06.12.2011

Mobile Apps, die mit Orten und Objekten agieren, Mobile Search oder Shoppen und Bezahlen über das Smartphone - diese Key-Entwicklungen setzen sich in 2012 durch. Sowohl privat als auch beruflich nimmt die mobile Nutzung stetig zu. Nächstes Jahr, so Schätzungen der Mobile Ad Spezialisten von Google, werden 85 Prozent der Handys internetfähig sein. Für Online-Konzepte heisst das: Wie kann ich die Trends im mobilen Sektor berücksichtigen und gezielt für meine Marke oder mein Untenehmen einsetzen?

 

Die mobile Internetnutzung steigt in Deutschland weiter an. Ein Drittel der Bevölkerung surft bereits 2011 mobil auf Smartphone und Co. - Tendenz steigend. Der Vorteil: Flexibilität und Ortsbezogenheit. Daher kommen Marketing-Manager 2012 an diesen mobilen Lösungen nicht vorbei:

Mobile Apps: Consumer, Business, Everywhere

Apps haben sich zu einem relevanten Wirtschaftsfaktor entwickelt. Bis 2012 erreicht der Markt ein Volumen von 12,8 Milliarden Euro. Immer mehr Unternehmen machen sich den steigenden Trend zu Nutze und bieten Mobile Apps, um ihre Zielgruppe auf mobile Nutzer auszuweiten. Den Consumer-Markt haben Apps daher längst erobert. 2012 werden sich mobile Applikationen auch im Business-Umfeld etablieren: Im Kontext von Services und Dienstleistungen werden sich mobile Anwendungen durchsetzen, die aus Endgeräten – besonders stark vertreten das iPad – ein Universalwerkzeug z.B. für Außendienstmitarbeiter oder Handelsvertreter machen. So lassen sich alle relevanten Kundendaten inklusive Bonitätsauskünfte einsehen, Aufträge oder Berichte direkt digital erfassen und Location Based Funktionen wie “Kunden in der Nähe” via GPS nutzen.

Location-based-Services: Ortsbezogen Potenziale ausschöpfen

Das Potenzial von Location-based-Services ist noch lange nicht ausgeschöpft. Laut Gartner Prognosen wird das Segment bis 2014 anderthalb Milliarden Nutzer erreichen. Der Einsatz zur Kundenbindung ist vielfältig: Gastronomische Angebote, Rabatte für den ersten eingecheckten User oder diverse Wertgutscheine. Die Features der GPS-Anwendungen werden sich nicht mehr nur auf Orte beziehen, sondern u.a. auf Geschlecht, Alter und Beruf des Nutzers ausweiten.

 

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Mobile Search: Lokale Bedürfnisse unmittelbar bedienen

Die mobile Suche wird 2012 zunehmend von Konsumenten für Preisvergleiche, Reservierungen oder Produktinformationen genutzt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf lokalen Anfragen: Ein Drittel aller Nutzer beschäftigt sich mit regionalen Erkundigungen und agiert dabei zumeist aktionsgetrieben, um sofort ein interessantes Angebot zu erhalten, ein bestimmes Produkt unmittelbar zu erwerben oder eine Dienstleistung zeitnah in Anspruch zu nehmen. Damit eignet sich mobile Search ganz speziell für lokale Inhalte und  Werbeangebote. Nach Angaben von Google wird etwa jede dritte Suche nach einem Restaurant von einem Mobiltelefon aus abgeschickt. Weitere rund 60 Prozent suchen einen stationären Handel in ihrer Umgebung auf, nachdem sie sich mobil darüber informiert haben.

M-Commerce: Mobile verkaufen und bezahlen lassen

Das mobile Einkaufsvolumen steigt weltweit bis 2015 auf 119 Milliarden Dollar. Momentan nutzen bereits 50 Prozent der Smartphone-Besitzer die Möglichkeit zum mobilen Shoppen. Das bedeutet viel ungenutztes Potenzial für Unternehmen. Im M-Commerce ist festzustellen: Je größer das Display, umso höher ist das Kaufinteresse. Daher wird vermehrt über Tablets geshoppt. Derzeit bezahlen schon einige Verbraucher ihre erworbenen Produkte direkt mobil. Virtuellen Gütern wie Apps und Medieninhalten kommt bislang noch eine größere Aufmerksamkeit zu, als physischen Gütern. Bereits heute sind weltweit rund 141 Millionen Mobile Payment-Nutzer zu verzeichnen. Der Trend: im kommenden Jahr werden Käufer zunehmend ein mobiles Endgerät zur Hand nehmen, als ihre Geldbörse.

Mobile E-Mail: Bedürfnisse wecken, Service bieten

Die E-Mail wurde bereits totgesagt aufgrund von Mobile und Social Media Marketing. Bis 2014 soll sich jedoch die Zahl der Mail-Versender auf 713 Millionen erhöhen. HTML-Newsletter mit relativ aufwendigen Layouts werden bislang häufig noch fehlerhaft auf Smartphone-Displays angezeigt. Zu den Herausforderungen bei der Optimierung für eine mobilfreundliche Darstellung gehören u.a. unterschiedliche Betriebssysteme, Browser und E-Mail-Clients sowie auf Inhaltsebene die E-Mail-Usability und -Darstellung in Form von Bildanzeige, Schriftbild, Klickbarkeit von Links sowie grundsätzliche Anzeigefähigkeiten (Plain-Text oder HTML). Die neueste Entwicklung in diesem Segment sind unmittelbare Services in HTML-Newslettern durch eine direkte Anrufmöglichkeit. Verschickt z.B. ein Pizzaservice seine Angebote per Newsletter, kann eine direkte Durchwahlnummer per Call-Button für den Nutzer eingebunden werden, um seine Bestellung aufzugeben.

Mobile Usability: Von Skalierbarkeit bis Touch-Optimierung

79 Prozent der Online-Marketer haben keine auf Mobile optimierte Webseite. 2012 wird mobile Optimierung jedoch für alle Segmente relevanter denn je: Desktop-PC, Laptop, Tablet, Smartphone – die Vielfalt an Endgeräten, auf denen Webseiten abgerufen werden, nimmt zu. Skalierbarkeit ist DAS Thema, wenn es darum geht, Online-Inhalte als mobile Angebote auf den verschiedenen Endgeräten immer in optimaler Darstellungsform zur Verfügung zu stellen. Die Skalierbarkeit sorgt dafür, Online-Auftritte in eine formatgerechte, lese- und nutzerfreundliche Darstellung zu bringen. Auch beim mobile Shopping liegt der Fokus 2012 auf nutzerfreundlicher Navigation zu den gewünschten Produkten und dem Warenkorb. Umso eher schließt der Kunde den gesamten Kaufprozess ab. Die Response erfolgt nicht per Mausklick, sondern per Fingerdruck. Der Warenkorb-Prozess darf daher keine Barrieren oder Verweise auf Webseiten haben, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind.