beeinflussen. Die Software namens QLS-H-Tracker dient dabei als Dokumentationswerkzeug.

Medizinprodukt – ja oder nein?

Ob die Anwendung ein Medizinprodukt ist oder nicht, hängt dabei von der Zweckbestimmung der Software ab. "Sobald diese Teil einer therapeutischen Entscheidung ist, muss die App als Medizinprodukt angesehen und den regulatorischen Anforderungen entsprechend entwickelt werden", erklärt TWT Digital Health-Projektmanager Tobias Klingenfuss.


Mehr zum Projekt und zu der Frage "Medizinprodukt oder nicht?" erfahren Sie in der Case Study der TWT Digital Health.