17.10.2007

Die Veröffentlichung einer repräsentativen Studie von Convios Consulting und der Universität Augsburg, in Auftrag gegeben von Google, holte in den vergangenen Tagen die Touristikbranche auf den Boden der Tatsachen zurück.In der Studie verglichen die Marktforscher ein Jahr lang die Nutzerpräferenzen bei der Reisebuchung im Internet. Die Befragten sollten zwischen verschiedenen Anbietern wie Suchmaschinen, Veranstaltern aber auch Web 2.0 Angeboten wie Reise-Communities vergleichen und ihre Vorlieben darstellen. Erforscht wurden acht einzelne Schritte während des Vorgangs der Online-Buchung, vom Prozesseinstieg über Preisvergleich und Anbieterwahl, bis hin zu eigentlichen Buchung. Dabei erlangten Suchmaschinen eine für die Touristikbranche erschreckend hohe Positionierung. Mit Ausnahme der Buchung, die Suchmaschinen nun ja nicht anbieten, führten diese alle anderen Rankings, gefolgt von den Online-Reisebüros, mit Abstand an. Hier wird dann die Buchung abgeschlossen, 25 Prozent der Flüge und Hotels, sowie 20 Prozent der Pauschalreisen werden im Anschluss sogar offline und ganz klassisch im Reisebüro gebucht.

 

Die Studie stellte heraus, dass die Markentreue bei der Wahl des Reiseanbieters äußerst gering ist. Das bestätigt auch Jan Oetjen, Deutschland-Chef von lastminute.com in einem Interview mit der FVW. Die Branche hätte sich online Jahre lang nur gegenseitig kopiert anstatt auf die Bedürfnisse der User einzugehen. Dabei sei die Seitengestaltung und Usability für die Kundenbindung enorm wichtig.

 

Die vollständige Studie mit allen erhobenen Zahlen und Fakten steht kostenlos als PDF zum Download bereit.