13.02.2013

Wenn sich der Kunde im Online-Shop nach einer Bestellung fragen muss „Ist meine Bestellung wirklich angekommen?” dann können Sie sicher sein, dass Ihre Checkout-Seite optimierungsbedürftig ist. Nachdem der Käufer auf den Bestell-Button geklickt hat, sollte er so gut wie möglich aufgefangen werden und ein sicheres Gefühl erhalten.

Eine Checkout-Seite zeigt Ihren Kunden nicht nur dass die Bestellung sicher abgeschickt wurde sondern auch, dass der Vorgang ordnungsgemäß ausgeführt wird. Eine unstrukturierte und unpersönliche Bestätigungsseite lässt den Käufer jedoch mit einem schlechten Gefühl zurück und die Wahrscheinlichkeit für einen Wiederholungskauf sinkt erheblich.

 

Dabei gibt es verschiedene Wege, wie eine Danke-Seite im Checkout positiv auf die Kundenzufriedenheit, Kundenbindung und letztlich auch auf den Umsatz Ihres Online-Shops einzahlen kann. Einer der wichtigsten Faktoren bei der Customer Journey ist es, das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen. Wie genau Sie das erreichen können, zeigen unsere Tipps für die Bestätigungs-Seite im Checkout:

Mitgliedsbereiche einbinden

Die Bestätigungsseite nach einer Bestellung ist die optimale Gelegenheit in der Customer Journey, um den Nutzer in einen Mitgliedsbereich zu lenken. Geben Sie den Kunden nach einer anonymen Gastbestellung immer die Möglichkeit, sich persönlich anzumelden. Gute Gründe für ein Mitglieds-Profil sind beispielsweise spezielle Services wie Rechnungskauf, Sendungsverfolgung, One-Click-Shopping (schnellere Folgebestellungen) oder das Speichern von Größenprofilen.

Transparent sein

Der Regret-Effekt, oder auch Post Mortem Analyse genannt, beschreibt die Bedenken, die ein Kunde nach einem Kauf hat. Es ist ganz normal, dass es bei einem Kunden nach dem Online-Kauf zu einer kurzen Phase des Zweifelns oder Bedauerns kommt.

Dies sind mögliche Fragen, die sich der Kunde stellt:

  • War dies wirklich das beste Angebot?
  • Bekomme ich bei diesem Anbieter wirklich den besten Service?
  • Hätte ich noch länger recherchieren können?
  • Ist die Ware wirklich ihren Preis wert?

Die Fragen entstehen aus einer psychologischen Rechtfertigung des Kaufs vor sich selbst heraus. Aus diesem Grund sollte die Danke-Seite dem Kunden das Gefühl vermitteln, dass der Kauf des jeweiligen Produkts eine richtige Entscheidung war. Eine klare Darstellung der nächsten Schritte im Kaufprozess, z.B. Versandvorgang, suggeriert dem Kunden „alles wird gut”.

 

Geben Sie deswegen eine Bestellnummer an und versichern Sie dem Käufer, dass bereits eine Bestätigung in seinem E-Mail-Postfach liegt. Bieten Sie auch die Möglichkeit an, Bestelldaten auszudrucken. Das Gefühl von Sicherheit und Transparenz tragen dazu bei, dass das Vertrauen des Users in Ihren Shop langfristig gestärkt ist und er mit einem positiven Gefühl zurück bleibt.

Newsletter anbieten

Das Commitment für einen Online-Händler nach dem Kauf ist weitaus höher als auf der Startseite eines Shops. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit deutlich höher, dass Interesse an Aktionen, Rabatten oder sonstigen Angeboten des Shops besteht. Die Bestätigungsseite kann somit ein sehr guter Ort für die Abfrage zum Newsletter-Abo sein. Dies funktioniert jedoch nur, wenn dem Nutzer der Mehrwert klar ist. Zeigen Sie einen Beipielnewsletter an, sodass der User nicht das Gefühl hat, die Katze im Sack zu kaufen.

 

Gutscheine verteilen

Gutscheine sind immer eine gute Möglichkeit, um den Kunden zu binden und einen erneuten Kauf anzustoßen. Coupon-Codes und Gutschein können außerdem vermehrt dazu beitragen, dass der Kunde den Shop via Mundpropaganda weiterempfiehlt. Sie können z.B. auch direkt nach dem Kauf Gutscheine anbieten, die innerhalb der nächsten 15 Minuten eingelöst werden und so noch mit der vorherigen Bestellung bearbeitet werden.

Weitere Produkte anzeigen

Das Crossselling funktioniert vor allem bei komplementären Produkten sehr gut, wie etwa beim Kauf einer Taschenlampe die passenden Batterien anzubieten. Auch an dieser Stelle kann dem Käufer noch etwas mehr Zeit gegeben werden, um die Bestellung durch die im Crossselling angezeigten Produkte zu ergänzen. Die nachträglich hinzugefügten Produkte können dann ebenfalls der aktuellen Bestellung zugeordnet werden. Diese Funktion sollten Sie deutlich kenntlich machen, da Sie sonst wichtiges Potenzial verschenken.

Persönlich werden

Die Bestätigungsseite muss nicht nur aus einem unpersönlichen zweckorientierten Text bestehen. Ein persönlicher Kontakt, eventuell sogar mit Foto, gibt dem Kunden die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Ein individuelles Danke-Foto, auf dem z.B. einige oder alle Mitarbeiter abgebildet sind, stärkt das Gefühl in Ihrem Shop persönlich beraten und aufgehoben zu sein.

Social Sharing ermöglichen

Likes und Shares in sozialen Netzwerken wirken sich positiv auf die Bekanntheit und Reichweite Ihres Shops aus. Scheuen Sie sich nicht davor, Ihre Kunden deutlich darum zu bitten, Facebook-Fan Ihres Shops zu werden. Sie können auch die Funktion einbinden, bereits vergangene Bestellungen zu bewerten und zu teilen. In dem Zusammenhang bieten sich auch exklusive Vorteile nach dem Gamification-Prinzip an: entwickeln Sie Belohnungssysteme, bei denen Punkte vergeben und Ranglisten mit Rabatten erstellt werden.

Das Danke steht an erster Stelle

Um die letzte Seite im Online-Shop möglichst effizient zu gestalten, sollte zu allererst priorisiert werden, welches Ziel im Vordergrund steht. Möchten Sie eine Verkaufssteigerung erzielen oder doch eher die Erhöhung der Reichweite, Kundenzufriedenheit oder die Bekanntheit des Shops steigern? Dabei sollten Sie aber nie vergessen: Die Bestell-Bestätigung und vor allem das höfliche Dankeschön steht immer an erster Stelle.

 

Um Ziele zu definieren und den Online-Shop technisch umzusetzen und zu betreuen, helfen wir Ihnen gern. Sprechen Sie uns an.