06.10.2015

Smartwatches wie die Apple Watch stehen hoch im Kurs: Im zweiten Quartal 2015 hat Apple bereits 4 Millionen Stück seiner Datenuhr verkauft. Laut BITKOM haben 4 von 10 Deutschen generelles Interesse daran, sich eine Smartwatch zuzulegen. Der anhaltende Wearable-Trend wird unsere Art zu kommunizieren weiter verändern, zum Beispiel im E-Mail-Marketing. Nach der Optimierung für Smartphone und Tablet, hält die E-Mail nun auch Einzug auf dem Wearable.

Den Posteingang am Handgelenk verfolgen? Dies ermöglichen die neuen Smartwatch-Modelle. Die Bedienung erfolgt dabei über einen Miniatur-Touchscreen. Via Scrollen, Zoomen, Navigieren und Sprachbefehle kann der Startbildschirm betätigt werden. Smartwatches wie die Apple Watch besitzen allerdings keine Internetverbindung, sodass eine Verknüpfung zum iPhone nötig ist, um beispielsweise E-Mails abzurufen.

Neue Herausforderungen für E-Mail-Marketer

Die Devices stellen Versender von Newslettern vor gänzlich neue Herausforderungen. Auf dem Display der Smartwatch ist wenig Platz, so dass die Darstellungsmöglichkeiten begrenzt sind. Absender, Betreffzeile und Pre-Header werden in nur wenigen Zeichen angezeigt. Ob ein Newsletter zum Weiterlesen auf das Smartphone geschickt wird, entscheiden die Nutzer einer Smartwatch in Sekunden. Eine optimale Darstellung für dieses Device wird E-Mail-Marketer in den nächsten Jahren beschäftigen. Der Trend geht hier hin zu Text-Mails. Diese gewinnen ihre Relevanz im Zuge der Wearable-Bewegung zurück. Bilder, Farben und aufwendige Layouts entfallen auf der Smartwatch und werden durch reine Text-Versionen ersetzt.

 

Präziser Content mit Mehrwert

Die Hürde eine auf der Smartwatch aufgerufene E-Mail auf dem Desktop oder dem Smartphone weiterzulesen ist relativ hoch. Lediglich Mailings mit klarem Mehrwert werden den Empfänger überzeugen, den Newsletter aus Interesse zu einem späteren Zeitpunkt zu öffnen. Für E-Mail-Marketer bedeutet dies: Die wichtigsten Informationen müssen direkt zu Beginn stehen. Dafür hat der Texter auf dem Wearable nur 16 Zeichen zur Verfügung. Welche Herausforderung das für Redakteure und Marketer bedeutet, verdeutlichen die folgenden Beispiele von optivo.

Screen optivo

Bild: optivo

Des Weiteren ist zu beachten, dass Links auf der Apple Watch und Co. nicht angeklickt werden können. Ein klarer Call-to-Action sollte vermitteln, dass die hinterlegte Landingpage auf einem Second Screen zu öffnen ist oder ein Coupon am Point of Sale eingelöst werden kann.

Zentrale Tipps für Marketer

  • Achten Sie auf einen eindeutigen Absendernamen
  • Nennen Sie das Wichtigste zuerst und knapp in der Betreffzeile (16 Zeichen)
  • Nutzen Sie den Pre-Header, um diesen mit aussagekräftigen 32 Zeichen zu befüllen
  • Stellen Sie die zentralen Informationen an den Anfang des Nachrichteninhalts
  • Streichen Sie Wiederholungen und Füllwörter konsequent
  • Text ist Trumpf: Vergessen Sie nicht, dass die Smartwatch keine HTML-Version anzeigt

Fazit

E-Mail-Marketer sollten schon jetzt den Markt der Smartwatches beobachten und für sich erschließen. Wenn die Nutzung der Smartwatches genauso rasant ansteigt, wie die der Smartphones, wird sich die Registrierung einer eingegangen E-Mail auf das neue Gadget verlagern. Die E-Mail ist und bleibt eines der wichtigsten Medien innerhalb der Unternehmenskommunikation. Wir meistern gemeinsam mit Ihnen die Herausforderungen der neuen Gadgets. Sprechen Sie uns gerne an!

(Quelle: Inxmail/optivo)

(Bild-Quelle: pastemagazine.com)