13.02.2015

Die Art und Weise wie wir reisen und uns fortbewegen ändert sich. Technologien der Automotive Branche nehmen Einfluss auf unsere Mobilität und machen aus Autos autonome Vehikel. Das Auto der Zukunft wird verbunden sein – und das nicht nur mit einem Monitor, sondern mit Netzwerken zur Kommunikation, mit anderen Autos und mit einer intelligenten Infrastruktur. Marktforscher von Juniper Research gehen davon aus, dass 2017 jedes fünfte Auto in Westeuropa durch Apps verbunden ist. Investoren und Hersteller entdecken die Automobilbranche daher aktuell ganz neu. Wir haben die 6 spannendsten Automotive-Trends für Sie, die die Mobilität prägen werden.

Trend 1: Autonome Vehikel bringen Passagiere von A nach B

Ganz ohne Fahrer am Steuer kommen autonome Vehikel aus. Die teil- und vollautomatisierten Fahrzeuge transportieren die Passagiere ohne manuelles Eingreifen an ihr Ziel. Das Self-Driving-Car von Google zählt zu den ersten innovativen Projekten auf diesem Gebiet. Passagiere wären nur noch dafür verantwortlich das Fahrziel auszuwählen und könnten die Fahrzeit effizient nutzen. Ältere Menschen oder Personen mit Sehbehinderung würden eine viel größere Mobilität genießen. Das autonome Vehikel würde zu einer gesteigerten Selbstständigkeit verhelfen – und das ganz ohne Brems- und Gaspedal. Experten gehen des Weiteren von weniger Staus und einer gesteigerten Kraftstoffeffizienz aus.

Trend 2: Connected Car – sicher, praktisch, vielseitig

Im Fahrzeug der Zukunft wird ein Internetzugang zur Grundausstattung gehören. Vor allem die Verbindung mit dem eigenen Smartphone oder Tablet verspricht eine sichere und praktische Auto-Zukunft. Die Generation Facebook erwartet ganz selbstverständlich, dass ihre Smartphones und ihre Tablet-Rechner im Pkw so mühelos und umfassend funktionieren wie daheim auf dem Sofa.

Des Weiteren kann das mobile Endgerät als Schnittstelle zur Werkstatt fungieren. Autodaten werden so gebündelt und bei technischen Problemen direkt an die zuständige Werkstatt gesendet. Im dritten Quartal 2014 hat der nordamerikanische Telekommunikationskonzern AT & T bereits 500.000 Teilnehmer bei der Sammlung und Auswertung von Autodaten verzeichnet. Die Informationen können vom Hersteller unmittelbar für Software-Updates, Verkehrsdaten und weitere Optimierungen am Fahrzeug genutzt werden. Auch Apple setzt mit CarPlay auf eine sichere Möglichkeit, das iPhone im Auto zu benutzen. Alles, was der Nutzer während der Fahrt mit dem iPhone machen will, wird auf das Autodisplay projiziert.

Trend 3: Kollaborative Mobilität boomt

Uber und ZipCar machen es vor: Car-Sharing liegt im Trend. Die “Was deins ist, ist auch meins”-Mentalität ist nicht neu. Angefangen hat die Entwicklung mit dem Teilen von Software (Open Source). Heute ist es überhaupt nicht mehr abwegig, ein Auto mit mehreren Nutzern zu teilen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf macht es vor: Seit 2012 stellen Anbieter Fahrzeugflotten zur Verfügung, die sich großzügig über weite Teile des Stadtgebietes verteilen. Die Autos lassen sich spontan dort anmieten, wo sie benötigt werden. Bezahlt wird nach Minuten. Dieser Service lohnt sich vor allem für Nutzer, die nicht regelmäßig ein Auto benötigen, aber in einer Großstadt gerne flexibel mobil sein wollen.

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Trend 4: Der Durchbruch der E-Autos steht kurz bevor

Elektronikkonzerne wie LG und Samsung haben die Automobilbranche für sich entdeckt. Für 2015 wird bereits ein Marktanteil von 5 Prozent für die sogenannte E-Autos prognostiziert. Elektroautos sind leistungsfähiger und effizienter, da sie keinerlei lokale Emission an die Luft abgeben. Der Fahrzeug-Hersteller Tesla zählt zu den Vorreitern auf diesem Gebiet. Das aktuelle Modell kommt mit einer Batterieladung von gut 300 Kilometern aus.

Trend 5: Soziales Netzwerk für Autofahrer

BMW iSeries zählt zu den ersten Netzwerken für Autofahrer. Das Navigationssystem “Flinc” zeigt Fahrgemeinschaften nicht nur den kürzesten Weg zum Abholen der Mitreisenden an, sondern ermöglicht ebenfalls das Hochladen von Profil-Bildern der Passagiere innerhalb des Netzwerks. So entsteht ein eigener sozialer Kosmos rund um die BMW iSeries-Fahrgemeinschaft. Wer die mobile Mitfahrzentrale nutzen möchte, lädt sich die passende App runter und meldet seine Fahrt via Smartphone an. Diese Art von Netzwerk für Autofahrer gestaltet  das Fahrerlebnis sozial und effizient. Apps werden in der Lage sein, kurze Fahrwege zu planen und Menschen mit identischem Ziel zusammen zu bringen.

Trend 6: Neue Materialien begünstigen innovative Technologien

Mittelfristig werden neue Technologien zur Automobilfertigung, einschließlich dem 3D-Druck, die Fahrzeugkonstruktion prägen. Reduziertes Gewicht, höhere Leistung und neuartige Designs stehen für das Auto der Zukunft. In den USA fährt bereits das erste weitgehend im 3D-Verfahren hergestellte Auto auf der Straße. Der Stoff des Autos ist derselbe, aus dem auch Lego-Steine gefertigt sind. 44 Stunden hat es gedauert, bis der 3D-Drucker die Struktur des Stratis gebildet hatte.

Die resultierenden Chancen und Marktpotenziale für Drittanbieter sind bei all den aufgezeigten Automotive-Entwicklungen deutlich hoch. Positionieren Sie sich also rechtzeitig am Markt, um die digitalen Veränderungen aktiv mitzugestalten. Wir beraten Sie gerne!