06.10.2017

Digitale Technologien unterstützen Dermatologen bei der Diagnose und Behandlung von Hauterkrankungen. Dies ist dringend nötig, wenn man aktuelle Zahlen der Weltgesundheitsorganisation betrachtet. Zwei bis drei Millionen Menschen erkranken jedes Jahr weltweit an Nicht-Melanom-Hautkrebs. Die jährlichen Kosten für die Behandlung von Hautkrebs werden auf 8,1 Milliarden Dollar geschätzt. Davon entfallen 4,8 Milliarden für die Behandlung von Nicht-Melanom-Hautkrebs und 3,3 Milliarden für Malignes Melanom.Innovative Lösungen haben einen großen Einfluss auf die Gesundheitsversorgung im Allgemeinen; im Falle von gewissen Teilfeldern, wie der Chirurgie, kann der Einsatz von Digitallösungen das gesamte Gebiet verändern. Von welchen Technologien Dermatologen und ihre Patienten am meisten profitieren, fassen wir hier zusammen.

Telemedizin

Hautbilder per Smartphone schicken und eine persönliche Beratung vom Dermatologen erhalten? Das gelingt über Telemedizin. Dabei wird eine räumliche Distanz zwischen Arzt und Patient überbrückt, zum Beispiel über eine virtuelle Beratung. Eine weitere Innovation sind Plattformen, auf denen Patienten Bilder hochladen können und Ratschläge von Dermatologen erhalten. 

Patienten brauchen so nicht in überfüllten Wartezimmern Platz nehmen, wenn eine Online-Beratung erstmal ausreichend ist.

Zentrale Datenbanken

Datenbanken und Analytics stemmen auch komplexe Systeme wie das Gesundheitswesen. Die Qualität und Koordination wird in der Pflege verbessert; Kosten minimiert; eine unnötige Nutzung von Ressourcen entfällt. In den USA wurden bereits Datenbanken erstellt, die Millionen Patientendaten bündeln und miteinander vernetzen. Medizinische Fachleute können so eine qualitativ hochwertige Pflege ermöglichen und analytische Berichte ziehen. Patienten können auch einen personalisierten Zugang anfordern, um eine private Analyse zu erhalten.

Robotik

In New Jersey wurde vor Kurzem ein Roboter entwickelt, welche in der Lage ist einen 360-Grad-Scan des ganzen Körpers vorzunehmen. Zusätzlich kann Robotics unterstützen eine Laserbehandlung der Haut vorzunehmen. Dies kommt zum Beispiel bei Hautkrebsarten zum Einsatz. Die Roboter-Behandlung ist dabei äußerst präzise.

Künstliche Intelligenz

IBM bietet Dermatologen an, Ergebnisse von Hautbildern auf der e-Learning Plattform Watson hochzuladen. Melanome und andere Arten von Hautkrebs werden so durch Künstliche Intelligenz schneller analysiert. Schon jetzt kann das System eine genaue Diagnose von 80 Prozent liefern. Über Datenbanken, die hunderttausende Hautkrankheitsbilder beinhalten, werden KI-Systeme trainiert. Algorithmen zeigen eine visuelle Diagnose von potentiellen Hautkrankheiten. 3D-DruckKosmetische und pharmazeutische Produkte lassen sich auch auf dem 3D-Drucker testen. Prototypen erschaffen funktionelle menschliche Haut. Mehr dazu in diesem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=q8DnF0tF7D0

Social Media

Facebook, Twitter, Instagram oder LinkedIn: Auf Social Media-Plattformen tauschen sich Nutzer aus – auch zu Gesundheitsthemen. Dermatologen können diesen Community-Charakter ebenfalls für sich nutzen und virtuelle Räume zum Austausch schaffen. Solch eine Plattform ist Webicina. Hier lassen sich News aus dem Medizinbereich finden oder Anwendungen, die für Dermatologen sinnvoll sein könnten.

Gesundheitssensoren

Wearables und Sensoren haben die Gesundheitsbranche revolutioniert. Gadgets messen Puls und Herzfrequenz; unterstützen bei der Auswertung der eigenen Fitness. In Zukunft werden einige dieser Gadgets nicht nur Messungen durchführen, sondern auch erste Diagnosen anbieten können. L’Oréal hat zum Beispiel einen tragbaren Sensor für die Messung von Sonneneinstrahlung entwickelt. Das Gadget warnt den Träger davor, wenn dieser zu lange in der Sonne ist und Sonnenbrand bekommt. Ein Wechsel der Farbe auf dem Gadget warnt vor Hautkrebs.

Fazit

Technologien verändern das Gesundheitswesen von Grund auf. Wir haben die neuesten Entwicklungen für Sie auf dem Schirm. Sprechen Sie uns gerne an und revolutionieren Ihr eigenes Business.